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Eltern: Tim K. war nicht in einer Therapie

Wertediskussion nach Amoklauf

Blick auf eine Pinnwand  in der Kirche von Winnenden, an die Mitschüler ihre Trauer über den Amoklauf zum Ausdruck bringen. (AP)
Blick auf eine Pinnwand in der Kirche von Winnenden, an die Mitschüler ihre Trauer über den Amoklauf zum Ausdruck bringen. (AP)

Der Amokläufer von Winnenden, Tim K., war nach Angaben seiner Eltern nie in psychotherapeutischer Behandlung. Über ihren Anwalt Bächle erklärten sie im Magazin "Focus" weiter, ihr Sohn habe sich deswegen auch nie in einer Klinik aufgehalten.

Die Behörden hatten dagegen mitgeteilt, der 17-Jährige sei wegen Depressionen in Behandlung gewesen. Zugleich wies der Jurist im Namen seiner Mandanten zurück, dass sich im Keller des Familienhauses ein Schießstand befinde. In den vergangenen Tagen war mehrfach berichtet worden, der junge Mann habe dort regelmäßig geübt.

Unterdessen ist nach dem Amoklauf eine Wertediskussion ausgebrochen. So forderte die Union eine stärkere Ausrichtung der Erziehung an Grundwerten. Die Vermittlung von Werten wie Toleranz, Höflichkeit, Fleiß und Disziplin sei "der Schlüssel für eine nachhaltige Eindämmung von Jugendgewalt", ist in einem Positionspapier der CDU/CSU-Familienpolitiker zu lesen. Darin werden die Eltern daran erinnert, dass sie eine Pflicht zur Erziehung ihrer Kinder haben.

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, warnte vor einem "defizitorientierten" Ansatz in der Kinder- und Jugendhilfe. Hilgers sagte im Deutschlandradio Kultur, auch in gehobenen Gesellschaftsschichten gebe es "durchaus Probleme".

Am Mittwoch hatte Tim K. in seiner früheren Schule und auf der Flucht vor der Polizei 15 Menschen und sich selbst erschossen.



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"Man darf Kinder nicht demütigen"

 

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:32 Uhr

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