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EU-Prädikat: Sauber

Wasserqualität in deutschen Badeseen verbessert

So macht Baden Spaß (picture alliance / dpa / Christiane Eisler)
So macht Baden Spaß (picture alliance / dpa / Christiane Eisler)

Die EU-Länder haben es schriftlich: Ihre Badegewässer haben zu einem Großteil eine hervorragende Qualität. Im jährlichen Report der Europäischen Umweltagentur schneidet auch Deutschland nicht schlecht ab.

Schwimmbegeisterte müssen sich nicht sorgen: Europas Badegewässer sind sauber. Mehr als 92 Prozent erfüllen die Mindeststandards der EU. Das ist das Ergebnis eines aktuellen Berichts der EU-Kommission und der Europäischen Umweltagentur. Untersucht wurden mehr als 22.000 Gewässer in den 27 Staaten der Europäischen Union, der Schweiz, Kroatien und Montenegro. Zu den Kriterien gehört die Belastung mit Bakterien, Algen und Müll. Am saubersten sind demnach die Gewässer in Zypern, Malta, Kroatien und Griechenland.

Deutschland kann sorglos baden

Auf dem fünften Platz liegt Deutschland. 95 Prozent der Gewässer sind im grünen Bereich. Die Wasserqualität von Flüssen und Seen ist hierzulande im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen und wird nun häufiger mit "ausgezeichnet" bewertet. An der Nord- und Ostsee bekommen allerdings im aktuellen Bericht weniger Strände die Bestnote als noch 2010. Insgesamt gab es nur gut ein Dutzend deutsche Gewässer, die den Test nicht bestanden. Grund dafür waren etwa Bakterien, die auf Abwässer oder Gülle hindeuten.

Die Schlusslichter

Insgesamt hat sich die Qualität der Gewässer in den vergangenen 20 Jahren deutlich verbessert. Damals waren es noch um zehn Prozent der Küsten- und Binnengewässer, die durch die Tests fielen. Inzwischen sind es nur noch ein bis zwei Prozent. Am schlechtesten schnitten in diesem Jahr die Niederlande, Bulgarien, Lettland, Luxemburg und Belgien ab. "In einigen Ländern gibt es immer noch Probleme mit der Landwirtschaft und Abwasser, daher würden wir gerne mehr Anstrengungen sehen, um sicheres und sauberes Wasser für die Bevölkerung zu gewährleisten", sagte dazu die geschäftsführende Direktorin der Europäischen Umweltagentur, Jacqueline McGlade.

Bei Olympia müssen die Hobbyschwimmer weichen - Serpentine Lake im Londoner Hyde Park (picture alliance / dpa / Kerim Okten)Bei Olympia müssen die Hobbyschwimmer weichen - Serpentine Lake in London (picture alliance / dpa / Kerim Okten)England liegt insgesamt im Mittelfeld – trotzdem dürfen sich Wassersportler freuen, die in diesem Jahr bei den Olympischen Spielen antreten. Bei den Wettkämpfen im Serpentine-See in London können sie auch mal etwas Wasser schlucken – es ist frei von gefährlichen Bakterien.

Wenn Sie wissen wollen, wie es um Ihren Lieblingsstrand steht, können Sie auf den Webseiten der Europäischen Umweltagentur nachsehen. Bei "Eye on Earth" kann man im Satellitenbild zahlreiche Badeorte mit Bewertung aufrufen. Für alle, die ohnehin nur am Strand liegen: Luftqualität und Lärmbelästigung sind auch aufgeführt.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:52 Uhr

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