Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Erklärwerk: Facebook

Von Martin Krinner

Die Logos der Facebook-App und Aktien-App (picture alliance / dpa / Jan-Philipp Strobel)
Die Logos der Facebook-App und Aktien-App (picture alliance / dpa / Jan-Philipp Strobel)

Die Nachfrage nach den Facebook-Aktien ist enorm. Aber während die einen sich einen Riesenerfolg von dem Börsengang erhoffen, fürchten andere einen Riesenflop. Fest steht: Mit dem Gang an die Börse wird sich für das Unternehmen einiges ändern.

Facebook

Wenn Facebook ein Land wäre, dann wäre es die drittgrößte Nation der Erde. Über 900 Millionen Menschen haben sich registriert. Dabei hatte Mark Zuckerberg das Netzwerk ursprünglich nur für seine Mitstudenten in Harvard entwickelt. Schritt für Schritt wurde das Angebot dann ausgeweitet, zuerst auf andere Unis und schließlich auf den Rest der Internetgemeinde. Zwischen 2005 und 2010 hat sich so die Zahl der Nutzer jedes Jahr ungefähr verdoppelt. Dieses rasante Wachstum hat inzwischen zwar nachgelassen, die Tendenz ist aber nach wie vor steigend.

Facebooks Erfolgsmodell: Es ist kostenlos. Dafür erhält Facebook allerdings die wertvollen Daten seiner Nutzer. Riesige Computeranlagen werten permanent die Vorlieben der Mitglieder aus. Die bekommen dann maßgeschneiderte Werbung angezeigt. Mit diesem Mechanismus verdient Facebook sein Geld.

Was verändert sich für das Unternehmen durch den Börsengang?

Benjamin Hammer aus der Deuschlandfunk Wirtschaftsredaktion: "Bisher war Facebook eine kleine Gruppe von Gründern und Investoren. Jetzt wird es auf einmal eine riesige Gruppe von Anteilseignern und die wollen Transparenz, die wollen Unternehmensdaten sehen. Und diese Pflicht für Facebook, die kann auch manchmal ein bisschen lästig werden. Die neuen Anteilseigner wollen auch Steigerungen bei Umsatz und Gewinn sehen. Und das könnte Facebook zum Beispiel damit erreichen, dass man neue Unternehmen kauft. Dafür braucht man Geld und das kriegen sie jetzt durch den Börsengang. Und die Gründer von Facebook, die können sich so richtig freuen, denn die haben ja schon Anteile an Facebook. Jetzt können sie die Anteile verkaufen und sind mit einem Schlag Milliardäre."

100 Milliarden Dollar

Es wird erwartet, dass der Gesamtwert von Facebook nach dem Börsengang über 100 Milliarden US-Dollar liegen wird - eventuell sogar deutlich darüber. Das ist rekordverdächtig! Zum Vergleich: Der Internet-Gigant Google war beim Börsengang 23 Milliarden Dollar wert. Und die Lufthansa – mit all ihren Flugzeugen – bringt es derzeit gerade mal auf rund fünf Milliarden.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:52 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 08:35 Uhr Börse

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 06:05 Uhr Studio 9

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 07:00 Uhr Early Bird

Aus unseren drei Programmen

Samenspende vom gefallenen SohnEltern kämpfen für ihr Recht auf ein Enkelkind

Irit und Asher Shahar an Omris Grab (Igal Avidan)

Seit der Staatsgründung 1948 starben in Israel über 23.000 Soldaten. Deren Eltern nennt man dort "verwaist". Zwei dieser Hinterbliebenen kämpfen um ein Enkelkind von ihrem während des Militärdienstes gefallenen Sohnes.

Wunschlisten vor SondierungsgesprächenDie finanzielle Spielraum ist enger als gedacht

Zahlreiche verschiedene Geldscheine. (dpa/picture-alliance/Daniel Reinhardt)

Wenn jetzt über die Bildung einer Regierungskoalition verhandelt wird, dann geht es auch darum, welche Steuern vielleicht gesenkt werden oder wo Ausgaben erhöht werden können. Wenn alle Ideen umgesetzt würden, könnten die Kosten bei bis zu 180 Milliarden Euro liegen - so viel Geld gibt es aber nicht.

Literaturscouts in New YorkAuf der Suche nach dem nächsten Bestseller

Buchladen in Williamsburg, Brooklyn, New York (imago/UIG)

Was sich in den USA verkauft, funktioniert meist auf der ganzen Welt. Also schicken Verlage Literaturscouts besonders nach New York, dem Mekka der nordamerikanischen und internationalen Literatur. Die Scouts haben feine Spürnasen und sind vor allem eines: schnell.

EU-Türkei-Beziehungen"Es gibt nichts Wichtigeres, als die Gesprächskanäle offenzuhalten"

CDU-Politiker und MdB Detlef Seif spricht im Bundestag am Mikrofon (dpa/picture alliance/Michael Kappeler)

Der CDU-Europapolitiker Detlef Seif begrüßt die Kürzung von Zahlungen an die Türkei durch die EU. Gleichzeitig warnt er davor, die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei komplett abzubrechen. Man müsse im Dialog bleiben.

Skulptur "Domestikator" vom Atelier van LieshoutEin Kunstwerk sorgt für Empörung

Die Skulptur "Domestikator" des Künstlers Joep van Lieshout (imago / Emeric Fohlen)

Eigentlich sollte die Skulptur "Domestikator" während der Pariser Kunstmesse FIAC vor dem Louvre zu sehen sein. Das Museum verbot dies. Die Holzplastik sei eine "brutale Vision", hieß es von Seiten des Museums. Ein Skandal?

PsychologieWie Du bestimmst, was Du träumst

Eine junge Frau schläft (imago/stock&people/Westend61)

Australische Psychologen haben herausgefunden, was man tun kann, um die Chancen für sogenannte Klarträume zu erhöhen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Sondierung  Caspary(CDU): "Testen, ob man Jamaika hinbekommt" | mehr

Kulturnachrichten

Berliner East Side Gallery braucht Bildungsprogramm  | mehr

 

| mehr