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Deutsches Olympia-Team kommt in Fahrt

Weitere Medaillen beim Vielseitigkeitsreiten, Kanuslalom und Judo

Michael Jung triumphierte doppelt
Michael Jung triumphierte doppelt (picture alliance / dpa Jochen Lübke)

Wie vor vier Jahren in Peking haben die deutschen Vielseitigkeitsreiter auch in London Gold geholt. Neben dem Mannschaftstitel sicherte sich Michael Jung auch die Einzelwertung. Beim Kanuslalom gewann Sideris Tasiadis Silber im Canadier, und auch Judoka Ole Bischof holte eine Silbermedaille. Schwimmer Paul Biedermann reist ohne Medaille ab.

<p>Schon vor dem letzten Ritt im abschließenden Springen von Ingrid Klimke mit Abraxxas stand die Equipe als Olympiasieger fest. Das deutsche Team setzte sich mit 133,70 Punkten vor Großbritannien (138,20) und Neuseeland (144,40) durch. Die Deutschen hatten bereits nach der Dressur und dem Geländeritt geführt.<br /><br />Welt- und Europameister Michael Jung, der gestern seinen 30. Geburtstag feierte, wurde Doppel-Olympiasieger. Mit seinem Pferd Sam gewann er nach dem Mannschafts-Gold auch die Einzelwertung. Zweite wurde Sara Algotsson-Ostholt aus Schweden und Bronze ging an Sandra Auffarth aus Ganderkesee.<br /><br /></p><p><strong>Die weiteren Entscheidungen des Tages</strong></p><p><li>Ole Bischof hat bei den Olympischen Spielen in London die erste Medaille für die deutschen Judoka gewonnen. Der Olympiasieger von Peking holte im Finale Silber. Gold ging an den Südkoreaner Kim Jae-Bu. Bronze gewannen Iwan Nifontow aus Russland und Antoine Valois-Fortier aus Kanada.<br /><br /><li>Urska Zolnir aus Slowenien ist Judo-Olympiasiegerin in der Klasse bis 63 kg geworden. Die frühere Europameisterin gewann im Finale von London gegen die Chinesin Xu Lili durch eine mittlere Wertung. Die beiden Bronzemedaillen gingen an die Japanerin Yoshie Ueno und Weltmeisterin Gevrise Emane aus Frankreich. Die frühere WM-Dritte Claudia Malzahn war in der ersten Runde an der neuen Olympiasiegerin Zolnir gescheitert.<br /><br /><li>Slalomkanute Sideris Tasiadis hat bei den Olympischen Spielen in London die Silbermedaille im Canadier-Wettbewerb gewonnen. Gold holte der Franzose Tony Estanguet zum dritten Mal in seiner Laufbahn. Bronze ging an Michal Martikan aus der Slowakei.<br /><br /><li>Die Riege aus den USA hat das Mannschafts-Finale der Kunstturnerinnen gewonnen. Die Weltmeisterinnen siegten vor Russland und Rumänien. Das Quintett des Deutschen Turner-Bundes (DTB) war in der Qualifikation mit Rang neun knapp gescheitert.<br /><br /><li>Die kasachische Gewichtheberin Maija Manesa hat die Goldmedaille in der Klasse bis 63 kg gewonnen. Sie kam im Olympischen Zweikampf auf 245 kg und verwies Swetlana Sarukajewa (237 kg) aus Russland auf Platz zwei. Bronze ging an die Kanadierin Christine Girard (236 kg). Der chinesische Gewichtheber Lin Qingfeng hat in der 69-Kilo-Klasse gewonnen. Der 23 Jahre alte Asienmeister brachte 344 Kilo (Reißen 157/Stoßen 187) in die Zweikampfwertung und verwies den Indonesier Triyatno Triyatno (333 kg) und den Rumänen Razvan Martin (332 kg) auf die Plätze. Lin scheiterte am Weltrekord von 198 Kilo im Stoßen.<br /><br /><li>Gold im olympischen Synchronwettbewerb vom Turm ging wie erwartet an die Weltmeisterinnen Chen Ruolin und Wang Hao aus China (368,40). Dahinter holten Alejandra Orozco Loza und Paola Sanchez aus Mexiko (343,32) Silber. Bronze ging an die Kanadierinnen Roseline Filion und Meaghan Benfeito (337,62). Die WM-Dritten Christin Steuer und Nora Subschinski verpassten eine Medaille. Die Wasserspringerinnen aus Riesa und Berlin belegten mit 312,78 Punkten Rang sechs.