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Deutscher Kommandeur gab Befehl zu Luftangriff in Afghanistan

ISAF-Flugzeug griff Aufständische an

Nach ersten Angaben sollen drei Rebellen bei dem Bombardement im Norden Afghanistans getötet worden sein. (AP)
Nach ersten Angaben sollen drei Rebellen bei dem Bombardement im Norden Afghanistans getötet worden sein. (AP)

Wieder hat ein deutscher Bundeswehr-Kommandeur in Afghanistan die Bombardierung von Aufständischen genehmigt. Bei dem Angriff gestern nahe dem Feldlager Kundus hat es nach Bundeswehrangaben keine zivilen Opfer gegeben.

<p>Das teilte das Einsatzführungskommando in Potsdam mit. Die Kämpfer hätten einen Außenposten der afghanischen Truppen bei Isa Kehl angegriffen - der Ort liegt rund dreieinhalb Kilometer westlich des deutschen Feldlagers. Die afghanischen Soldaten hätten um Unterstützung durch die Nato-Schutztruppe ISAF gebeten. <br /><br />Daraufhin sei das Gebiet zweimal von Kampfflugzeugen der ISAF überflogen worden, was aber keine Wirkung gezeigt habe. Der deutsche Kommandeur habe deshalb dem Waffeneinsatz zugestimmt. <br /><br />Nach der Bombardierung hätten die Aufständischen ihren Angriff abgebrochen. Vermutlich seien dabei drei Aufständische getötet worden, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos am Sonntag. Dies sei aber von der internationalen Schutztruppe Isaf noch nicht bestätigt worden. Erkenntnisse über zivile Opfer lägen bisher nicht vor.<br /><br />2009 hatte der damalige deutsche Oberst Georg Klein <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="203032" text="einen Luftangriff auf vermeintliche Taliban-Kämpfer" alternative_text="einen Luftangriff auf vermeintliche Taliban-Kämpfer" /> in Afghanistan angeordnet. Bei dem Bombardement zweier Tanklaster starben mehr als 140 Menschen. Die Mehrzahl waren Zivilisten, die sich mit Benzin versorgen wollten. Um die Vorgänge zu klären, wurde im Bundestag der Untersuchungsausschuss zur sogenannten "Kundus-Affäre" eingesetzt.<br /><br /></p><p><strong>Erneut zahlreiche Tote</strong></p><p>In Afghanistan starben auch heute wieder Aufständische, Geheimdienstmitarbeiter und Zivilisten bei Auseinandersetzungen. Bei einem Nato-Luftangriff wurden im Osten Afghanistans nahe der Grenze zu Pakistan mindestens zehn Menschen getötet, darunter drei Taliban-Kämpfer. Mindestens vier Mitarbeiter des afghanischen Geheimdienstes starben bei einem Taliban-Angriff im Osten des Landes, Dutzende Zivilisten wurden verletzt.<br /><br /><br /><em>Mehr auf dradio.de:</em><br /><br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="217621" text="Oberst Klein wird General - &lt;br&gt; Beförderung drei Jahre nach der Kundus-Affäre" alternative_text="Oberst Klein wird General - &lt;br&gt; Beförderung drei Jahre nach der Kundus-Affäre" /><br /></LI_2073028>Der Wert eines Menschenlebens</LI_2073028><br />Hinterbliebene des Luftangriffs von Kundus verlangen Entschädigung von Deutschland</p>
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:17 Uhr

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