Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Deutschlandjahr in Brasilien beginnt

Südamerika-Reise des Bundespräsidenten

Innenstadt von Sao Paulo, Brasilien (picture alliance / dpa / Yadid Levy)
Innenstadt von Sao Paulo, Brasilien (picture alliance / dpa / Yadid Levy)

Die Riesenstadt São Paulo gilt als wichtigster Standort der deutschen Industrie abseits Europas und der USA. Bundespräsident Joachim Gauck gibt bei seinem Besuch heute den Startschuss zu einem großen Projekt: Ein Jahr lang sollen sich Brasilien und Deutschland besser kennenlernen.

Im Veranstaltungskalender geht es sowohl um Grundlegendes als auch um Hochspezielles: Wo die Loreley sitzt und warum die Deutschen ihre Freizeit gerne in Vereinen organisieren – das sind zwei Themen der Ausstellung "Deutschland für Anfänger", die auf Tournee durch acht brasilianische Städte geht. Die zum Teil humorvollen Exponate hat das Goethe-Institut ausgewählt. Tiefgründiger im wahrsten Wortsinne wird es dagegen beim Forschungsschiff "Meteor", das hochmoderne Forschung, etwa zur Chemie des Meeresbodens, präsentiert.

Ausstellung und Schiff sind zwei Bausteine des Deutschlandjahres, das Bundespräsident Joachim Gauck heute gemeinsam mit der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff einläuten wird. Mit mehreren hundert Veranstaltungen soll der Zusammenarbeit der beiden Länder "neuer Schwung" verliehen werden, wie es der deutsche Botschafter in Brasilia formuliert. Den Auftakt macht ein eigens gebildetes Jugendorchester, dem je 35 junge Musiker aus Brasilien und Deutschland angehören.

Wichtigster Partner in Südamerika

Auf wirtschaftlichem Gebiet sind die Verbindungen ohnehin schon sehr eng. Seit die ersten Auswanderer zu Beginn des 19. Jahrhunderts den Südatlantik überquerten, ist die deutsche Firmen-Gemeinde auf über 1300 Unternehmen angewachsen. In kaum einer anderen Weltregion ist die deutsche Wirtschaft so präsent wie in Brasilien. São Paulo wird von der Außenhandelskammer gerne anekdotisch als "größte deutsche Industriestadt der Welt" bezeichnet – was seine Berechtigung hat angesichts rund 250.000 Beschäftigten, die ihr Geld bei Betrieben aus "Alemanha" verdienen. An rund zwölf Prozent der industriellen Gesamtleistung Brasiliens sind deutsche Firmen beteiligt.

Am Dienstag fliegt der Bundespräsidentnach Rio de Janeiro weiter und besucht dort unter anderem eine Armensiedlung. Mit Mitgliedern der Nationalen Wahrheitskommission will Gauck zudem über die Zeit der Diktatur in Brasilien (1964-1985) sprechen.

Mehr auf dradio.de:

"Hier geht noch etwas" - Kolumbien war die erste Südamerika-Station von Bundespräsident Gauck



Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Brasilien will mehr Macht

 

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:11 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 02:10 Uhr Zur Diskussion

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Mikrozensus 2016 Noch keine Zeit zum Jubeln

Babys liegen in einem Kreis bei einem Treffen von Müttern in einem Kindergarten in Frankfurt (Oder)  (dpa / picture alliance / Gru)

Der Trend zur Kinderlosigkeit ist gestoppt, die Geburtenrate steigt langsam wieder an. Vor allem Akademikerinnen entscheiden sich wieder häufiger für Kinder – und stehen dann vor allerlei Problemen, kommentiert Katharina Hamberger.

Ex-Neonazi über seinen Ausstieg"Hass hat immer eine Rolle gespielt"

Symbolbild: Ein Mann trägt einen Hoodie. (imago/Ikon Images)

In Sachsen werden Neonazis dazu ermutigt, aus der Szene auszusteigen. Selbst wenn nur wenige Personen das Aussteigerprogramm in Anspruch nehmen, ermöglichen diese Einblicke in eine Szene, die als extrem gewaltbereit gilt. Unser Korrespondent hat einen Aussteiger getroffen.

BundeshaushaltDie schwarze Null ist nicht alles

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) spricht am 25.03.2017 bei der Landesvertreterversammlung der CDU Baden-Württemberg in der Stadthalle in Sindelfingen (Baden-Württemberg) zu Parteimitgliedern.  (picture alliance / dpa / Christoph Schmidt)

Drei Jahre ohne Neuverschuldung: Darauf ist Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble stolz. Er habe die Schulden geschickt im Haushalt versteckt, sagen Kritiker, und mahnen Investitionsstau an. So wird Geld zum Beispiel für marode Kitas zwar bereitgestellt - kann aber häufig gar nicht fließen.

Newport Folk Festival"Die Non-Profit-Idee ist Vergangenheit"

Der Autor und Plattenproduzent Joe Boyd  (picture alliance / dpa - Anne-Marie Briscombe)

Das traditionsreiche Newport Folk Festival war zu Beginn ein dezidiert politisches Festival. Doch 1965 gab es einen "Paradigmenwechsel vom Idealismus zum Hedonismus", erklärt Newport-Veteran Joe Boyd: Schuld daran ist niemand Geringeres als Bob Dylan.

Australischer Kardinal im VatikanKarriere trotz Missbrauchsskandal

Der australische Kardinal George Pell bei einer Pressekonferenz im Vatikan am 29. Juni 2017 (Bild: AFP / Alberto Pizzoli)  (AFP / Alberto Pizzoli)

In Australien steht Kurienkardinal George Pell vor Gericht. Vor Jahrzehnten soll er sich an Minderjährigen vergangen haben. Die Vorwürfe gegen den früheren Erzbischof von Sydney sind schon lange bekannt, Karriere machte er in Rom dennoch. Sein Fall zeigt die Widersprüchlichkeit der päpstlichen Politik.

Migrationsforscher zum Asylrechts-Urteil des EuGHMenschen dürfen nicht "wie Waren" verschoben werden

Eine Menschenmenge steht hinter Absperrgittern in einer Schlange. (dpa / Michael Kappeler)

Die Dublin-Regeln zum europäischen Asylrecht gelten nach wie vor, urteilt der EuGH. Es sei falsch, an diesen festzuhalten, meint hingegen der Migrationsforscher Olaf Kleist. Er fordert, die Asylbewerber ihr Zielland selbst wählen zu lassen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Jerusalem  Guterres ruft zur Zurückhaltung auf | mehr

Kulturnachrichten

Neue Stühle für Berliner Staatsoper | mehr

 

| mehr