Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Der Preis aller Preise

Die diesjährigen Auszeichnungen des Nobelkomitees

Nahaufnahme einer Nobelpreis-Medaille
Nahaufnahme einer Nobelpreis-Medaille (AP)

Die nach dem schwedischen Chemiker Alfred Nobel benannte Auszeichnung gilt als die höchste im Bereich der Wissenschaft. Die Programme des Deutschlandradios informieren über die Geehrten und ihre Forschungsfelder.

Die Programme des Deutschlandradios werden die Bekanntgabe der diesjährigen Preisträger begleiten. "Forschung aktuell" (montags bis freitags von 16.35 bis 17 Uhr im Deutschlandfunk) erklärt die Leistungen der Ausgezeichneten und versucht, die Preisträger ans Telefon zu bekommen.

Live-Videoplayer des Nobelpreiskomitees:



Die Termine der Preisankündigungen:

Die Bildkombo zeigt den britischen Mediziner John Gurdon (l, undatiertes Handout der Cambridge University) und den japanische Forscher Shinya Yamanaka (undatiertes Handout des Deutschen Krebsforschungszentrums).John Gurdon (l.) und Shinya Yamanaka. (picture alliance / dpa / John Overton)"8. Oktober: Nobelpreis für Medizin:"
John B. Gurdon und Shinya Yamanaka erhalten in diesem Jahr den Nobelpreis für Medizin und Physiologie. Die Wissenschaftler werden für die Rückprogrammierung erwachsener, spezialisierter Zellen in pluripotente Stammzellen ausgezeichnet. Pluripotente Zellen sind in ihrer Entwicklung nicht festgelegt, aus ihnen können alle Gewebe eines Organismus entstehen.



Die Physiknobelpreisträger 2012 Serge Haroche (l, Bild: CNRS Photothèque/Christophe Lebedinsky) und David J. Wineland (Bild:NIST)Die Physiknobelpreisträger 2012 Serge Haroche (l, Bild: CNRS Photothèque/Christophe Lebedinsky) und David J. Wineland (Bild:NIST) (CNRS Photothèque/Christophe Lebedinsky (l) und NIST (r))"9. Oktober:" Nobelpreis für Physik:
Die Wissenschaftler Serge Haroche und David J. Wineland bekommen den Physiknobelpreis 2012. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm heute mit. Mit ihren Arbeiten leisteten die Forscher einen großen Beitrag auf dem Weg zum Quantencomputer.









Die Nobelpreisträger für Chemie 2012 Robert Lefkowitz (l) und Brian KobilkaDie Nobelpreisträger für Chemie 2012 Robert Lefkowitz (l) und Brian Kobilka (Duke University Medicine (l) Stanford University (re))"10. Oktober: Nobelpreis für Chemie: "
Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an die US-Amerikaner Robert J. Lefkowitz und Brian K. Kobilka. Damit würden ihre bahnbrechenden Erkenntnisse zur Wirkungsweise einer bestimmten Rezeptorengruppe in Körperzellen gewürdigt, gab am Mittwoch die Akademie der Wissenschafen in Stockholm bekannt.






Chinesischer Autor und Literaturnobelpreisträger Mo YanChinesischer Autor und Literaturnobelpreisträger Mo Yan (picture alliance / dpa /)"11. Oktober: Literaturnobelpreis"
Den Literaturnobelpreis erhält in diesem Jahr der chinesische Schriftsteller Mo Yan. Bekannt wurde er durch seine Bücher "Das rote Kornfeld" und "Die Sandelholzstrafe". Die Jury attestierte seinem Werk eine "Mischung aus Faulkner, Charles Dickens und Rabelais".





Symbolbild: Europa und EUSymbolbild: Europa und EU (picture alliance / dpa / Thierry Monasse)"12. Oktober: Friedensnobelpreis"
Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an die Europäische Union. Die Geschichte der EU sei ein großes Beispiel für die friedliche Zusammenarbeit zwischen Ost und West: "Die Europäische Union und ihre Vorgänger haben zur Förderung des Friedens und der Demokratie in Europa beigetragen", so die Begründung des Nobelkomitees.




"15. Oktober: Preis für Wirtschaftswissenschaften" der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel (vulgo "Wirtschaftsnobelpreis")
Der Preis für ökonomische Forschung geht an die US-Amerikaner Alvin Roth und Lloyd Shapley. Sie werden für ihre Arbeiten zur sogenannten Spieltheorie ausgezeichnet, das ist der Zweig der Wirtschaftswissenschaft, der sich mit Strategien des Zusammenarbeitens oder Gegeneinander-Agierens beschäftigt und deren Ergebnisse analysiert.



Die Nobelpreise im Detail

Seit Montag, 8. Oktober, werden im Wallenberghörsaal des Karolinska-Instituts und in der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften in Stockholm die diesjährigen Nobelpreisträger in den verschiedenen Kategorien bekannt gegeben. Die nach dem schwedischen Chemiker Alfred Nobel benannte Auszeichnung gilt als die höchste in den Bereichen, Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Friedensbemühungen. Zudem wird seit 1969 der "Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel" vergeben, der auch als "Nobelpreis für Wirtschaft" bezeichnet wird.

