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FDP im Chor: Guido soll weg

Liberale in der Krise - Ein neuer Chef soll's richten

Flaschenöffner mit FDP-Aufdruck (picture alliance / dpa)
Flaschenöffner mit FDP-Aufdruck (picture alliance / dpa)

Für so manchen Liberalen ist Parteichef Guido Westerwelle längst entthront. Morgen will das FDP-Präsidium über die Führungsfrage und die zukünftige Besetzung des Amts des Parteivorsitzenden entscheiden.

Druck auf den noch amtierenden Parteivorsitzenden Westerwelle übte erneut der hessische FDP-Landesverband aus. Florian Rentsch, Vorsitzender der FDP-Fraktion im hessischen Landtag, sagte der "Leipziger Volkszeitung", er rechne damit, dass "Guido Westerwelle an diesem Montag mit persönlichen Konsequenzen den Weg zu einer raschen inhaltlichen und personellen Neuaufstellung freimacht, auch um Schaden von sich selbst abzuwehren". Rentsch drohte sogar, dass sein Landesverband alle Hebel in Bewegung setzen wolle, um den für Mitte Mai geplanten Bundesparteitag der Liberalen vorzuziehen, sollte Westerwelle auf Zeit spielen.

Liberale wollen Image-Probleme beheben

Das FDP-Präsidium will morgen über die Führungsfrage und die zukünftige Besetzung des Amts des Parteivorsitzenden entscheiden. Viele Parteifreunde werfen Westerwelle vor, er beschädige den Ruf der Liberalen. FDP-Bundesvorstandsmitglied Jorgo Chatzimarkakis sprach im Deutschlandradio Kultur sogar von einem "Igitt-Faktor".

Schon heute, am Sonntag, so verlautete aus Parteikreisen, wollen sich führende FDP-Politiker mit Blick auf die morgige Präsidiumssitzung über das weitere Vorgehen beraten. Fast alle Beobachter gehen davon aus, dass der Außenminister und Vize-Kanzler Guido Westerwelle die Parteiführung in jüngere Hände legen, sein Ministeramt jedoch nicht zur Disposition stellen wird.

Philipp Rösler, Bundesgesundheitsminister (FDP) (Deutschlandradio - Bettina Straub)Der FDP-Politiker und Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler, (Deutschlandradio - Bettina Straub)

Rösler als Nachfolger, oder doch ein anderer?

Als Favorit für die Nachfolge des FDP-Vorsitzenden wird Gesundheitsminister Philipp Rösler gehandelt. Dieser meldete sich in der "Bild am Sonntag" zu Wort und forderte eine Kursänderung seiner Partei. "Es kommt darauf an, die verlorene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. Daran müssen wir gemeinsam zum Wohl der Partei arbeiten", sagte er. Jetzt müssten wieder Inhalte ein den Vordergrund rücken.

Neben Rösler sind auch Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und FDP-Generalsekretär Christian Lindner für den Chefposten im Gespräch. Nach den Wahlniederlagen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt waren immer mehr Landesverbände von Westerwelle abgerückt und ein offener Machtkampf war ausgebrochen.


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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:41 Uhr

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