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Erneutes Erdbeben vor der Nordostküste Japans

Strahlenwerte in Fukushima nach unten korrigiert

Wieder schweres Erdbeben vor Japan (picture alliance / dpa)
Wieder schweres Erdbeben vor Japan (picture alliance / dpa)

Erdstöße der Stärke 6,5 haben am Morgen zum wiederholten Mal den Norden Japans erschüttert. Unterdessen hat der Betreiber der Unglücksreaktoren in Fukushima eigene Meldungen über millionenfach erhöhte Strahlenwerte nach unten korrigiert. Die Belastung sei zwar Besorgnis erregend, aber nicht so hoch wie zunächst angenommen.

Die Nordostküste Japans ist erneut von Erdstößen der Stärke 6,5 erschüttert worden. Das teilten die japanische Wetterbehörde und die US-Erdbebenwarte mit. Eine von den Behörden zunächst ausgegebene Tsunamiwarnung für die Präfektur Miyagi wurde später wieder aufgehoben. Am Unglücksreaktor in Fukushima entstanden nach Angaben des Betreibers keine neuen Schäden. Er befindet sich rund 160 Kilometer vom Zentrum des Bebens entfernt.

In Fukushima wird ein Arbeiter auf dem Weg zu einem speziellen Dekontaminationswagen abgeschirmt. (picture alliance / dpa)In Fukushima wird ein Arbeiter auf dem Weg zu einem speziellen Dekontaminationswagen abgeschirmt. (picture alliance / dpa)

Verwirrung um Strahlenwerte in Fukushima

Unterdessen hat der Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima die eigenen Angaben über die radioaktive Belastung des Wassers in einem der Turbinengebäude nach unten korrigiert. Tepco hatte zuvor gemeldet, aus Reaktor 2 sei Flüssigkeit mit einer zehnmillionen-fach erhöhten Radioaktivität ausgetreten. Nun heißt es, das Wasser sei zwar radioaktiv verseucht - der angegebene Messwert einer millionenfach erhöhten Strahlung sei aber falsch. Tatsächlich sei die Strahlenbelastung 100.000 Mal höher als normal.

Arbeiter wollen verseuchtes Wasser abpumpen

Experten wollen unterdessen versuchen, aus vier der sechs Reaktorblöcken in Fukushima das radioktiv belastete Wasser abzupumpen. Wegen der Meldungen über erhöhten Strahlenwerte waren die Arbeiten aber unterbrochen und die Anlage evakuiert worden. Bereits am Donnerstag waren drei Arbeiter verstrahlt worden, nachdem sie mit verseuchtem Wasser in Berührung gekommen waren.

EU beschließt Stresstest für Kernkraftwerke

Als Reaktion auf die Atom-Katastrophe in Japan will die EU alle 143 Atomkraftwerke auf ihrem Gebiet einem einheitlichen Stresstest unterziehen. Das beschlossen die Staats- und Regierungschefs auf ihrem letzten Gipfel in Brüssel. Laut Abschlusserklärung sind die Tests für die zweite Hälfte dieses Jahres vorgesehen.

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Was ist eigentlich - ein Sievert? - <br> Radioaktivität und die Wirkung auf den Organismus

Wie funktionieren Notstromaggregate im Kernkraftwerk? - <br> Fakten zur Stromquelle für Atomkraftwerkkühlung

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:41 Uhr

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