Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Die Suche nach dem Kompromiss

US-Haushaltsstreit: Sondersitzungen am Sonntag

Auch an diesem Wochenende bevölkert: das Kapitol in Washington (AP)
Auch an diesem Wochenende bevölkert: das Kapitol in Washington (AP)

Beide Kammern des Parlaments in Washington wollen sich außerplanmäßig treffen, um über neue Vorschläge zum Haushaltsstreit zu beraten. US-Präsident Obama verlangte eine Lösung - sonst träten schlimme wirtschaftliche Folgen ein.

In seiner wöchentlichen Radioansprache drängte Obama auf eine Einigung zwischen Republikanern und Demokraten, den beiden großen Parteien. Es müsse alles getan werden, um den Mittelstand zu schützen, das Wirtschaftswachstum zu fördern und das Land voranzubringen. Noch habe der Kongress die Chance, rechtzeitig einen Kompromiss zu verabschieden, so Obama.

Sollte keine Einigung gelingen, würden die Steuersätze zum 1. Januar steigen, Staatsausgaben gekürzt werden - und die USA damit über die sogenannte Fiskalklippe stürzen. Jeder Amerikaner würde das mit seiner Gehaltsabrechung spüren, so Obama, und das wäre eine falsche Entwicklung für die Konjunktur: "Wir können uns einfach keine politisch selbstverschuldete Verwundung unserer Wirtschaft leisten."

Die Parteiführer von Demokraten und Republikanern im Senat, Harry Reid und Mitch McConnell, sollen mit ihren Kollegen nach einer Lösung suchen. Am Samstag kehrten bereits viele Unterhändler in ihre Büros im Kapitol zurück. Im Senat ist für den Abend deutscher Zeit eine Sondersitzung angesetzt. "Was immer wir auf den Tisch legen, es wird nicht perfekt sein. Einige Leute werden es ablehnen, einige es nicht sonderlich mögen", betonte Reid im Beitrag unseres Korrespondenten Ralph Sina. McConnell meinte, er sei "hoffnungsvoll und optimistisch", dass es heute gelingen werde, einen mehrheitsfähigen Vorschlag zu präsentieren. Dieser muss bis Montag den von der Demokratischen Partei dominierten Senat und dann das von der Republikanischen Partei dominierte Repräsentantenhaus passieren.

Hauptstreitpunkt sind weiterhin Steuererhöhungen für die Reicheren. Obama beharrt darauf, dass Haushalte mit einem Jahreseinkommen von über 250.000 Dollar künftig mehr an den Fiskus zahlen.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:03 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 21:05 Uhr Musik-Panorama

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 21:30 Uhr Kriminalhörspiel

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

EU-Kampf gegen Plastiktüten Eine halbherzige Lösung

Mehr als 5000 gebrauchte Plastiktüten am Strand von Niendorf in Schleswig-Holstein, Aufnahme vom Juli 2013 (picture alliance / dpa)

Die EU möchte den Verbrauch von Plastiktüten stark verringern. Eine Besteuerung oder auch Verbote der Beutel soll den Mitgliedsstaaten künftig erlaubt sein. Doch Grund zur Freude hat neben den Umweltschützern auch die Plastiklobby, kommentiert Georg Ehring. Denn das Zieldatum für die Verringerung ist erst das Jahr 2025.

Gelebte Solidarität in FrankreichWenn Kollegen Zeit spenden

Kinderkrebsstation der Universitätskinderklinik Leipzig (dpa / picture alliance / Waltraud Grubitzsch)

In Frankreich dürfen Arbeitnehmer einen Teil ihrer Ferientage an Kollegen spenden, wenn diese einen schwerkranken Angehörigen betreuen. Auslöser dafür war der Fall von Christophe Germain, dessen elfjähriger Sohn an Krebs erkrankte.

Künstliche Gelenke Das Problem mit der Abstoßung

Ein künstliches Kniegelenk (Imago / Imagebroker)

Deutschland ist Weltmeister beim Einsetzen künstlicher Gelenke - und deshalb leider auch Weltmeister bei Infektionen dieser. Gerade in den ersten Jahren sind Infekte ein häufiger Grund für Abstoßungsprobleme mit Prothesen. Kein Wunder, dass auf der Tagung "Endophrothetik" in Berlin auch Hygienespezialisten das Wort ergriffen.

ArgentinienMysteriöser Tod des Sonderermittlers

Demonstranten in Buenos Aires fordern die Aufklärung des Todes von Staatsanwalt Alberto Nisman. (AFP / Alejandro Pagni)

Alberto Nisman war Sonderermittler zur Aufklärung des Terroranschlags auf den jüdischen Wohlfahrtsverband AMIA 1994. In der Woche vor seinem Tod verkündete er, Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner und ihr Außenminister hätten in diesem Zusammenhang den Iran ungeschoren davonkommen lassen wollen. Viele Argentinier glauben, dass er ermordet wurde.

Sebastian EdathyDer Vorverurteilte

Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy äußerte sich auf einer Pressekonferenz. (imago/CommonLens)

Der Prozess gegen Sebastian Edathy wurde eingestellt, juristisch darf er als unschuldig gelten. Am Ende bleibt eine vernichtende Vorverurteilung - gesprochen von Journalisten, Staatsanwaltschaft und der eigenen Partei. Ein Kommentar.

KonzertkartenKein fairer Preis

Der Konzertkartenanbieter Eventim ist eine Marktmacht bei wenig Konkurrenz. Das Bundeskartellamt nimmt das Unternehmen jetzt unter die Lupe. Denn dank seiner Marktmacht kann Eventim unverschämt hohe Ticketpreise verlangen. Unsere Reporterin Lisa Hofmann hat sich auf dem Ticketmarkt umgesehen und nach dem fairen Ticketpreis gefahndet.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

SPD-Spitze  erwartet Parteiaustritt von Edathy | mehr

Kulturnachrichten

Türkischer Schriftsteller Yasar Kemal beerdigt  | mehr

Wissensnachrichten

Travel-Guide  Wo auf der Welt darf man wen wie berühren? | mehr