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Der "Mann am Klavier" ist nicht mehr hier

Jazzpianist Paul Kuhn gestorben

Jazzpianist und Entertainer Paul Kuhn im Jahr 2007. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)
Jazzpianist und Entertainer Paul Kuhn im Jahr 2007. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Der Musiker, Pianist und Bandleader Paul Kuhn ist tot. Er starb im Alter von 85 Jahren. Kuhn spielte zahlreiche Jazzplatten ein, leitete lange Zeit die SFB-Bigband, wurde aber vor allem mit dem Schlager "Der Mann am Klavier" berühmt.

"Paulchen" Kuhn wurde 1928 in Wiesbaden geboren und spielte zunächst Akkordeon, wechselte aber später auf sein eigentliches Instrument, das Klavier. Während des Krieges hörte er heimlich die BBC und wurde so durch den Swing-Virus infiziert. Der habe ihn nie wieder losgelassen, erklärte er in einem Interview mit Deutschlandradio Kultur.

Nach dem Krieg startete Kuhn seine Jazzkarriere mit Auftritten vor amerikanischen GIs. Er gründete das Paul Kuhn Trio und spielte mit anderen großen deutschen Jazzern wie Max Greger und Hugo Strasser und leitete ab 1968 die SFB-Bigband.

Der Pianist und Entertainer Paul Kuhn (AP Archiv)Der Pianist und Entertainer Paul Kuhn (AP Archiv)Doch wirklich deutschlandweit bekannt machte Kuhn sein Ausflug ins Schlagerfach in den 1950er-Jahren. "Der Mann am Klavier" und "Es gibt kein Bier auf Hawai" wurden große Hits, verfolgten Kuhn aber auch lange Zeit, denn seine eigentliche Liebe galt dem Jazz. Dennoch hat er eine Zeit lang auch als Produzent und Komponist für Schlagerstars wie Howard Carpendale gearbeitet.

Im damaligen SFB feierte er Erfolge als Entertainer und Moderator mit Shows wie "Hallo Paulchen" oder "Pauls Party".

Bis ins hohe Alter ging Kuhn auf Tournee. 2011 wirkte er in dem Kinofilm "Schenk mir dein Herz" neben Peter Lohmeyer als alternder Jazzpianist mit. Kuhn sollte im November noch bei den Leverkusener Jazztagen spielen, wegen gesundheitlicher Probleme wurde der Auftritt Anfang September jedoch abgesagt.



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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:18 Uhr

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