Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Forum neuer Musik 2010

Amsterdam - Berlin - Warschau. Junge Positionen

Barbara Lüneburg, Violine (Bostjan Lah)
Barbara Lüneburg, Violine (Bostjan Lah)

Was denken und tun junge Komponisten heute in Warschau, Amsterdam und Berlin? Wer hört sie, wer führt sie auf? Transportieren sie den Staffelstab, den die Vorgänger an sie übergaben? Gestalten sie Neues, und wie gesellschaftsbezogen verstehen sie ihrerseits Kunst und Kultur? - In seinem 11. Jahrgang bündelt das Internationale Werkstattfestival Forum neuer Musik vom 9. bis 11. April Blicke auf die europäischen Nachbarn.

Im Fokus steht die junge Generation. Barbara Lüneburg sowie das Ensemble Insomnio aus Utrecht versammeln dazu Komponisten von Rang und experimentieren mit neuen Medien. Die vom Deutschen Musikrat initiierte deutsch-polnische Formation European Workshop for Contemporary Music (EWCM) spielt neue Werke von KomponistInnen aus Polen, Slowenien und der Ukraine.

Sonar Quartett (Katharina Harms)Sonar Quartett (Katharina Harms) Das Sonar Quartett repräsentiert die neue internationale Szene im wiedervereinigten Berlin. Alle Konzerte im Kammermusiksaal im Deutschlandfunk werden deutschlandweit ausgestrahlt. Sie bieten zahlreiche Ur- und Erstaufführungen, darunter sieben DLF-Auftragskompositionen. Das FORUM 2010 kooperiert u.a. mit der Gaudeamus Muziekweek Amsterdam, dem Warschauer Herbst, dem ZKM Karlsruhe, dem Finnland-Institut in Berlin und dem Polnischen Institut Düsseldorf. Die Generalkonsulin der Republik Polen, Frau Jolanta Róza Kozlowska, hat die Schirmherrschaft über den Abschlussabend übernommen. Die Hochschule für Musik und Tanz Köln beteiligt sich mit einem Semesterprojekt und einem Studenten-Konzert zur Gruppe Neue Musik 'Hanns Eisler' Leipzig. Weitere Initiativen zur Vermittlung neuer Musik umfassen CD-Coproduktionen, Round Tables sowie einen einwöchigen EWCM-Workshop in der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.

Frank Kämpfer


Zu Einstimmung auf das "Forum neuer Musik 2010" möchten wir Sie einladen, ein Stück von Roderick de Man in einer Aufnahme des Deutschlandfunks von 2007 zu hören. Roderick de Man komponierte "Chromophores" für das Ensemble Insomnio.

Audio anhörenMit freundlicher Genehmigung des Muziek Centrum Nederlands, von ETCETERA, dem Ensemble Insomnio und Roderik de Man.


Programm

9. - 11. April 2010 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal in Köln (Funkhaus Köln, DLF)


Veli Kujala ist der Solist des Eröffnungsstücks "Soira" von Veli-Matti Puumala. (Heikki Tuuli)Veli Kujala ist der Solist des Eröffnungsstücks "Soira" von Veli-Matti Puumala. (Heikki Tuuli) 9. April 2010 - 20:00
Eilanden
Luca Francesconi, Roderik de Man, Veli-Matti Puumala,
Jukka Tiensuu, Helena Tulve (UA), James Wood
Veli Kujala - Akkordeon
Kölner Orchester-Gesellschaft
Ensemble Insomnio
Leitung: Ulrich Pöhl




10. April 2010 - 19:00
Serenade für H.E.
Reiner Bredemeyer, Friedrich Goldmann,
Jörg Herchet, Niklas Seidl (UA),
Friedrich Schenker
ensemble 20/21
Leitung: David Smeyers

10. April 2010 - 21:30
Flux
Marko Ciciliani, Dai Fujikura (UA),
Yannis Kyriakides, Alexander Schubert
Henry Vega
Barbara Lüneburg - Violine, E-Violine
Tomoya Yamaguchi, Emmanuel Flores Elias - Videos
Marko Ciciliani - Live-Elektronik, Licht, Laser

11. April 2010 - 19:00
Beautiful City
Mathias Hinke (UA), Peter Köszeghy,
Conrado Del Rosario, Marc Sabat
Sonar Quartett
Das Ensemble European Workshop for Contemporary Music bei der Uraufführung von Joanna Woznys Auftragskomposition "Return" beim Warschauer Herbst 2006. (Tadeusz Rolke)Ensemble European Workshop for Contemporary Music (Tadeusz Rolke) 11. April 2010 21:00
Nowa Generacja
Bohdana Frolyak, Aleksandra Gryka,
Tomasz Prasqual (UA), Lubava Sidorenko,
Larisa Vrhunc, Joanna Wozny
Sascha Armbruster, Saxofon
European Workshop for Contemporary Music
Leitung: Rüdiger Bohn


Konzertkarten

Eintritt je Konzert: 10,- Euro ermäßigt: 8,- Euro
nmz-StudiCard: Ermäßigung 50%
Vorbestellung:
E-Mail: rolf.otten@dradio-service.de
Fax: 0221.345-1829
Bestellte Karten sind 30 Minuten vor Konzertbeginn ohne
weitere Bestätigung an der Konzertkasse im Funkhaus hinterlegt


Weitere Veranstaltungen:

10. April 2010 - 10:00
Hochschule für Musik und Tanz Köln, Unter Krahnenbäumen 87, 50668 Köln
Matinee "Musik gegen die Dummheit"
Konzeption, Organisation, Leitung: David Smeyers

