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"Die Krise ist noch längst nicht überwunden"

Kanzlerin Merkel ruft in Neujahrsansprache zu Mut auf, wenngleich die Zeiten schwierig sind

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Voraufzeichnung ihrer Neujahrsansprache
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Voraufzeichnung ihrer Neujahrsansprache (picture alliance / dpa / John Macdougall)

Bundeskanzlerin Merkel ruft die Deutschen zu Geduld bei der Überwindung der Staatsschuldenkrise auf. Das wirtschaftliche Umfeld werde 2013 nicht einfacher, sondern eher schwieriger, sagte sie. Das solle die Menschen jedoch nicht entmutigen, sondern Ansporn sein.

"Die Krise ist noch längst nicht überwunden", mit diesen wenig optimistischen Worten stimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihrer Neujahrsansprache die Bürger auf das kommende Jahr ein. Sie wisse, dass viele Menschen «auch mit Sorgen in das neue Jahr gehen.» Das wirtschaftliche Umfeld werde 2013 nicht einfacher, sondern eher schwieriger. Aber: Das solle nicht zu Mutlosigkeit führen, sondern Ansporn sein, betonte Merkel in der Ansprache, die am Silvesterabend im ARD-Fernsehen ausgestrahlt werden soll.

"Wir brauchen für unseren Wohlstand und unseren Zusammenhalt die richtige Balance", sagte die Kanzlerin weiter. Die Bereitschaft zur Leistung sei ebenso notwendig wie soziale Sicherheit für alle. "Wie wichtig diese Balance ist, das zeigt uns auch die europäische Staatsschuldenkrise." Die beschlossenen Reformen würden zu wirken beginnen. "Dennoch brauchen wir weiterhin viel Geduld. Die Krise ist noch längst nicht überwunden."

"Staat der Hüter der Ordnung"

Auch international müsse noch einiges getan werden, um die Finanzmärkte besser zu überwachen. Die Welt habe die Lektion der Krise von 2008 nicht ausreichend gelernt. «Doch nie wieder darf sich eine solche Verantwortungslosigkeit wie damals durchsetzen.» In der sozialen Marktwirtschaft sei der Staat der Hüter der Ordnung, betonte die CDU-Chefin. «Darauf müssen die Menschen vertrauen können.»

Bildung und Forschung sollen helfen

Als Ziele für das kommende Jahr nannte Merkel unter anderem Investitionen in die Forschung, denn dadurch würden Arbeitsplätze geschaffen. «Wenn wir etwas können, was andere nicht können, dann erhalten und schaffen wir Wohlstand», so die Kanzlerin. Deshalb werde so viel wie nie zuvor in Bildung und Forschung investiert und Deutschland zu einem der modernsten Energiestandorte der Welt umgebaut. Die Bundesrepublik werde auf den demografischen Wandel vorbereitet, zudem würden die Staatsfinanzen in Ordnung gebracht. «Diese Ziele leiten uns auch 2013», fügte Merkel hinzu.

Zudem äußerte Merkel die Hoffnung auf Fortschritte bei der Energiewende und eine weitere Konsolidierung des Haushalts.

Dank an Soldaten und zivile Helfer

Merkel würdigte zugleich das Engagement vieler Menschen in der Bundesrepublik. "Es sind Freunde und Nachbarn, die Initiative ergreifen oder einen Missstand beheben", sagte sie. Es seien die Familien, die sich Tag für Tag liebevoll um ihre Kinder und um ihre Angehörigen kümmern. Und es seien Gewerkschafter und Unternehmer, die gemeinsam für die Sicherheit der Arbeitsplätze arbeiten.

Besonders dankt die Kanzlerin in ihrer Neujahrsansprache denjenigen, die im In- und Ausland für Sicherheit sorgen, berichtet Christel Blanke im Deutschlandradio Kultur. Soldaten, Polizisten und zivilen Helfern würden "unter großen persönlichen Opfern ihren Dienst für uns tun". Die Bürger rief Merkel auf, im neuen Jahr erneut die größten Stärken unter Beweis zu stellen: "Unseren Zusammenhalt, unsere Fähigkeit zu immer neuen Ideen, die uns wirtschaftliche Kraft gibt. Dann bleibt Deutschland auch in Zukunft menschlich und erfolgreich." Sie wisse aus Gesprächen, wie viel es ihnen bedeute, wenn zu Hause an sie gedacht werde.


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Sammelportal dradio.de: Euro in der Krise

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:03 Uhr

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