Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Europäische G20-Staaten wollen schärfere Kontrolle der Finanzmärkte

Treffen in Berlin

Gordon Brown, Angela Merkel und Nicolas Sarkozy (von links) und die anderen Teilnehmer verständigten sich auf eine gemeinsame Position (AP)
Gordon Brown, Angela Merkel und Nicolas Sarkozy (von links) und die anderen Teilnehmer verständigten sich auf eine gemeinsame Position (AP)

Vertreter der wichtigsten europäischen Wirtschaftsnationen haben sich auf eine gemeinsame Position für den Weltfinanzgipfel Anfang April in London verständigt. In der Abschlusserklärung des Treffens im Berliner Kanzleramt heißt es, alle Finanzmärkte, Finanzprodukte und Marktteilnehmer müssten einer Aufsicht oder Regulierung unterstellt werden - unabhängig davon, wo sie ihren Sitz hätten.

"Das Vertrauen in die Märkte muss wiederhergestellt werden", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Berlin sei eine Etappe auf dem Weg nach London. London müsse ein Erfolg werden.

Der englische Premierminister Gordon Brown sprach sogar von einem "weltweiten New Deal", der das Wirtschafssystem der Zukunft auszeichnen müsse. Dazu bedürfe es weltweiten Aufsichtsgremien und einer "engeren Zusammenarbeit der einzelnen Staaten".

Frankreichs Regierungschef Nicolas Sarkozy sagte, das Treffen in London werde "von historischer Tragweite sein". Europa wolle die "Neuregelung des gesamten Systems und keine oberflächlichen Maßnahmen".

Die Teilnehmer des Treffens verständigten sich auch auf ein schärferes Vorgehen gegen Länder, die sich beim Vorgehen gegen Steuerhinterziehung unkooperativ zeigen. Bis zum Gipfel in London soll eine Liste der Staaten aufgestellt werden, die nicht kooperieren.

An dem Treffen in Berlin hatten auf Einladung Deutschlands die Staats- und Regierungschefs Frankreichs, Großbritanniens, Italiens, Spaniens und der Niederlande teilgenommen (Gerhard Irmler berichtete über das Treffen im KanzleramtMP3-Audio).

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:32 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 02:05 Uhr Sternzeit

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Cate Blanchett: "Der Moment der Wahrheit"Star ohne Paparazzi

Die Schauspielerin Cate Blanchett  (picture alliance / dpa / Frédéric Dugit)

In ihrem neuen Film "Der Moment der Wahrheit" spielt Cate Blanchett eine investigative Journalistin. Anna Wollner hat mit der zweifachen Oscarpreisträgerin, über den Film und das Leben als Star gesprochen.

Chinas ExpansionskursDer Konflikt im Südchinesischen Meer

Pag-asa Island ist von den Philippinen besetzt. Die Ansprüche im Südchinesischen Meer sind umstritten. (picture alliance / dpa / Maxppp)

Mehrere Staaten erheben Anspruch auf das Südchinesische Meer. Seitdem China dort Atolle aufschüttet und militärische Einrichtungen baut, steigt das Konfliktpotenzial. Die USA betrachten das Meer als neuralgischen Punkt.

Szenen aus einer beunruhigten WeltLeben im Ausnahmezustand

Eine Frau hält den Kopf in den Händen. (imago / Science Photo Library)

Die Echtzeit präsentiert Szenen aus einer beunruhigten Welt: Was bedeutet es etwa, im Ausnahmezustand zu leben? Damit ist keine Wertung gemeint, sagen die, um die es in der Echtzeit geht. Sie machen einfach das Beste daraus.

NeurologieDie Macht der Musik

Musik hören und Musik machen ist nicht nur schön, sondern es verändert uns auch. Unter anderem kann Musik uns schlauer und kooperativer machen. Musik regt sogar neuroplastische Veränderungen in unserem Gehirn an.

Arbeitsbedingungen an TheaternSchauspieler am Limit

Blick in einen leeren Theatersaal mit geschlossenem Vorhang. (dpa/picture alliance/Stefan Sauer)

"Es ist Zeit für eine Theaterreform", fordert Lisa Jopt, Schauspielerin und Mitbegründerin des "Ensemble Netzwerk". Die Initiative will bessere Arbeitsbedingungen und eine gerechtere Bezahlung für Schauspieler und Theatermacher durchsetzen.

Zustand der Linken"Rot-Rot-Grün steht 2017 nicht zur Debatte"

Der Politologe Eckhard Jesse in seinem Haus in Niederbobritzsch bei Freiberg (dpa / picture alliance / Wolfgang Thieme)

Ein rot-rot-grüner Kanzlerkandidat sei aus Sicht der Linkspartei eine "Schnapsidee", sagte der Politikwissenschaftler Eckhard Jesse im Deutschlandfunk. Das müsse auch Gregor Gysi akzeptieren. Die Wählerschaft der Partei sei dabei zum Teil nicht links - und dadurch verliere die Partei Stimmen an die AfD.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Parteitag  Die Linke will ihren außenpolitischen Kurs bestimmen | mehr

Kulturnachrichten

Schauspieler Giorgio Albertazzi gestorben  | mehr

Wissensnachrichten

Mehr-Jahres-Studie  Kann Handystrahlung Krebs erzeugen? | mehr