Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Filmfest im Zeichen der Finanzkrise

Berlinale eröffnet mit Tom Tykwers "The International"

Regisseur Tom Tykwer auf der Berlinale (AP)
Regisseur Tom Tykwer auf der Berlinale (AP)

Mit einer Gala haben Donnerstagabend die 59. Internationalen Filmfestspiele in Berlin begonnen. Eröffnungsfilm war der Thriller "The International" des deutschen Regisseurs Tom Tykwer. Bis zum 15. Februar werden auf der Berlinale fast 400 Werke aus 60 Ländern gezeigt. Im Wettbewerbsprogramm laufen 26 Filme, 18 von ihnen konkurrieren um den Goldenen Bären.

Tykwer zeigt in "The International" den Kampf von zwei Interpol-Agenten - gespielt von Clive Owen und Naomi Watts - gegen eine International agierende Bank, die in illegale Waffengeschäfte verstrickt ist. Berlinale-Chef Dieter Kosslick sagte über den Film, er habe durch die Ereignisse der letzten Monate eine "unglaubliche Aktualität" bekommen: "Jetzt hat die Realität Tom Tykwers 'International' in einen Dokumentarfilm verwandelt, sodass wir wahrscheinlich dieses Jahr zum ersten Mal mit einem Dokumentarfilm eröffnen", sagte Kosslick im Deutschlandradio Kultur eine Woche vor Eröffnung der Berlinale.

Zum Auftakt im Berlinale-Palast erschienen neben Regisseur Tom Tykwer auch die Darsteller Clive Owen und Armin Mueller-Stahl sowie zahlreiche Schauspiel- und Politprominenz.

Die Jury der Berlinale leitet in diesem Jahr die schottische Schauspielerin Tilda Swinton. Neben der Oscar-Preisträgerin Swinton sitzen in der internationalen Jury der deutsche Regisseur Christoph Schlingensief, der schwedische Schriftsteller und Theaterregisseur Henning Mankell, der Regisseur Gaston Kabore aus Burkina Faso, die spanische Regisseurin Isabel Coixet, der US-Regisseur Wayne Wang und die Food-Aktivistin und Autorin Alice Waters.

Rund 400 Filme werden bis zum 15. Februar gezeigt. Davon gehen 18 in das Rennen um den Goldenen und Silbernen Bären. Darunter die deutschen Beiträge "Storm" ("Sturm") von Hans-Christian Schmid und "Alle Anderen" von Maren Ade.

Viele Filme des diesjährigen Festivals zeigen die Opfer von Globalisierung und Kriegen. Kosslick betonte, die meisten Filme im Programm seien "nah an der Realität". Die Filmemacher hätten bei ihrer Arbeit viel Instinkt bewiesen. Doch auch der Glamour kommt nicht zu kurz. So werden Stars wie Renee Zellweger, Keanu Reeves, Demi Moore, Ralph Fiennes, Steve Martin und Michelle Pfeiffer erwartet.

Am heutigen Freitag wird Hollywood-Star Kate Winslet den Film "Der Vorleser" nach dem Roman von Bernard Schlink vorstellen, in dem sie neben dem deutschen 18-jährigen Schauspieler David Kross die Hauptrolle spielt. Der Film läuft außer Konkurrenz.

Filme übers Essen und Breitwand-Kino

Neben dem Wettbewerb gibt es zahlreiche andere Sektionen, darunter traditionell die "Perspektive Deutsches Kino", "Panorama", "Forum" oder die "Retrospektive". Letztere widmet sich in diesem Jahr unter dem Titel "Bigger than Life" dem Breitwandkino. Gezeigt werden ausschließlich Filme im 70mm-Format. In der Reihe "Kulinarisches Kino" werden Filme gezeigt, die Essen, Ernährung oder die Nahrungsmittelindustrie zum Thema haben.