Alfred Nobel, der unter anderem durch die Erfindung des Dynamits bekannt wurde, hinterließ einen Großteil seines Erbes für die Gründung des Preises. Seit 1901 wird der von ihm testamentarisch gestiftete Preis "denen zugeteilt ..., die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben."

Zu den bekanntesten Nobelpreisträgern der Geschichte zählen unter anderem Albert Einstein (Nobelpreis 1921 in Physik), Marie Curie (Nobelpreis 1911 in Chemie) Martin Luther King (Friedensnobelpreis 1964) und Nelson Mandela (Friedensnobelpreis 1993).

Die eigentliche Verleihung der Preise findet jedes Jahr am 10. Dezember in Stockholm statt - Nobels Todestag. Eine Ausnahme bildet der Friedensnobelpreis, der am selben Tag im norwegischen Oslo verliehen wird. Eine Neuerung in diesem Jahr: Der Preis ist nicht mehr wie bisher mit zehn Millionen Schwedischen Kronen dotiert, sondern wurde um 20 Prozent gekürzt. Damit ist die Auszeichnung umgerechnet nur noch etwa 930.000 Euro wert (früher etwa 1,2 Millionen).

Die Nobelpreisgewinner von 2011:

Nobelpreis für Medizin: Ralph Steinman, Bruce Beutler und Jules Hoffmann

Nobelpreis für Physik: Saul Perlmutter, Brian Schmidt und Adam Riess

Nobelpreis für Chemie: Daniel Shechtman

Literaturnobelpreis: Tomas Tranströmer

Friedensnobelpreis: Ellen Johnson-Sirleaf, Leymah Gbowee und Tawakkul Karman

Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel (Wirtschaftsnobelpreis): Christopher Sims und Thomas Sargent


Links ins Netz:
Zum offiziellen Internetauftritt des Nobelpreises



Mehr bei deutschlandradio.de

 

Links bei dradio.de:

Wenn sich Wissenschaftler selbst auf die Schippe nehmen

 

Externe Links:

nobelprize.org

 

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:38 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 05:05 Uhr Informationen am Morgen

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 05:07 Uhr Studio 9

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Stadtentwicklung"Tante Gerda" kommt

Esslingen ist eher spießig. Und viele junge Esslinger wollen mehr urbane Freiräume. Dafür gibt es jetzt das Projekt "Tante Gerda", um bei der Stadtentwicklung mitzumischen. Maren Alsch ist Projektkoordinatorin und erzählt von der revolutionären Tante.

EnergiesicherheitSorgen um die Gasversorgung

Elektro-Techniker inmitten mehrerer Gasbohrungen vom Erdgasspeicher in Rehden

Ein Drittel des deutschen Gasverbrauchs decken russische Quellen. Viel davon kommt zu uns über ukrainische Pipelines. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Russland-Konflikts steigt die Sorge um mögliche Engpässe. Umfangreiche Reserven könnten helfen.

FDPEin Jahr nach der Bundestagswahl

Der FDP-Bundesvorsitzende, Christian Lindner, sitzt am 06.08.2014 in Erfurt (Thüringen) bei einer Wahlkampfveranstaltung vor einem Wahlplakat der Thüringer FDP auf dem steht: "Wir sind dann mal weg. Genauso wie der Mittelstand"

Am 22. September 2013 passiert der FDP das, was sie in ihren schlimmsten Träumen befürchtet hat: Sie ist nicht mehr im Bundestag vertreten. Die alte Riege ist abgetaucht. Übrig geblieben ist - neben Wolfgang Kubicki - nur einer: Christian Lindner. Und der gibt sich kämpferisch.

Russland und EstlandAngst vor dem Nachbarn

Estnische Soldaten in einem Panzerfahrzeug bei einer NATO-Übung nahe der russischen Grenze.

Trotz der Waffenruhe fürchten die Baltikumstaaten ein Übergreifen der Ukraine-Krise. Vor allem viele Esten fürchten, dass Moskau schon damit begonnen hat, die Krallen auszufahren. Als Beleg dient ihnen ein mysteriöser Zwischenfall.

RechtsextremismusZu viel Geld für zu wenig Aufklärung?

An einem Haus in Loitz (Mecklenburg-Vorpommern) steht am 06.10.2013 der Schriftzug "Multikulti nein Danke".

Initiativen, Beratungsstellen und Veranstaltungen: Mecklenburg-Vorpommern gibt viel Geld aus im Kampf gegen rechtes Gedankengut. Doch sinnvoll ist der Einsatz der Steuergelder nicht immer. Es fehlt an Konzepten, Kontrolle und Effizienz.

DatenschutzKeine Kohle mit persönlichen Daten

Bundesinnenminister Thomas de Maizière will den Verkauf von Persönlichkeitsprofilen verbieten und nennt in einem Atemzug Google. Google reagiert entrüstet - das Unternehmen würde Nutzerdaten gar nicht verkaufen oder an Werbepartner weitergeben.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Erste US-Luftangriffe in Syrien  haben begonnen | mehr

Kulturnachrichten

Else Beitz  mutige Frau des Krupp-Chefs gestorben | mehr

Wissensnachrichten

Erasmus  Studium im Ausland erhöht Karrierechancen | mehr