Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Einstiegskurs der Twitter-Aktie fast verdoppelt

Erste Notierung des Kurznachrichtendienstes lag bei 45,10 Dollar

Twitter will zum Börsenstart 70 Millionen Aktien ausgeben. (picture alliance / dpa / Niall Carson)
Twitter will zum Börsenstart 70 Millionen Aktien ausgeben. (picture alliance / dpa / Niall Carson)

Der Börsengang ist erst einmal geglückt: Der Kurznachrichtendienst Twitter ist mit deutlichen Kurszuwächsen an der New Yorker Börse gestartet. Nach einem Ausgabepreis von 26 Dollar lag der erste Kurs bereits bei 45,10 Dollar - danach kletterte das Papier weiter. Am Ende des New Yorker Handelstages lag der Kurs bei 44,90 Dollar.

<p>Twitter hatte bereits den Ausgabepreis mit 26 Dollar noch über der jüngst angehobenen Spanne von 23 bis 25 Dollar angesetzt. Die Börsenglocke läuteten zum Auftakt nicht die anwesenden Twitter-Gründer, sondern Nutzer wie die neunjährige Vivienne Harr und Hollywood-Schauspieler Patrick Stewart.<br /><br />Die Twitter-Aktie wurde zum ersten Mal an der New Yorker Börse gehandelt. Durch den Börsengang will Twitter zunächst 1,8 Milliarden Dollar oder umgerechnet 1,3 Milliarden Euro einnehmen. <br /><br /><a class="link_audio_beitrag" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/11/07/drk_20131107_0711_88f1c448.mp3" title="Gespräch im Deutschlandradio Kultur vom 07.11.13 (MP3-Audio)">Nach Ansicht von Brigitte Scholtes aus unserem Frankfurter Studio</a> profitieren die jetzigen Twitter-Anteilseigner am meisten vom Börsengang. Das seien nicht so sehr die Firmengründer, sondern vielmehr ein Fonds, der knapp 18 Prozent an Twitter hält. Zudem würden sich Spekulanten Hoffnungen machen, die zunächst auf einen Absturz der Aktie setzten, um günstig einzusteigen und später Gewinne mitzunehmen.<br /><br /></p><p><strong>Twitter-Verluste verdoppelten sich innerhalb eines Jahres</strong></p><p>Zum Börsenstart wird der Kurznachrichtendienst mit 14,2 Milliarden Dollar bewertet – eine hohe Summe, bedenkt man, dass Twitter erst seit sieben Jahren existiert und noch immer rote Zahlen schreibt. <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="267960" text="Die Verluste belaufen sich auf 134 Millionen Dollar" alternative_text="Die Verluste belaufen sich auf 134 Millionen Dollar" />. Sie hatten sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund hoher Investition etwa in Technik verdoppelt.<br /><br />Twitter hatte versucht aus dem missglückten <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="206214" text="Börsengang von Facebook" alternative_text="Börsengang von Facebook" /> zu lernen: Das Unternehmen entschied sich für die traditionsreiche New York Stock Exchange als Handelsplatz statt für die rein elektronische Technologiebörse Nasdaq. Um Aktionäre zum Kauf anzuregen, verwies der Kurznachrichtendienst auch darauf, dass Anzeigen auf mobilen Geräten zuletzt bereits 70 Prozent der Werbeeinnahmen ausmachten. <br /><br /></p><p><strong>Twitter will mit Einnahmen aus Anzeigen Verluste wettmachen</strong></p><p>Twitter hofft nun darauf, dass sich mit Anzeigen in seinem Angebot in Zukunft so viel verdienen lässt, dass die Kosten gedeckt und Gewinne eingefahren werden können. Dagegen ist Facebook trotz seines holperigen Börsenstarts bereits profitabel. Der Wert des Unternehmens beläuft sich auf 120 Milliarden Dollar. Im vergangenen Jahr hatte sich der Aktienkurs allerdings aufgrund technischer Pannen zum Handelsstart und wegen Sorgen vor schwachen Werbeeinahmen auf Smartphones zwischenzeitlich halbiert.<br /><br />Im Vergleich zu Facebook mit seinen 1,2 Milliarden Mitgliedern kommt Twitter nur auf 230 Millionen aktive Nutzer, die jeden Tag rund 500 Tweets absetzen. In den ersten neun Monaten dieses Jahres hatte sich der Umsatz von Twitter auf 422 Millionen Dollar verdoppelt.<br /><br /><blockquote class="twitter-tweet"><p>We just priced our IPO. <a href="http://t.co/NWXaO4Myq0">pic.twitter.com/NWXaO4Myq0</a></p>— Twitter (@twitter) <a href="https:twitter.com/twitter/statuses/398235511254298624">November 6, 2013</a></blockquote><br /><script async src="http://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script><em>Mehr zum Thema auf dradio.de:</em><br /><br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="264139" text="Twitter hofft auf eine Milliarde Dollar" alternative_text="Twitter hofft auf eine Milliarde Dollar" /> - Kurznachrichtendienst legt Zahlen vor Börsengang offen<br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="253937" text="Von Hashtags und @-Locators" alternative_text="Von Hashtags und @-Locators" /> - So funktioniert Twitter<br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="253940" text="&quot;Schneller, sehr kompakter Ticker&quot;" alternative_text="&quot;Schneller, sehr kompakter Ticker&quot;" /> - Zur Unternehmenspolitik von Twitter<br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="231071" text="Live-Ermittlungen im sozialen Netzwerk" alternative_text="Live-Ermittlungen im sozialen Netzwerk" /> - Die Autorin Alexandra Tobor über das Phänomen "Tatort"-Twittern<br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="208159" text="Twitter und die Berliner Start-up-Szene" alternative_text="Twitter und die Berliner Start-up-Szene" /> - Berlin zieht die digitale Boheme weiterhin magisch an<br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="208029" text="Zwitschernd zum Erfolg" alternative_text="Zwitschernd zum Erfolg" /> - Politologe: Ranking auf Facebook und Twitter bestimmt Zukunftschancen<br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="39180" text="Zwitschern in der Vorlesung" alternative_text="Zwitschern in der Vorlesung" /> - Professor der Uni Trier nutzt Twitter als Feedback-Kanal<br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="146017" text="&quot;Bedeutungsverschiebung in Richtung der neuen Medien&quot;" alternative_text="&quot;Bedeutungsverschiebung in Richtung der neuen Medien&quot;" /> - Politologe über Twitter und Facebook in Ägypten<br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="42983" text="Urteil per Twitter" alternative_text="Urteil per Twitter" /> - Immer mehr Juristen und Gerichte tummeln sich in sozialen Netzwerken</p>
 

