Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Erste freie Wahlen seit 40 Jahren

Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im Kongo

Eine Frau in der kongolesischen Stadt Bunia gibt ihren Wahlzettel ab. (AP)
Eine Frau in der kongolesischen Stadt Bunia gibt ihren Wahlzettel ab. (AP)

In der Demokratischen Republik Kongo werden die ersten freien Präsidentschafts- und Parlamentswahlen seit mehr als 40 Jahren abgehalten. Mehr als 25 Millionen Bürger sind zur Abstimmung aufgerufen. Für das Präsidentenamt bewerben sich 33 Politiker, darunter Amtsinhaber Joseph Kabila. Er und Vizepräsident Jean-Pierre Bemba gelten als Favoriten.

"Dies ist der wichtigste Tag in der Geschichte unseres Landes", sagte Kabila bei der Stimmabgabe in der Hauptstadt Kinshasa. Jetzt sei es wichtig, dass der Wiederaufbau des Landes beginne, fügte er hinzu. Die Infrastruktur des drittgrößten afrikanischen Landes wurde durch einen Bürgerkrieg, der 1998 bis 2003 fast vier Millionen Tote forderte, stark zerstört. Vor dem Bürgerkrieg wurde Kongo fast drei Jahrzehnte von dem Diktator Mobutu beherrscht. Viele Kongolesen verbinden mit den Wahlen die Hoffnung auf Frieden und Wiederaufbau des Landes.

Neben den Präsidentschaftskandidaten streben fast 10.000 Menschen einen der rund 500 Sitze im Parlament von Kinshasa an. Das Ergebnis soll in drei Wochen bekannt gegeben werden. Die Wahlen werden neben der Polizei von mehr als 16.000 UNO-Soldaten sowie einer 2000 Mann starken europäischen Truppe mit deutscher Beteiligung abgesichert. Für die UNO ist es die bislang größte Mission zur Absicherung von Wahlen. In den vergangenen Tagen war es bei Kundgebungen wiederholt zu Ausschreitungen gekommen. Derzeit wird die Lage als relativ ruhig beschrieben.



Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

UNO ruft zu Wahlbeteiligung auf

 

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:18 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 04:05 Uhr Radionacht Information

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Konflikte um Jerusalem"Religion ist potenziell gefährlich"

Peter Schäfer, Direktor des Jüdischen Museums in Berlin (Deutschlandradio / M. Hucht)

Juden, Christen und Muslime erheben Anspruch auf Jerusalem. Das führt oft zu Gewalt. Peter Schäfer, Direktor des Jüdischen Museums Berlin, plädiert für eine Unterordnung der Religion. Religionsführer müssten "das Primat der demokratischen Rechtsordnung anerkennen", sagte Schäfer im Dlf.

Europäisches Handgepäck (6/7)Zerbrechliche Bilder aus Paris

Ausstellung im Albert-Kahn-Museum in Paris (FRANCOIS GUILLOT / AFP)

Anfang des 20. Jahrhunderts war der Bankier Albert Kahn einer der reichsten Männer Frankreichs - ein Kosmopolit und ein fanatischer Pionier der gerade entstehenden Farbfotografie. Er schickte Dutzende von Fotografen in alle Regionen der Welt, um die Vielfalt der menschlichen Kulturen zu dokumentieren.

Radikaler AvantgardistDieter Schnebel im Alter von 88 Jahren gestorben

Der Komponist Dieter Schnebel (imago / Stefan M Prager)

Er war Theologe und Musikwissenschaftler: Dieter Schnebel. Bekannt aber wurde Schnebel vor allem für seine Kompositionen und seine Lehre auf dem Feld der experimentellen Musik. Schnebel starb am Pfingstsonntag im Alter von 88 Jahren.

"Frankenstein" an der Staatsoper HamburgJenseits von Gruselromantik

Die Oper "Frankenstein" auf der Bühne im Theater auf Kampnagel. (dpa / Christian Charisius)

Mary Shelleys "Frankenstein" ist ein politisches Statement, eine Zukunftsvision, eine Schauergeschichte und ein Roadmovie. Auf Kampnagel hatte nun eine beeindruckende Opern-Adaption der Hamburger Staatsoper Premiere.

Prinzeninseln vor IstanbulZwischen Naturschutz, Tradition und Luxus-Tourismus

Zwei Pferde ziehen eine Kutsche mit Touristen einen von Bäumen gesäumten Weg entlang. (imago / Westend61)

Eine einstündige Schifffahrt entfernt von Istanbuls wuseligen Gassen, Shoppingcentern und immer neuen Baustellen liegen die neun Prinzeninseln. Dort gibt es jede Menge Natur, kleine Promenaden und prachtvolle Villen: ein Rückzugsort für reiche Großstädter und stadtmüde Touristen.

1978: Argentiniens Triumph und TrauerWM-Finale unweit des Folterzentrums

Der argentinische Junta-Chef, General Jorge Videla (2.v.r.), freut sich. Er überreicht bei der Siegerehrung am 25.06.1978 im River Plate-Stadion in Buenos Aires den WM-Pokal an Argentiniens Kapitän Daniel Passarella (r), der von seinem Teamgefährten Americo Gallego (Nr. 6) flankiert wird.  (dpa / picture-alliance)

Am 25. Juni 1978 gewann Argentinien die Fußball-WM im eigenen Land. Doch während die einen feierten, wurden andere unweit der Fußballstadien gefoltert. 30.000 Menschen fielen der Diktatur zum Opfer. Bis heute suchen Menschen nach ihren Angehörigen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Regierungsbildung  Der Neue in Italien | mehr

Kulturnachrichten

"LOVE": US-Künstler Robert Indiana gestorben | mehr

 

| mehr