Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Erstmals Regie-Oscar an eine Frau

Kathryn Bigelow erhält Auszeichnung für ihr Kriegsdrama "The Hurt Locker"

Regisseurin Kathryn Bigelow erhält den Oscar (AP)
Regisseurin Kathryn Bigelow erhält den Oscar (AP)

Der Film <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="169419" text="&quot;Tödliches Kommando - The Hurt Locker&quot;" alternative_text="&quot;Tödliches Kommando - The Hurt Locker&quot;" /> von Kathryn Bigelow ist als bester Film mit einem Oscar ausgezeichnet worden. Kathryn Bigelow erhielt außerdem den Preis für die beste Regie. Es ist das erste Mal, dass eine Frau die Auszeichnung in dieser Kategorie erhält.

Bei der 82. Oscar-Verleihung in Los Angeles gewannen außerdem Sandra Bullock für ihre Rolle in "The Blind Side" als beste Hauptdarstellerin und Jeff Bridges in "Crazy Heart" als bester Hauptdarsteller.

Insgesamt bekam "The Hurt Locker" sechs Oscars, der stärkste Konkurrent "Avatar"drei. Beide US-Produktionen waren insgesamt neun Mal nominiert.

Oscar für Christoph Waltz


Als besten Nebendarsteller zeichnete die US-Filmakademie den 53-jährigen Österreicher Christoph Waltz aus, der in der Satire "Inglourious Basterds" einen SS-Offizier darstellte. Den Oscar für die beste Nebendarstellerin erhielt die US-Schauspielerin Mo'Nique, die im Sozialdrama "Precious" eine gewalttätige Mutter spielt.

Die deutschen Hoffnungen auf einen Oscar wurden enttäuscht: "Das weiße Band" von Michael Haneke ging leer aus. Der Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film ging an die argentinische Produktion "El Secreto de Sus Ojos".

"Wir sind so wahnsinnig stolz auf unseren Film und wir finden diesen Film so gut, dass uns niemand enttäuschen kann", sagt der Produzent des Films "Das weiße Band", Stephan Arndt in Deutschlandradio Kultur.

Hintergrund - Hoffen auf den Oscar: Die Filmwirtschaft in Deutschland (DLF)

Doppelt so viele Nominierungen für den "besten Film"

Am Rennen um die vergoldete Statuette nehmen dieses Jahr mehr Filme als bislang teil. Für den besonders begehrten Preis als bester Film des Jahres wurden gleich zehn Streifen nominiert - und damit doppelt so viele wie sonst. Die zuständige Akademie erhofft sich, durch die schärfere Konkurrenz um den Hauptpreis mehr Zuschauer vor die Fernsehgeräte zu locken. Die Einschaltquoten für die Gala sind nämlich seit zehn Jahren rückläufig.

Damit einher geht ein neues Verfahren zur Ermittlung des Siegerfilms. Die knapp 6000 stimmberechtigten Wähler der US-Filmakademie kreuzen nicht mehr lediglich ihren Favoriten an, sie vergeben zusätzlich Zweit-, Dritt- und Viertpräferenzen. Ausgezählt wird in mehreren Runden, in denen jeweils der Film mit den wenigsten Stimmen ausscheidet. Sieger wird der Film, der zuerst 50 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereint.

Service:

Informationen zu weiteren Nominierungen gibt es auf der offiziellen Homepage zur Oscar-Verleihung.



Mehr bei deutschlandradio.de
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:35 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 08:50 Uhr Presseschau

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 08:50 Uhr Buchkritik

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Griechenland-Hilfen"Die Wahrheit kommt nur scheibchenweise ans Licht"

Der CDU-Abgeordnete Klaus-Peter Willsch. (imago/Sven Simon)

Der CDU-Finanzpolitiker Klaus-Peter Willsch hält es weiterhin für sinnvoll, dass Griechenland geordnet aus der Euro-Zone austritt. Er sagte im DLF, es sei kaum überraschend, dass nun einen Schuldenschnitt gesprochen werde. Auch rechne er mit wachsendem Widerstand in der Unionsfraktion gegen weitere Hilfsprogramme für Athen.

NationalismusEU-Kritik ist die Angst vor einer fehlenden Identität

Die Flagge Großbritanniens und die der Europäischen Union (Facundo Arrizabalaga, dpa picture-alliance)

War vor der Europäischen Union wirklich alles besser? Wir haben keine wirkliche Idee mehr, was unsere Nationen eigentlich sind, meint Klaus Weinert. Die Angst vor Fremden ist nichts anders als die eigene Verunsicherung, die Suche nach Identität durch Rückzug in die eigenen vier Wände.

Astrid-Lindgren-Preis für Meg RosoffJugendbücher gegen den Mainstream

Meg Rosoff (Jonas Ekstromer/dpa)

Meg Rosoffs Jugendbücher sind nicht unumstritten. Ihre Protagonisten stellen Leser so sehr auf die Probe, dass sie beispielsweise von einem Kinderbuch-Festival in Bath wieder ausgeladen wurde. Heute erhält sie den Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis, den am höchsten dotierten Kinderbuchpreis der Welt.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Milchgipfel  Agrarminister Schmidt sichert Bauern Hilfe zu | mehr

Kulturnachrichten

"Rockavaria": Räumung wegen drohenden Unwetters  | mehr

Wissensnachrichten

Hybride  Pizzlys verdrängen Eisbären | mehr