Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Ergebnisloses Ringen um den weltweiten Klimavertrag

Klimakonferenz in Durban bringt Klimaschutzfonds voran

Blick auf ein chinesisches Kohlekraftwerk in der Nähe von Peking (picture alliance / dpa - How Hwee Young)
Blick auf ein chinesisches Kohlekraftwerk in der Nähe von Peking (picture alliance / dpa - How Hwee Young)

Endspurt bei der Klima-Konferenz im südafrikanischen Durban: Ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll ist nicht in Sicht. Nur der geplante Klimaschutzfonds konkretisiert sich.

Schon am ersten Tag des Gipfels, der am 28. November begann, wurde klar, wie weit die unterschiedlichen Positionen auseinderliegen. Der Streit um die Verlängerung des Kyoto-Protokolls blockierte den Gipfel. Viele Länder sind nicht zur Verlängerung bereit oder zeigen keine Bereitschaft zum Klimaschutz. Ein weltweites Abkommen steht nicht auf der Tagesordnung, allenfalls ein Fahrplan für dessen Vorbereitung. So berichtet es der Deutschlandfunk aus Durban.

Die EU verfolge auf dem Klimagipfel "die falsche Reihenfolge", kritisiert dabei der klimapolitische Sprecher der Grünen, Hermann Ott. Zunächst müsse man das Kyoto-Protokoll retten, sonst würde es nach 2012 gar keine Verpflichtungen mehr für die Staaten geben.

Klimaschutzfonds soll nötige Strukturen erhalten

Aber der grüne Klimaschutzfonds, mit dem Entwicklungsländer unterstützt werden sollen, könnte in Durban die nötigen Strukturen bekommen. Er soll bis 2020 pro Jahr 100 Milliarden US-Dollar ausschütten, um die Folgen des Klimawandels zu mildern und beim Aufbau einer klimaverträglichen Wirtschaft zu helfen.

Der Klimaschutzfonds spiele eine sehr wichtige Rolle in den Verhandlungen, sagt auch Niklas Höhne, Direktor für Klimapolitik der Firma Ecofys, einer Beratungsfirma für erneuerbare Energien, in DRadio Kultur. Er sieht Möglichkeiten zur finanziellen Ausstattung etwa durch eine internationale Steuer auf Schiffverkehr.

Ein weiteres Thema am Rande des Gipfels: Ein Beschluss auf dem Klimagipfel in Durban könnte dazu führen, dass Industrieländer zukünftig Projekte zur CO2-Speigerung in Entwicklungsländern fördern und so ihre Emissionsbilanz verbessern könnten. "Nicht der richtige Weg", meint Elmar Große Ruse vom NABU. "Wir in Deutschland haben uns gerade davon verabschiedet, zumindest auf absehbare Zeit."

Im südafrikanischen Durban kamen vom 28. November bis 9. November Vertreter von über 190 Staaten zur 17. UNO-Klimakonferenz zusammen. Insbesondere Russland, die USA und China stehen einer Regelung, die eine weitere Reduzierung von Klimagasen vorsieht, skeptisch gegenüber.

Weitere Beiträge zum Thema Klimakonferenz:
DWissen: Unser Klima in 100 Jahren
Aktuelle zum Start der UNO-Klimakonferenz in Durban

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:46 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 07:05 Uhr Presseschau

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 07:00 Uhr Nachrichten

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 06:30 Uhr Hielscher oder Haase

Aus unseren drei Programmen

Eine Familie, drei starke MarkenDeutschlandradio-Programme ab 1. Mai mit neuen Namen

Dr. Willi Steul, Intendant von Deutschlandradio (© Deutschlandradio/B. Fürst-Fastré )

Deutschland funkt unter neuen Namen: Mit einer neuen Markenführung soll Hörern und Nutzern der drei nationalen Hörfunkprogramme zukünftig die Zuordnung und Orientierung erleichtert werden. Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova werden ab Mai die gemeinsame Marke auf allen Ausspielwegen vertreten. Im Zuge der neuen Namensgebung wurde auch der optische Auftritt angepasst.

Ausländische PflegekräfteWie gut sind Vermittlungsagenturen?

Pflegerin hält die Hand einer Seniorin. (imago / allOver-MEV)

Um eine ausländische Pflegekraft für einen Angehörigen zu finden, greifen Angehörige oft auf Vermittlungsagenturen zurück. Doch wer glaubt, damit einen verlässlichen und kompetenten Ansprechpartner an seiner Seite zu haben, der sollte vor der Unterzeichnung des Vermittlungsvertrages einiges beachten.

100. Geburtstag von I.M.Pei Der große Architekt der Kontraste

Der Louvre in Paris mit der von dem Architekten I.M.Pei konzipierten Glaspyramide. (Undatierte Aufnahme). Foto: Didier Saulnier/Maxppp (dpa / picture alliance / Maxppp Didier Saulnier)

In vielen Bauten des chinesisch-amerikanischen Architekten I.M. Pei - wie etwa der Eingangspyramide des Pariser Louvre - stecke etwas "Verzaubertes", sagt Architekturkritiker Nikolaus Bernau. Pei stehe für eine im 20. Jahrhundert seltene Kunst. Nun wird er 100 Jahre alt.

Netanjahus Absage"Mehr ein Zeichen der Schwäche als der Stärke"

Der frühere Botschafter Israels in Deutschland, Shimon Stein. (imago/Thiel)

Der frühere israelische Botschafter in Deutschland, Shimon Stein, warnt davor, das abgesagte Treffen von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) überzubewerten. Netanjahus Gründe seien innenpolitisch motiviert, sagte Stein im DLF. Die Besatzungspolitik spalte die israelische Gesellschaft - Netanjahus Absage beweise das.

EuGH vs. BVerfG?Auf ein gutes Zusammenspiel der höchsten Gerichte

©PHOTOPQR/L'EST REPUBLICAIN ; INSTITUTION - COUR DE JUSTICE DE L'UNION EUROPEENNE - CJUE - CURIA - COURT OF JUSTICE OF THE EUROPEAN UNION - LOI - LOIS - LEGISLATION EUROPEENNE. Luxembourg 24 novembre 2016. La Cour de justice de l'Union européenne et les drapeaux de tous les pays membres de l'Union Européenne. PHOTO Alexandre MARCHI. 161212 Since the establishment of the Court of Justice of the European Union in 1952, its mission has been to ensure that "the law is observed" "in the interpretation and application" of the Treaties. | (picture alliance / dpa / Alexandre Marchi)

Der Europäische Gerichtshof stellt den Jahresbericht 2016 vor: Arbeitsreiche zwölf Monate, in denen über 1600 Rechtssachen erledigt wurden. Zu viele, finden Kritiker, die einen Bedeutungsverlust des nationalen Rechts fürchten. Alles halb so wild, meint der Jurist Lars S. Otto.

AUSBILDUNG DER ZUKUNFT Skills, Skills, Skills

Vielleicht seid ihr Banker oder Anwältin, vielleicht seid ihr auch Lehrer oder Grafikdesignerin oder vielleicht seid ihr auch Kfz-Mechanikerin oder Schreiner. Die Frage ist, ob das alles Berufe sind, die es so in der Zukunft noch geben wird - vor allem was die Ausbildung angeht. Ein paar kanadische Forscher glauben, dass sich das ändern wird.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Freihandel  USA bleiben Teil von Nafta | mehr

Kulturnachrichten

Kulturpreise für gelungene Integration  | mehr

 

| mehr