Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

EU plädiert für neue Atom-Gespräche mit dem Iran

Catherine Ashton reagiert auf Bitte der Regierung in Teheran

Catherine Ashton (picture alliance / dpa)
Catherine Ashton (picture alliance / dpa)

Nach mehr als einem Jahr Stillstand der internationalen Verhandlungen hat die EU die Wiederaufnahme der Gespräche mit dem Regime in Teheran angeregt. Die Außenbeauftragte Ashton erklärte, sie habe im Namen Deutschlands und der ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates ein Angebot unterbreitet.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton reagierte mit ihrer Initiative auf ein Schreiben des iranischen Chefunterhändlers Said Dschalili von Mitte Februar. Dieser hatte die Bereitschaft Teherans zur Wiederaufnahme der Verhandlungen bekundet. Darauf habe sie nun geantwortet, sagte Ashton. Zeit und Ort der neuen Gespräche sollten "so rasch wie möglich" festgelegt werden. Die letzte Verhandlungsrunde war im Januar 2011 gescheitert.

Ashton fordert vertrauensbildende Maßnahmen

Ashton verlangte einen konstruktiven Dialog "auf der Basis von Gegenseitigkeit". Ziel sei eine Lösung aller Probleme auf Grundlage der UNO-Resolutionen und der Entschließungen der Atomenergieorganisation IAEA.

Auch Außenminister Guido Westerwelle äußerte die Erwartung, dass die iranische Regierung kooperiere. "Deutschland ist zu einem ernsthaften und substanziellen Dialog mit Iran über sein Nuklearprogramm bereit", sagte der FDP-Politiker. Das Land habe es nun selbst in der Hand, dass die Sanktionen aufgehoben werden.

Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Teheran bestreitet das und versichert, das Nuklearprogramm diene ausschließlich friedlichen Zwecken. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu hatte jüngst bei seinem Besuch in den USA Israels Recht auf Selbstverteidigung gegen den Iran unterstrichen.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:48 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 22:05 Uhr Spielraum

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 22:00 Uhr Einstand

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Ermittlungen der UNUkraine verweigert Antifolterkomitee den Zutritt

Ein Keller in Dscherhinsk - hier wurden Zivilisten und Angehörige der ukrainsichen Armee bzw. Freiwilligen-Bataillone festgehalten und gefoltert. (Von der Hilfsorganisationen "Recht auf Frieden im Donbass" zur Verfügung gestellt)

Die Menschenrechtsverletzungen im Kriegsgebiet in der Ostukraine halten an. Die Verbrechen sollen geahndet werden, die Dokumente stapeln sich in Den Haag und Straßburg. Die Ukraine will die Strafverfolgung - doch von Kontrollen auf ihrem Territorium hält sie offenbar nicht viel.

Bastei Lübbe für höhere Buchpreise"Für Kunden ist der Preis zweitrangig"

Buchhandlung (picture alliance / dpa / Foto: Ralf Hirschberger)

Bücher müssen teurer werden: Das fordert Klaus Kluge, Vorstand im Verlag Bastei Lübbe. Dabei gehe es vor allem um das Einkommen von Autoren und die Existenz von Buchläden. Für Käufer sei der Preis nicht entscheidend, sagt er.

KatholikentagAls Mann und Frau und … schuf er sie

Hochzeitstorte mit zwei Frauenfiguren (AFP / Gabriel Bouys)

Gender ist gerade für konservative Christen ein Reizwort, denn sie sehen dadurch Gottes Schöpfungsplan in Frage gestellt. Doch die Veränderungen der Geschlechterbilder machen nicht vor den Toren der Kirche Halt. Zwei große Podien widmen sich auf dem Katholikentag in Leipzig dem Thema Gender und lassen kontroverse Diskussionen erwarten.

FrankreichWie sicher sind die französischen Atomkraftwerke?

Das Atomkraftwerk in Fessenheim in Frankreich (dpa / picture-alliance / Patrick Seeger)

Die französische Atomaufsicht hat ihren Jahresbericht vorgelegt - und den Kraftwerken im Land insgesamt gute Noten ausgestellt. Doch Behördenchef Chevet gab auch zu, dass seine Behörde bei der Aufgabe, die französischen Kernkraftanlagen zu überwachen, zunehmend überlastet sei.

100 Jahre Schlacht von VerdunDas deutsch-französische Verhältnis ist gestörter denn je

Frankreichs Präsident Francois Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel - voneinander abgewandt (imago / Belga)

In der Energie- und Umweltpolitik: nur Gegensätze und Konflikte. Aber auch in der Außenpolitik sucht man vergeblich nach Gemeinsamkeiten. Deutschland und Frankreich sind weit auseinander gerückt, meint der Historiker Klaus Manfrass.

Präsidentschaftskandidat TrumpTweets statt Sicherheitspolitik

Donald Trump bei einer Rede nach den Vorwahlen in Indiana. (picture alliance / dpa / Justin Lane)

Donald Trump hat es geschafft: Nach aktuellen Zählungen wird er der Präsidentschaftskandidat der Republikaner. Am Rande des G7-Gipfels zeigte sich Präsident Barack Obama besorgt. Er sei mehr an Schlagzeilen und Tweets interessiert, statt an Amerikas Sicherheit zu denken.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Internet  De Maiziere fordert Debatte über Hasskommentare | mehr

Kulturnachrichten

Parlamentarischer Untersuchungsbericht zur Staatsoper Unter den Linden erwartet  | mehr

Wissensnachrichten

Hate-Speech  Studie: Hälfte aller frauenfeindlichen Tweets von Frauen | mehr