Programmhinweis:
Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur berichten umfassend über die 59. Internationalen Filmfestspiele.
Sendungen zur Berlinale im Deutschlandradio Kultur im Überblick

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:32 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 22:50 Uhr Sport aktuell

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 19:05 Uhr Oper

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 19:00 Uhr Club der Republik

Aus unseren drei Programmen

PolitikerPlötzlich Populist

Wo kommen auf einmal die vielen Populisten her? In den USA hat sich Donald Trump mit seinen extremen Positionen durchgesetzt. In Frankreich bringt sich Marine Le Pen in Stellung für den Präsidentschaftswahlkampf 2017. Geert Wilders macht die Niederlande unsicher und in Ungarn hat sich der selbstbewusste Viktor Orbán festgesetzt.

Referendum in Italien"Diese Unsicherheit ist es, die Europa bewegt"

Die Flagge der Europäischen Union weht vor wolkenverhangenem Himmel. (picture alliance / dpa / Soeren Stache)

Wenn Italien nein sagt zur Verfassungsreform, wären die Folgen für die EU nicht absehbar, sagte Florian Eder vom Onlinemagazin "Politico" im DLF. Die größte Sorge sei die Frage, wie die Märkte reagieren. Die schlimmste Furcht wäre, wenn die Eurokrise mit aller Macht zurückkäme.

Hackerangriff auf die Telekom Raus aus der digitalen Unmündigkeit

Ein Passwort wird auf einem Laptop über die Tastatur eingegeben. Die Hände auf der Tastatur tragen schwarze Stulpen. Auf dem Monitor sind die Worte "Enter Password" zu lesen. Im Hintergrund erkennt man verschwommen weitere Bildschirme.  (picture alliance / dpa / Oliver Berg)

Der Hackerangriff auf die Telekom-Router war ein Warnschuss. Er zeigt: Wir müssen uns besser wappnen gegen die Bedrohung durch Cyber-Kriminelle und Spionage. Dazu braucht es mehr digitale Bildung und mehr Haftung von Herstellern, meint Philip Banse.

Ruth Klüger über Österreich"Entsetzlich, dass es so weit gekommen ist"

Die Holocaust-Überlebende Ruth Klüger spricht am 27.01.2016 in Berlin im Bundestag bei der Gedenkveranstaltung. (dpa / picture alliance / Kay Nietfeld)

Die Holocaust-Überlebende Ruth Klüger betrachtet den Aufstieg der Rechtspopulisten in ihrem Geburtsland Österreich mit Sorge. Auch Jahrzehnte nach ihrer Emigration sei ihr die Entwicklung dort noch wichtig, sagte sie mit Blick auf die morgige Präsidentenwahl im DLF. Für gefährlicher hält Klüger jedoch die Lage in ihrer Wahlheimat: den USA.

Carmen Maja-Antoni über Gisela May"Ich habe immer ihre Haltung bewundert"

Gisela May, Schauspielerin und berühmte Brechtinterpretin zu Gast im Studentenkeller "Zur Rosen" in Jena (dpa / picture alliance / Universität Jena )

Beim Singen auch die Geschichte eines Liedes zu erzählen - diese Lektion habe sie von Gisela May gelernt, so die Schauspielerin Carmen Maja-Antoni. May sei eine große Frauenfigur des Berliner Ensembles gewesen: "Und eine Haltung hatte sie immer".

Trump und die Deutsche BankEin juristisches Minenfeld

Hochhaus der Deutschen Bank in Frankfurt (dpa - Wolfram Steinberg )

Sechs Wochen vor dem Amtsantritt des Immobilienunternehmers Donald Trump als US-Präsident ist noch unklar, wie mögliche Interessenskonflikte vermieden werden sollen. Das ist auch für die Deutsche Bank ein Problem: Sie ist Gläubiger von Trump - dessen Regierung bald über ein milliardenschweres Bußgeld gegen das Geldinstitut entscheiden wird.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Aleppo  Syrische Armee kontrolliert weitere Stadt-Viertel | mehr

Kulturnachrichten

Teheran-Sammlung wohl Anfang 2017 in Berlin  | mehr

Wissensnachrichten

Steigende Nachfrage  Der Kirche fehlen die Exorzisten | mehr