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Deutschlandfunk: Sportredaktion

von Von Peter C. Fischer

Laufbahn (Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)
Laufbahn (Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)

Der Sport war noch nie eine Insel "der Glückseligkeit". Schon bei den alten Griechen gab es beim Gerangel um olympischen Lorbeer Betrugsversuche und Unregelmäßigkeiten. Blickt man auf den Beginn des 19. Jahrhunderts zurück, stiegen zum Beispiel die Radfahrer bei der Tour de France heimlich in Begleitautos oder die Eisenbahn, um die Etappenlänge von bis zu 400 Kilometern etwas gemütlicher "abzureißen". Marathonläufer dopten sich zu Beginn der Olympischen Spiele in der Neuzeit mit Strichnin. So weit, so schlecht.

Doch was sich in den letzten Jahren im Sport und seinem Umfeld tut, kann selbst dem gutmütigsten Sportjournalisten die Freude am Beruf verderben. Im Fußball machte der Bestechungsskandal um Schiedsrichter Robert Hoyzer mit der "Balkan"-Wettmafia im Hintergrund Schlagzeilen. Wir wissen, dass gerade der asiatische Fußball-Wettmarkt von kriminellen Machenschaften beherrscht wird. Die Doping-Problematik, anfangs noch ein wenig belächelt und klein geredet, hat sich wie ein Flächenbrand über den Globus ausgebreitet und als "Bannerträger" fungiert hierbei der Radsport, der sich damit beinah sein eigenes Grab geschaufelt hätte.

Der Sportjournalist moderner Prägung muss, um einigermaßen kompetent und glaubwürdig berichten zu können, sich fast als eine "Eierlegende Wollmilchsau" präsentieren. Er/sie muss juristisch, medizinisch, wirtschaftlich und politisch vorgebildet sein, um die Dinge vor und hinter den Kulissen sehen, erkennen und darstellen zu können. All dies beschäftigt uns seit einiger Zeit täglich und den Kopf in den Sand stecken und auf bessere Zeiten zu hoffen, ist mit Sicherheit der falsche Weg.

Die Kollegen/Kolleginnen unserer Sportredaktion Astrid Rawohl, Matthias Friebe. Marina Schweizer und Philipp May versuchen im Labyrinth der Querelen, Anschuldigungen und Skandale immer einen klaren Blick zu bewahren.

Im Sekretariat sorgen Tamara Vogt-Stahnke und Christiane Neumann nicht nur für eine gute Atmosphäre in der Redaktion, sondern machen sich durch ein zunehmend umfangreicheres Arbeitsfeld unentbehrlich.

Dennoch lässt uns die Faszination des Sports mit all seinen positiven Facetten wie Sieg, Niederlage, Erwartung, Enttäuschung, Publikumsbegeisterung, Anstrengungen und Freudentränen nicht los.

Großereignisse wie Leichtathletik-Weltmeisterschaften, Olympische Spiele oder Fußballweltmeisterschaften lassen den Puls schneller schlagen und erhöhen unseren Adrenalinspiegel.

Aber nicht nur Großereignisse dieses Kalibers halten uns in Atem, wir registrieren darüber hinaus auch Schul- und Breitensport, beobachten die Freizeit- und Behindertensportszene und widmen den vielen kleinen, scheinbar nebensächlichen Ereignissen des sportlichen Tuns unsere Aufmerksamkeit.

Dies wird und soll sich auch in der Zukunft nicht ändern, wobei sich die Bedeutung des Sports in der Gesellschaft mit Sicherheit weiter verfestigen wird.



Astrid Rawohl, Redaktionsleiterin Sport beim DLF, lächelt in die Kamera (Deutschlandradio - Bettina Fürst-Fastré)Astrid Rawohl (Deutschlandradio - Bettina Fürst-Fastré)Astrid Rawohl
In Letmathe / Nordrhein-Westfalen geboren. Studium der Anglistik, Sinologie und Kunstgeschichte in Köln. Freie Mitarbeiterin beim Westdeutschen Rundfunk. Bimediales Volontariat beim Auslandsrundfunk Deutsche Welle. Leiterin, Redakteurin und Moderatorin der Sportredaktion.







Philipp May (Deutschlandradio - Bettina Fürst-Fastré)Philipp May (Deutschlandradio - Bettina Fürst-Fastré)Philipp May
In Schleswig geboren. Diplom-Sportstudium an der Deutschen Sporthochschule in Köln mit dem Schwerpunkt Medien und Kommunikation. Auslandssemester in Costa Rica. Nach diversen journalistischen Stationen in Deutschland und Australien Volontariat bei Antenne Bayern. Seit März 2011 Redakteur und Moderator in der Sportredaktion des Deutschlandfunk