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EU lockert Flugverbot

Lufthansa und Air Berlin holen Urlauber zurück

Lufthansa-Flugzeuge in München (AP)
Lufthansa-Flugzeuge in München (AP)

Das Flugverbot wegen der Aschewolke über der Europäischen Union wird gelockert. Die EU-Verkehrsminister verständigten sich in einer Videokonferenz darauf, dass der Luftraum nur noch dort gesperrt bleibt, wo eine gewisse Aschekonzentration überschritten ist. In einigen Zonen sollen die Mitgliedsstaaten selbst über eine Flugerlaubnis entscheiden, in anderen wird das Verbot gänzlich aufgehoben.

Wie EU-Verkehrskommissar Kallas in Brüssel mitteilte, soll die europäische Flugsicherheitsbehörde "Eurocontrol" bis Dienstag früh acht Uhr über die Einteilung der Zonen entscheiden.

In Deutschland gab es bereits am Montagabend wieder vereinzelte Flüge. Das Luftfahrt-Bundesamt erteilte der Lufthansa und mehreren anderen Airlines Ausnahmegenehmigungen, um Urlauber zurückzuholen. Dabei blieben die Maschinen per Sichtflug unterhalb jener Höhe, in der sich die Vulkanasche befindet. Die Piloten-Vereinigung "Cockpit" kritisierte die Sondergenehmigungen als unverantwortlich.

In Berlin kam eine Arbeitsgruppe von Bundesregierung und Vertretern der Industrie zusammen, um die wirtschaftlichen Folgen der Flugverbote zu erörtern. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle appellierte an die Länder, das Nachflugverbot zu lockern, um die Rückstände in den Flugplänen aufzuholen.

Fluggesellschaften befürchten Millioneneinbußen

Bei den Fluggesellschaften wächst angesichts von Millioneneinbußen die Kritik, weil die Sperrung des Luftraums lediglich aufgrund von Computersimulationen erfolgt sei. Experten des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums wollen bei einem Messflug die genaue Konzentration der Vulkan-Asche feststellen.

Im Deutschlandfunk bekräftigte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer noch einmal, dass für ihn die Sicherheit an erster Stelle stelle. Interview mit Peter Ramsauer (MP3-Audio)

Ein Forscherteam vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt fliegt heute so nah wie möglich an die Vulkanwolke über Deutschland heran. Ein riskantes Unterfangen - Grenzwerte gibt es noch nicht.
Messflug soll Gefährlichkeit der Aschewolke prüfen (DLF)

Der belgische Verkehrspolitiker Mathieu Grosch hält das Flugverbot zum jetzigen Zeitpunkt für gerechtfertigt. Gleichzeitig forderte er die Einrichtung einer zentralen europäischen Flugsicherung.
"Prinzip der Vorsicht das Wichtigste": EU-Politiker unterstützt Flugverbot (DLF)

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:35 Uhr

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