Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Ethikrat fordert Lockerung des Stammzellgesetzes

Eine Biologin in Großbritannien zeigt einen Behälter mit Stammzellen. (AP)
Eine Biologin in Großbritannien zeigt einen Behälter mit Stammzellen. (AP)

Der Nationale Ethikrat hat sich mit knapper Mehrheit für eine Änderung des Stammzellgesetzes ausgesprochen. Die Rahmenbedingungen müssten geändert werden, damit die deutsche Forschung im internationalen Wettbewerb bestehen könne, sagte Ratsmitglied Horst Dreier in Berlin bei der Vorstellung der jährlichen Stellungnahme der Kommission.

Er verwies darauf, dass die weltweite Stammzellforschung in den vergangenen Jahren wichtige neue Erkenntnisse hervorgebracht habe. Dies gelte vor allem für die Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen.

Nach der Empfehlung des Ethikrates soll die Stichtagsregelung durch eine Einzelfallprüfung für den Import embryonaler Stammzellen ersetzt werden. Dafür sprachen sich 14 der 24 Ratsmitglieder in Berlin aus. (MP3-Audio)

Bislang dürfen embryonale Stammzellen aus dem Ausland nur importiert und verwendet werden, die im Herkunftsland vor dem 1. Januar 2002 gewonnen wurden. Experten kritisieren, dass diese älteren Zellen nur noch eingeschränkt nutzbar seien. Neun Mitglieder des Ethikrates wiesen die Vorschläge der Mehrheit zurück. Sie befürchten, die geforderten Lockerungen würden das ethisch-moralische Fundament des 2002 verabschiedeten Stammzellengesetzes aushöhlen. Ein Mitglied gab ein Einzelvotum ab.

Forschung Aktuell - Spannungsvolles Schlusswort <br>Nationaler Ethikrat nimmt Stellung zu Änderungen beim Embryonenschutzgesetz

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:24 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 05:05 Uhr Informationen am Morgen

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 08:20 Uhr Neue Krimis

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 06:30 Uhr Hielscher oder Haase

Aus unseren drei Programmen

MogelpackungenGroße Packung, wenig Inhalt

Blick auf ein Supermarktregal. (imago / Waldmüller)

Ob Parfüm, Pralinen oder Cappuccino-Pulver: In vielen Produktverpackungen ist oft weniger drin, als es auf den ersten Blick scheint. Von aufwendig gestalteten Verpackungen sollten sich Käufer also nicht blenden lassen. Aber das ist nur eine Möglichkeit, Mogelpackungen zu erkennen.

Fotoausstellung in Frankfurt am MainPostmoderne Blicke auf die Realität

"Fotografien werden Bilder - Die Becher-Klasse" im Kunstmuseum Städel  (picture alliance/dpa/Foto: Arne Dedert)

Ob Andreas Gursky, Candida Höfer oder Thomas Ruff - sie alle waren Schüler von Bernd und Hilla Becher und eroberten mit ihren zumeist großformatigen Fotografien die Kunstszene. Unter dem Titel "Fotografien werden Bilder" zeigt das Städel-Museum in Frankfurt am Main nun 200 Werke.

GAFFER-PROZESSKein Respekt vor Rettungskräften

Der Feuerwehrmann Jörg Nießen hat Verständnis dafür, dass Menschen neugierig sind. Aber wenn Gewalt ins Spiel kommt, würden definitiv Grenzen überschritten.

Erdogans Referendum"In diesem Lande werden Menschenrechte mit Füßen getreten"

Die HDP-Abgeordnete Feleknas Uca (im Jahr 2015) (imago/ZUMA Press)

Die Türkei sei kein Rechtsstaat, sagte die Abgeordnete der kurdischen HDP, Feleknas Uca, im DLF. Weil sie auf Pressekonferenzen ihre Meinung gesagt habe, sei ihre Immunität aufgehoben worden. Dabei hätten 48 Prozent der Bevölkerung gegen das Referendum gestimmt. Uca hofft auf ein gemeinsames Vorgehen der oppositionellen Kräfte.

Renaissance des "Und was ist mit…?"Perfider Trick aus der Mottenkiste der Rhetorik

US-Präsident Donald Trump auf dem Weg ins Weiße Haus.  (picture alliance / Ron Sachs/Consolidated News Photos/Ron Sachs - Pool via CNP)

Donald Trump beherrscht ihn perfekt und auch viele Diskutanten in den sozialen Medien: Mit "Und was ist mit…?" kann man jede Debatte torpedieren und als Sieger hervorgehen. Doch die Strategie lässt sich auch entlarven.

Schlafstörungen"Ein Wunder, dass man überhaupt noch schlafen kann"

Eine Frau liegt in einem Bett und schläft. Sie liegt dabei auf dem Bauch und streckt einen Arm zur Seite aus. (imago stock&people)

80 Prozent der Arbeitnehmer schlafen schlecht, so eine neue Krankenkassen-Studie. Er gehe zwar von einer niedrigeren Zahl aus, sagt Schlafforscher Peter Clarenbach. Dass aber vor allem Arbeiter und Angestellte betroffen seien, liege an Entwicklungen in der Arbeitswelt.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Nordkorea  Trump hält militärische Eskalation für möglich | mehr

Kulturnachrichten

Neues Museum zieht zehntausende Besucher an  | mehr

 

| mehr