10. April 2010 - 20:15
Deutschlandfunk, Kammermusiksaal, Raderberggürtel 40,50968 Köln
Round Table: "Positionen der Jugend"
Mitwirkende
Mathias Hinke, Komponist (Berlin)
Ulrich Pöhl, Dirigent (Utrecht)
Brigitta Muntendorf, Komponistin (Köln)
Claus-Steffen Mahnkopf, Komponist, Hochschullehrer (Leipzig/Freiburg)
Gesprächsleitung: Egbert Hiller

11. April 2010 - 17:00
Deutschlandfunk, Kammermusiksaal, Raderberggürtel 40,50968 Köln
Round Table: "Warschauer Perspektiven"
Mitwirkende
Jan Topolski, Musikjournalist (Warschau)
Iryna Frenkel, Produzentin und Festivalleiterin (Vinnitsa)
Olaf Wegener, Deutscher Musikrat (Bonn)
Dariusz Przybylski (Komponist, Warschau/Karlsruhe)
Jakub Wawrzyniak (Vizekonsul der Republik Polen, Köln)
Gesprächsleitung: Ingo Dorfmüller


Zum Thema:

European Workshop for Contemporary Music 2010 (EWCM)

"Entscheidend sind Partnerschaften und Vernetzungen" - Interview mit Frank Kämpfer in der "Neuen Musikzeitung"

Film über das Forum Neuer Musik 2009

Deutsch-polnische Musikkooperation auf der Musikkmesse Frankfurt 2010

 

Letzte Änderung: 31.10.2013 12:40 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 14:05 Uhr Campus & Karriere

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 14:30 Uhr Vollbild

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 14:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Digitalpolitik im WahlkampfViele Ideen, wenig Gemeinsamkeiten

Im Vordergrund ein Router für das Internet, im Hintergrund Kühe auf einer Weide, aufgenommen bei Bücheloh. Der Ausbau der Breitbandversorgung auf dem Land läuft nur schleppend. Schnelles Internet ist oft nur in Ballungsgebieten verfügbar. (picture alliance / dpa / Michael Reichel)

Cyberabwehr, Digitalministerium, Breitbandausbau: Nur einige Stichworte, mit denen die großen Parteien im Bundestagswahlkampf punkten wollen. Inzwischen haben alle ihre Vorschläge zur Digitalpolitik vorgelegt. Dabei liegen die Ideen der Parteien weit auseinander und sind häufig recht vage.

Michael Haller über die Rolle der MedienUnkritische Übernahme von Positionen

Eine Frau und ein Mann mit einem Regenschirm mit der Aufschrift "Refugees welcome" nehmen in der Innenstadt in Hamburg an einer Demonstration für die Rechte von Flüchtlingen teil. (Daniel Bockwoldt, dpa picture-alliance)

Als 2015 immer mehr Flüchtlinge nach Deutschland kamen, hätten die Medien in ihrer Berichterstattung die "Position der Bundesregierung" weitgehend übernommen und andere Meinungen ausgeblendet, sagt Kommunikationswissenschaftler Michael Haller. Er hat eine Studie zum Thema geleitet.

Die Schriftstellerin Jane AustenVerführung, Stolz und Sinnlichkeit

Ein Porträt von Jane Austen. (imago stock & people)

Anfang des 19. Jahrhunderts war es für unvermögende Frauen noch aussichtslos, ein selbstbestimmtes, glückliches Leben zu führen, wenn sie nicht eine gute Partie machten. Da schuf Jane Austen (1775 - 1817) in ihrem Roman "Stolz und Vorurteil" mit eines der berühmtesten Liebespaare der englischen Literatur.

Britische LiteraturZu Besuch bei Graham Swift

Graham Swift in einer Aufnahme vom Juni 2016. (imago/Leemage)

Graham Swift ist einer großen britischen Gegenwartsautoren. Sein aktueller Roman "Mothering Sunday - in der deutschen Ausgabe "Ein Festtag" - wurde gerade mit einem der renommiertesten britischen Literaturpreise ausgezeichnet. Ein Besuch bei Swift in London.

Wassermusik-FestivalGänsehautmomente an der Spree

Die Musikerin Oumou Sangaré aus Mali bei einem Auftritt in London im Juli 2017 (Bild: imago stock&people)  (imago stock&people)

Zum zehnjährigen Jubiläum von Wassermusik, dem Weltmusik-Festival aus Berlin, kommen Bands, die entweder noch nie dabei sein konnten oder nachhaltig Eindruck gemacht haben. "Eigentlich würde ich gerne das Doppelte an Künstlern einladen", sagte Detlef Diederichsen vom Haus der Kulturen der Welt im Corsogespräch.

Jüdische Einwanderung nach PalästinaWarum aus Akademikern Landwirte wurden

Ein jüdischer Landwirt auf einer Fotografie aus den Dreißigern (imago / United Archives)

Mit wenig mehr als ein paar Habseligkeiten und der Hoffnung auf ein besseres Leben, erreichten in den 1930er Jahren die sogenannten Jeckes, deutschsprachige Juden, Palästina. Aus Akademikern wurden Landwirte, die versuchten den kargen Wüstenboden fruchtbar zu machen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Türkei  EU-Kommissar unterstützt deutschen Kurs | mehr

Kulturnachrichten

Kritik am neuen Volksbühnen- Programm  | mehr

 

| mehr