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Eingestürztes Kölner Stadtarchiv: Vermissten-Suche wird fortgesetzt

Feuerwehr beginnt auch mit Bergung historischer Dokumente

Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma (Mitte) besichtigt  die zerstörten Gebäude rund um das eingestürzte Historische Stadtarchiv. (AP)
Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma (Mitte) besichtigt die zerstörten Gebäude rund um das eingestürzte Historische Stadtarchiv. (AP)

In den Trümmern des eingestürzten Historischen Stadtarchivs in Köln wird heute die Suche nach Vermissten wieder aufgenommen. Nach Angaben der Behörden soll es sich dabei um zwei bis fünf Personen handeln. Die Trümmer sollen auch vor Regen geschützt werden, um möglicherweise restaurierbare historische Dokumente vor weiterer Zerstörung zu schützen.

Die Feuerwehr hat bereits mit der Bergung der ersten Dokumente aus dem Keller eines nicht zerstörten Anbaus begonnen. Das Historische Archiv umfasst mehr als eine halbe Million wertvolle Zeugnisse aus mehr als eintausend Jahren rheinischer Geschichte. Unter anderem waren dort Teile der Nachlässe von Jacques Offenbach und Heinrich Böll gelagert.

In der Nacht waren zur Stabilisierung des Untergrunds große Mengen Beton in einen Hohlraum unter der Unglücksstelle gepumpt worden.

Das Stadtarchiv war am Dienstag eingestürzt. Dank Warnungen von Bauarbeitern, die ein Bröckeln der Fassade bemerkten, konnten sich Archivmitarbeiter ins Freie retten.

Im Vorfeld hatte es Lokalmedienberichten zufolge Hinweise auf Senkrisse gegeben, die in Gutachten offenbar als ungefährlich eingestuft wurden. Bauarbeiten an einem U-Bahnschacht unterhalb des Gebäudes werden als Unglücksursache nicht ausgeschlossen.

Eine Bergung möglicher Überlebender ist unterdessen nicht so unwahrscheinlich (MP3-Audio), wie es der Trümmerberg vermuten lässt, sagt Mario Dobovišek, der sich mit der Katastrophenschutz-Thematik ausführlich beschäftigt hat.

Die Kölner Feuerwehr allerdings rechnet nicht mehr damit, Überlebende zu finden.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:32 Uhr

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