Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Filmfestspiele in Berlin eröffnet

Bei der 62. Berlinale werden in den kommenden zehn Tagen rund 400 Filme gezeigt

Berlinale-Chef Dieter Kosslick und die Schauspielerin Diane Kruger auf dem roten Teppich (picture alliance / dpa / Britta Pedersen)
Berlinale-Chef Dieter Kosslick und die Schauspielerin Diane Kruger auf dem roten Teppich (picture alliance / dpa / Britta Pedersen)

Am Potsdamer Platz in Berlin hat am Abend die 62. Berlinale begonnen. Der Wettbewerb um den Goldenen Bären wurde in Anwesenheit vieler internationaler Stars mit "Les adieux à la Reine" von Benoît Jacquot eröffnet. Die Jury wird in diesem Jahr vom britischen Regisseur Mike Leigh geleitet.

Benoît Jacquot zeigt den Beginn der Französischen Revolution aus Sicht der Kammerzofe von Königin Marie Antoinette, die die letzten 48 Stunden der Königin vor ihrer Guillotinierung schildert. "Das ist ein charmanter Film, der das Motto der Berlinale auch von Umbrüchen nicht besser einleiten könnte", sagte Berlinale-Chef Dieter Kosslick im Deutschlandradio Kultur. Das Berlinale-Programm in diesem Jahr habe "viel mit Auf- und Umbrüchen zu tun, sowohl fiktional als auch dokumentarisch".

Der deutsche Regisseur Christian Petzold ist zum dritten Mal im Wettbewerb der Berlinale vertreten. In "Barbara" erzählt er die Geschichte einer Ärztin (gespielt von Nina Hoss) in einem Provinz-Krankenhaus der DDR. Der Berlinale verdanke er, dass er seit seinem Film "Yella" in Frankreich und den USA Verleihe gefunden habe, die sein Werk dort präsentierten, berichtet Petzold im Interview mit Deutschlandradio Kultur.

Kosslick: "Kreischalarm" kommt erst später

Zwar werden bei der Eröffnungsgala heute Abend auch Hollywoodstars wie Diane Kruger - die die Marie Antoinette in "Les adieux à la Reine" spielt - zu sehen sein, den echten "Kreischalarm" erwarte er aber erst zum Ende der Berlinale hin, meint Kosslick , vor allem, wenn Bollywood-Star Shah Rukh Khan oder Teenagerschwarm und "Twilight"-Star Robert Pattinson über den roten Teppich schreiten.

Glamour wird auch Meryl Streep in die Stadt bringen, die mit einem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wird. Streep wurde gerade zum 17. Mal für einen Oscar nominiert - diesmal für ihre Darstellung der Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady".

Mit der Sonderreihe "Happy Birthday, Studio Babelsberg" feiert die Berlinale auch das 100-jährige Jubiläum der Filmstudios in Potsdam-Babelsberg.

Bis zum 19. Februar werden insgesamt 395 Filme in verschiedenen Sektionen gezeigt. Höhepunkt der Filmfestspiele ist die Verleihung der Goldenen und Silbernen Bären am 18. Februar. Über die Vergabe entscheidet eine Jury unter dem Vorsitz des britischen Regisseurs Mike Leigh. Ihm zur Seite stehen die Schauspielerinnen Charlotte Gainsbourg und Barbara Sukowa, US-Schauspieler Jake Gylenhaal sowie der französische Regisseur François Ozon.


Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk begleiten die Berlinale mit zahlreichen Beiträgen, Interviews und Filmkritiken:

Gesamtübersicht: Unser Programm zur 62. Berlinale - Alle Infos zum Filmfestival bei dradio.de

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:47 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 09:10 Uhr Das Wochenendjournal

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 09:05 Uhr Im Gespräch

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 07:00 Uhr Early Bird

Aus unseren drei Programmen

Claudia Roth zur Türkei"Eine unvorstellbare Entrechtung des Rechts"

Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth (Grüne), äußert sich am 30.05.2016 in Berlin zum Thema Rassismus. (dpa)

In der Türkei sei "eine Art ziviler Putsch in Richtung eines autokratischen Präsidialsystems" in Gange. "Man könnte es auch als Diktatur bezeichnen", sagte die Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) im DLF. In dieser Lage müssten die Bundesregierung, die Europäische Union und auch die Nato klare Worte finden.

Terror in DeutschlandNicht in Hysterie verfallen

Vor dem Olympia Einkaufszentrum liegen Blumen, es brennen Kerzen. (picture-alliance / dpa / Felix Hörhager)

Die Angst oder zumindest die Sorge vor weiteren Anschlägen ist allgegenwärtig. Aber wir dürfen jetzt nicht in Hysterie verfallen, meint Marie Sagenschneider, Wortchefin von Deutschlandradio Kultur. Die größte Gefahr bestehe in einer Überreaktion.

Ermittlungen im Darknet"Uns als Polizei sind da Grenzen gesetzt"

Symbolfoto zum Thema Internetkriminalität: eine Hand vor einem Computer-Monitor (imago / epd / Annette Zoepf)

Das Darknet sei ursprünglich geschaffen worden, damit Bürger von Unrechtsstaaten ihre Meinung frei äußern könnten, sagte der Cyberexperte Frank Scheulen vom nordrhein-westfälischen LKA im DLF. Zunehmend hielten sich in dem separaten Bereich des Internets aber auch Kriminelle auf. Für die Polizei sei es schwierig, gegen sie vorzugehen.

Clinton oder TrumpWen wählt der amerikanische Wutbürger?

US-Wahlkampf 2016: Hillary Clinton und Donald Trump kämpfen um das Amt. (picture / alliance / dpa / Collage Deutschlandradio)

Ob die Demokratin Hillary Clinton als erste Frau das US-Präsidentenamt übernimmt oder ob die größte Demokratie der Welt künftig von dem republikanischen Populisten Donald Trump angeführt wird: Ausschlaggebend werden die Stimmen der Unentschlossenen sein.

GesellschaftGlücklichsein gegen den Terror

Ein kleines Mädchen wirft vor Freude die Arme in die Luft. (imago stock&people)

Ist es egoistisch, in Zeiten von Terror und Gewalt auch Glück zu empfinden? Nein, meint die Soziologin Hilke Brockmann. Vielmehr sei das auch ein Statement gegen Terroristen, die genau dieses Glück beschädigen wollten.

Armin Nassehi"Religion ist etwas Wildes"

(dpa / picture alliance / Erwin Elsner)

Der Münchner Soziologe Armin Nassehi ist Sohn einer katholisch sozialisierten Schwäbin und eines Iraners. Er hat sich als junger Mann für die Taufe entschieden. Heute bezeichnet er sich als Kultur-Katholik. Er hadert immer wieder mit der Religion. Denn "sie kann sehr gefährlich sein."

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Türkei  Presse sorgt sich vor neuer Verhaftungswelle | mehr

Kulturnachrichten

Regisseur Wedel plant TV-Mehrteiler  auf Mallorca | mehr

Wissensnachrichten

Beziehungen  Bei Streiten an die Zukunft denken | mehr