Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Drei Bundeswehrsoldaten in Afghanistan getötet

Verwundete Deutsche werden ausgeflogen

Nordwestlich von Kundus wurden drei Bundeswehrsoldaten getötet (AP)
Nordwestlich von Kundus wurden drei Bundeswehrsoldaten getötet (AP)

Im Laufe des Tages sollen die schwer verwundeten vier Bundeswehrsoldaten nach Deutschland geflogen werden. Bei dem bislang schwersten Gefecht, in das die Bundeswehr verwickelt wurde, waren drei Soldaten getötet und insgesamt acht verletzt worden.

Die Soldaten waren beim Minensuchen von mehreren Dutzend Taliban-Kämpfern in der Nähe von Kundus attackiert worden. Seit Beginn der ISAF-Mission Anfang des Jahres 2002 haben 39 deutsche Soldaten in Afghanistan ihr Leben verloren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von einem verabscheuungswürdigen und hinterhältigen Angriff. Verteidigungsminister zu Guttenberg sagte, es sei deutlich geworden, wie gefährlich der gleichwohl notwendige Einsatz sei.

Entwicklungsminister Dirk Niebel nimmt am Ostersonntag an der Trauerfeier für die drei getöteten Bundeswehrsoldaten im nordafghanischen Kundus teil. Anschließend sollen die Toten zusammen mit ihm in derselben Maschine nach Deutschland geflogen werden. Niebel wollte seine Afghanistan-Reise ursprünglich bereits am Samstag beenden.

Bundeswehr bedauert Tod von 5 afghanischen Soldaten

Im Norden Afghanistans haben Bundeswehrsoldaten auf dem Weg zum Einsatz bei den Gefechten gegen Taliban fünf einheimische Soldaten getötet. Das Einsatzführungskommando in Potsdam bedauerte den Vorfall, der nun untersucht werde. Den Angaben zufolge hatten die Afghanen in ihren zivilen Fahrzeugen gestern Abend nicht angehalten, um sich überprüfen zu lassen.

Archivbeiträge zum Thema:

DLF: Niebel zu Besuch in Afghanistan
DLF: Deutsche ISAF-Soldaten in tödlichen Zwischenfall verwickelt
DLF: Zwei deutsche Soldaten in Afghanistan getötet

DKultur: "Psychologische Betreuung im Auslandseinsatz ausreichend"
DKultur: Ärzte-Mangel bei der Bundeswehr

Website des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:35 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 08:50 Uhr Presseschau

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 05:07 Uhr Studio 9

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 06:30 Uhr Hielscher oder Haase

Aus unseren drei Programmen

Vermeintliches WundermittelMediziner lehnt Methadon in der Krebstherapie ab

Durch ein Mikroskop ist der Anreicherungsprozess von Nanopartikeln in Krebszellen zu sehen. (Jan Woitas/dpa-Zentralbild)

Ein Wundermittel gegen Krebs? Derzeit wird in den Medien über den Einsatz von Methadon im Kampf gegen Krebs diskutiert. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Lukas Radbruch, hält davon allerdings wenig.

documenta-echo: Irena HaidukUniformen für die Freiheit

Sechs schwarz gekleidete frauen schreiten in zwei Dreierreihen vor dem Fridericianum. Auf dem kopf balancieren sie jeweils ein Buch. (Deutschlandradio / Änne Seidel)

Ein schlichtes Kleid, dazu ergonomische Schuhe: "Yugoform" nennt die serbische Künstlerin Irena Haiduk die Kleidung, die sie auf der documenta zum Kauf anbietet - eine bequeme Uniform für die arbeitende Frau und Teil ihrer documenta-Arbeit "Seductive Exacting Realism".

Vor 50 JahrenKZ-Kommandant Franz Stangl wird an die BRD ausgeliefert

Der ehemalige Kommandant der Vernichtungslager Treblinka und Sobibor, Franz Stangl (r) wird am 23. Juni 1967 von einem Polizeibeamten zum Flughafen nach Rio de Janeiro (Brasilien) gebracht, um an die Bundesrepublik ausgeliefert zu werden. Franz Stangl, der nach dem Zweiten Weltkrieg über Italien und Syrien 1951 nach Brasilien emigrierte und dort unter seinem Namen in einem Zweigwerk des Volkswagenwerkes arbeitete, wurde von Simon Wiesenthal aufgespürt und 1967 an die Bundesrepublik ausgeliefert. (picture alliance / dpa / UPI)

Franz Stangl war für den Tod von nahezu einer Million Juden verantwortlich. Nach Kriegsende flüchtete der KZ-Kommandant nach Syrien, kurz darauf nach Brasilien. Nach jahrelanger Suche wurde er gefasst und vor 50 Jahren an die Bundesrepublik Deutschland ausgeliefert.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Europäische Union  Asselborn sieht Grund zu Optimismus | mehr

Kulturnachrichten

EU nimmt Facebook und Co. ins Visier  | mehr

 

| mehr