<br /><br /><li>Der amerikanische Schütze Vincent Hancock ist zum zweiten Mal nach Peking 2008 Olympiasieger im Skeet geworden. Der 23-Jährige setzte sich im Finale der besten Sechs mit 148 Punkten vor dem Dänen Anders Golding (146) durch. Bronze ging an Nasser Al-Attiyah aus Katar (144). Flintenschütze Ralf Buchheim aus Lebus ist trotz einer perfekten Leistung am zweiten Qualifikationstag nicht ins Finale eingezogen. Der 28-Jährige erzielte 50 Punkte, verpasste aufgrund der mäßigen Leistung am Montag aber dennoch die Runde letzten Sechs.<br /><br /><li>Der Chinese Lei Sheng hat die Goldmedaille im Florettfechten gewonnen. Im Finale besiegte er den Ägypter Alaaeldin Abouelkassem mit 15:13. Das Gefecht musste minutenlang unterbrochen werden, weil sich Abouelkassem offenbar am linken Arm verletzt hatte und behandelt werden musste. Bronze gewann der Südkoreaner Byungchul Choi, der den Italiener Andrea Baldini 15:14 besiegte. Die drei deutschen Teilnehmer waren früh ausgeschieden. Für Peking-Olympiasieger Benjamin Kleibring kam das Aus schon im ersten Gefecht. Der viermalige Weltmeister Peter Joppich und Sebastian Bachmann scheiterten im Achtelfinale.<br /><br /><li>Die 16-jährige Ye Shiwen ist in London zu ihrem zweiten Olympiasieg geschwommen. Die Weltmeisterin aus China gewann das Finale über 200 Meter Lagen in 2:07,57 Minuten und sicherte sich nach ihrem Erfolg über die doppelte Strecke wieder Gold. Über 400 Meter Meter Lagen hatte sie den ersten Langbahn-Weltrekord seit Verbot der Wunderanzüge Anfang 2010 aufgestellt. Hinter Shiwen schlug die WM-Zweite Alicia Coutts aus Australien in 2:08,15 Minuten als Zweite an. Bronze ging an die Amerikanerin Caitlin Leverenz (2:08,95). Die deutsche Meisterin Theresa Michalak war im Halbfinale als Zwölfte in 2:13,24 Minuten ausgeschieden.<br /><br /><li>Die Freistilstaffel über 4x200 Meter hat die erste Olympia-Medaille für die deutschen Schwimmer in London knapp verpasst. Angeführt von Weltrekordler Paul Biedermann schlug das Quartett mit Dimitri Colupaev, Tim Wallburger und Clemens Rapp in 7:06,59 Minuten als Vierte an und schrammte um 29 Hundertstelsekunden am Podest vorbei. Gold ging an das Team aus den USA mit Rekord-Olympiasieger Michael Phelps (6:59,70). Mit seiner insgesamt 19. Medaille hat der 27-Jährige zugleich den Olympia-Rekord der früheren russischen Kunstturnerin Larissa Latynina geknackt, die zwischen 1956 und 1964 insgesamt 18 Mal Edelmetall gewonnen hatte. Silber holten die Franzosen (7:02,77), Bronze sicherte sich China (7:06,30). Phelps gewann im Finale über 200 Meter Schmetterling seine insgesamt 18. Olympiamedaille - aber nur eine silberne. Der Südafrikaner Chad le Clos überholte den Amerikaner mit dem letzten Armzug.<br /><br /><li>Die Amerikanerin Allison Schmitt ist zu ihrem ersten Olympiasieg geschwommen. Die 22-Jährige gewann das Finale über 200 Meter Freistil in 1:53,61 Minuten und sicherte sich nach Silber über die doppelte Distanz die zweite Medaille bei den Sommerspielen. Hinter Schmitt holte 400-Meter-Olympiasiegerin Camille Muffat aus Frankreich (1:55,58) die Silbermedaille, Bronze ging Bronte Barrat aus Australien (1:55,81). Vize-Europameisterin Silke Lippok aus Pforzheim war in 1:58,24 Minuten als 13. im Halbfinale auf Rang 13 auf der Strecke geblieben.<ul><br /><br />Alle Beiträge rund um die 30. Olympischen Sommerspiele finden Sie auf unserem <papaya:addon addon="13ce92bc07c8e837729a6ac5022b9a1b" portal="89" text="Portal London 2012" alternative_text="Portal London 2012" />.<br /><br />Hier finden Sie den<papaya:link href="http://olympia.ard.de/london2012/ergebnisse/medaillenspiegel/medaillenspiegel127.html" text="Medaillenspiegel" title="Medaillenspiegel Olympische Spiele 2012" target="_blank" />.</p>


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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:56 Uhr

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