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Ein Blick auf die Welt in zehn Tagen

Berlinale eröffnet mit chinesischem Film

Lange Schlangen an den Vorverkaufskassen am Potsdamer Platz.
Lange Schlangen an den Vorverkaufskassen am Potsdamer Platz.

Am Donnerstagabend startet die Berlinale mit dem chinesischen Film "Tuan Yuan" ("Getrennt zusammen"). Das Internationale Filmfestival feiert seinen 60. Geburtstag. Im Wettbewerb kämpfen auch drei deutsche Filme um die Bären, die am 20. Februar verliehen werden.

Im 60. Jahr ihres Bestehens sagt Festivaldirektor Dieter Kosslick der Berlinale eine goldene Zukunft voraus.

Unter den rund 20 Filmen im Wettbewerb ist unter anderem der neue Streifen von Roman Polanski "Der Ghostwriter" zu sehen. Aus Deutschland kommt "Jud Süss - Film ohne Gewissen" unter der Regie von Oskar Roehler. Der historische Film erzählt die Lebensgeschichte von Ferdinand Marian, dem Hauptdarsteller des NS-Propagandafilms. Auch der Episodenfilm "Shahada", der drei junge Muslime während des Fastenmonats Ramadan porträtiert, sowie "Der Räuber" über einen Marathonläufer und Bankräuber sind deutsche Beiträge im Wettbewerb. Benjamin Heisenberg, Regisseur von "Der Räuber", berichtet im Deutschlandradio Kultur von den höheren Weihen des Filmgeschäfts.

Der chinesische Eröffnungsfilm "Tuan Yuan", der auch im Wettbewerb läuft, zeigt ein Paar, das sich Jahrzehnte nach dem Scheitern seiner Liebe wiederbegegnet. Regisseur Wang Quan'an wurde 2007 für seinen Film "Tuyas Hochzeit" mit der höchsten Auszeichnung der Berlinale, dem Goldenen Bären, geehrt.

Über die Vergabe der Goldenen und Silbernen Bären entscheidet eine siebenköpfige internationale Jury unter Leitung des Regisseurs Werner Herzog. Zu den Jurorinnen zählen unter anderen die Schauspielerinnen Renée Zellweger und Cornelia Froboess. Unterdessen hat die Berlinale-Sprecherin Vorwürfe zurückgewiesen, die chinesische Jurorin und Schauspielerin Yu Nan sei zugunsten des Wettbewerbsfilms "Tuan Yuan" befangen.

"Berlinale goes Kiez"

Filme aus 139 Ländern laufen in elf Festivalsektionen. Neben dem Wettbewerb gehören dazu auch das Panorama, das Forum und die Perspektive deutsches Kino. In der neuen Sektion "Berlinale goes Kiez" wird innerhalb der zehn Tage ein jeweils anderes Berliner Kiezkino von Weißensee bis Zehlendorf vom Glanz des Festivals profitieren.

Einer der Höhepunkte der Filmfestspiele wird die Wiederaufführung der restaurierten Originalfassung des Stummfilms "Metropolis"von Fritz Lang sein, die aus dem Friedrichstadtpalast auf eine Leinwand am Brandenburger Tor übertragen wird.

Berlinale wird öko

Die Berlinale will in diesem Jahr einen ökologischen Beitrag leisten. So sollen Tonnen von Papier gespart werden, indem die mehr als 3000 akkreditieren Journalisten nicht mehr mit umfangreichen Pressemappen versorgt werden, sondern sich die entsprechenden Materialien auf der Website der Berlinale herunterladen können. Am roten Teppich soll mit Niedrigvolt-Lampen Strom gespart werden.


Programmhinweis: Deutschlandradio Kultur ist live vor Ort: Alle Sendungen auf einen Blick

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:35 Uhr

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