Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Ex-Bischof Mixa will reingewaschen werden

Ist der Fall des zurückgetretenen Amtsträgers ein Missbrauch der Sünde?

Ex-Bischof Walter Mixa (AP)
Ex-Bischof Walter Mixa (AP)

Er trat wegen Missbrauchsvorwürfen zurück - nun will Walter Mixa vom Rücktritt zurücktreten und sich vom Papst entlastet sehen. In der "Welt" sagt Mixa: "Der Druck, unter dem ich die vorgefertigte Resignation unterschrieben habe, war wie ein Fegefeuer".

Im Interview mit der "Welt" sagt Mixa, er habe sein Rücktrittsgesuch drei Tage später beim Papst widerrufen wollen. Dem Münchner Erzbischof Marx und der Deutschen Bischofskonferenz warf er erneut vor, mit haltlosen Anschuldigungen den Papst unter Zugzwang gesetzt zu haben.

Die bayerische Bischofskonferenz hat den Vorwurf zurückgewiesen, sein Rücktritt sei erzwungen worden. Ihr Sprecher Kellner sagte in München, es sei alles rechtmäßig gelaufen. Zum Schutz von Mixa sehe man aber davon ab, Einzelheiten öffentlich auszubreiten.

Jetzt erwägt Mixa, wegen des erzwungenen Rücktritts ein Verfahren beim päpstlichen Appellationsgericht anzustrengen. Mixa hatte sein Amt aufgegeben, nachdem Medien über Prügelstrafen und finanzielle Unregelmäßigkeiten während seiner Zeit als Pfarrer in Schrobenhausen berichtet hatten.

Das "Welt"-Interview mit dem zurückgetretenen Bischof Walter Mixa

Deutschlandradio Aktuell vom 22. April 2010: Den Weg für einen Neuanfang freimachen - Bischof Mixa hat Rücktritt angeboten

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:36 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 05:05 Uhr Informationen am Morgen

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 06:20 Uhr Wort zum Tage

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Vom Amok zum Dschihad? Wenn junge Menschen den Krieg erklären

Maskierte Jugendliche stehen am 08.10.2014 in Hamburg vor der Al-Nour Moschee. Bei einer Ausschreitungen zwischen Kurden und radikalen Muslimen sind in Hamburg mehrere Menschen verletzt worden. Foto: Markus Scholz/dpa (picture alliance / Markus Scholz)

Sie sind Kinder unserer Gesellschaft und erklären dem Abendland den Krieg: Warum ziehen junge Europäer in den Djihad? Treibt sie religiöser Fanatismus? Forscher gehen der Frage nach, ob sich Erkenntnisse aus der Amok-Forschung auf den Islamismus in Europa übertragen lassen.

Medikamentenfunde am ukrainischen Mannschaftshotel"Nichts, was man sich mal einfach so einschmeißen sollte"

Ein Tropfen an der Nadel einer Spritze (dpa / picture-alliance / Patrick Seeger)

Journalisten des Recherchezentrums Correctiv haben in der Mülltonne am Hotel der ukrainischen Fußballmannschaft in Frankreich Medikamente, Spritzen und Infusionsbesteck gefunden. Dabei handle es sich zwar nicht um verbotene Substanzen, aber um "hartes Zeug, das normalerweise nicht eingesetzt werden müsste", sagte Correctiv-Journalist Daniel Drepper im DLF.

Nach Anschlägen in der Türkei"Die innere Einstellung ist entscheidend"

Seit den Anschlägen in der Türkei nimmt die Zahl der Touristen ab. Schlecht für die türkische Tourimusbranche, die darum richtig krasse Schnäppchen anbietet: Eine Woche, 4-Sterne-Hotel, Vollpension, mit Flügen für 300 Euro. Ist es moralisch richtig solche Schnäppchen zu buchen? Wir haben mit Rainer Erlinger drüber gesprochen.

Australiens FlüchtlingspolitikAus der Hölle in die Hölle

Unterstützer von Flüchtlingen protestieren im australischen Brisbane gegen die Unterbringung von Flüchtlingen auf der Insel Nauru. (picture alliance / dpa / Dan Peled)

Australien geht erbarmungslos mit Flüchtlingen um: Wer das Land überhaupt erreicht, wird auf eine öde Insel gesperrt. Hier herrschen grauenerregende Zustände - und manche Menschen müssen dort jahrelang ausharren.

CETA-Handelsabkommen"Gründe für einen Rücktritt Junckers gibt es viele"

Hunko mit ernstem Blick vor einer grauen Wand mit der Aufschrift "racc". (Yuri Mashkov / DPA I ITAR-TASS )

Das Vorgehen von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Streit um das CETA-Handelsabkommen stößt auch bei der Partei Die Linke auf scharfe Kritik. Es sei verheerend, so kurz nach dem Votum der Briten für den Brexit die nationalen Parlamente bei der Zustimmung zu CETA auszuschalten, sagte der Linken-Abgeordnete Andrej Hunko im Deutschlandfunk.

LebensmittelchemieHeiß, heißer, glutenfrei?

Wer kein Gluten verträgt, muss auf Lebensmittel verzichten, die das Klebereiweiß enthalten: oft sind das Getreideprodukte. Die Lebensmittelchemikerin Carmen Lamacchia hat eine Lösung gefunden, Gluten wieder verträglich zu machen - mithilfe von Hitze.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Türkei  Von der Leyen fliegt nach Incirlik | mehr

Kulturnachrichten

Zuschauer feiern "Eugen Onegin" in der Semperoper  | mehr

Wissensnachrichten

Neu-Mitglieder  Oscars bald nur noch 89 Prozent weiß | mehr