Letzte Änderung: 11.11.2013 23:12 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 00:05 Uhr Lange Nacht

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

TrendsWie sich Blogger als "Tastemaker" positionieren

Berliner Fashion Week 2017 (Deutschlandradio / Laura Naumann)

Modemagazine waren gestern. Die schnelllebige Zukunft gehört den Blogs und deren Machern, den Tastemakern und Influencern. Und jeder will ein Stück vom Kuchen abhaben, weil sich damit unter Umständen auch Geld verdienen lässt, wie Modeexperte Sebastian Schwarz sagt.

TiefseeDer Ozean als Bergwerk

Der Meeresgrund ist voller Rohstoffe. Vor allem die mineralischen Ressourcen sind spannend für uns, denn die sind knapp und wir brauchen sie für Hightechgeräte wie unsere Smartphones. Staaten, Forscher und Unternehmen prüfen schon lange die Möglichkeiten des kommerziellen Tiefseebergbaus.

SimbabweHoffen auf ein Ende der Ära Mugabe

Simbabwes Präsident Robert Mugabe mit seiner Frau Grace beim Parteitag der ZanuPF. (AFP/Jekesai Nijikizam)

Simbabwe ohne Präsident Robert Mugabe? Für viele Menschen ist das kaum vorstellbar, denn der 93-Jährige herrscht seit der Unabhängigkeit 1980 autoritär über das Land, will sogar noch einmal kandidieren. Er und seine Machtclique haben aber das einst florierende Land heruntergewirtschaftet. Auf der Straße formiert sich trotz massiver Repressalien immer lauter Protest.

Schulz und Merkel im WahlkampfNur Ankündigungen sind zu wenig

Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz im Gespräch auf dem EU-Gipfel am 15. Dezember 2016 in Brüssel.  (picture-alliance / Belga / Christophe Licoppe)

Ob SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz die Politik wieder streitbarer mache, bleibe abzuwarten, meint Deutschlandfunk-Chefredakteurin Birgit Wentzien. Noch fehle ihm dafür der Widerpart. Angela Merkel mobilisiere derzeit eher die parteiinternen Gegner als die eigenen Wähler.

Visual Effects bei der Oscar-VerleihungDie perfekte Illusion

Mowgli (gespielt von Neel Sethi) und Bagheera aus dem Film "The Jungle Book" (2015 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved)

Aufwändige Spezialeffekte entführen uns in fantastische Bildwelten. Fünf Filme können sich nun Hoffnungen auf einen Oscar für ihre Effekte machen. Für "Vollbild" kommentieren zwei Experten die nominierten Filme - an einem haben sie sogar selber mitgearbeitet.

Post, Drucker und KopiererLand der Papierverschwender

Der New Yorker Jim Kavanaugh meint: Hey, ihr Deutschen recycelt wie die Weltmeister, aber warum verbraucht ihr immer noch so schrecklich viel Papier?

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

UNO-Gesandter  "Sabotage der Syrien-Friedensgespräche nicht zulassen" | mehr

Kulturnachrichten

Gabriel drängt zu schneller Entscheidung im Fall Yücel  | mehr

Wissensnachrichten

Geld  Alte Ein-Pfund-Münze bald nutzlos | mehr