Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Frontex-Mission gegen Flüchtlinge

EU reagiert auf italienische Hilfsforderungen

Tausende von Flüchtlingen auf Lampedusa angelandet. (picture alliance / dpa)
Tausende von Flüchtlingen auf Lampedusa angelandet. (picture alliance / dpa)

Angesichts des Ansturms von Flüchtlingen aus Tunesien auf die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa bereitet die Europäische Union nun eine Mission der Grenzschutzagentur Frontex vor. Die EU reagiert damit auf ein entsprechendes Hilfeersuchen der Regierung Berlusconi.

Ein Kommissionssprecher sagte in Brüssel, die Notfallhilfe könne rasch erfolgen und werde aus dem europäischen Flüchtlingsfonds bezahlt werden. Die EU-Kommission erklärte, sie habe die EU-Mitgliedstaaten um Grenzschutzexperten und Ausrüstung für einen Einsatz gebeten.

Die EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström appellierte darüber hinaus an die Mitglieder, Frontex zusätzliche Hilfen zur Verfügung zu stellen. Zugleich bot sie an, Mittel für die medizinische Versorgung der auf der Insel festsitzenden Flüchtlinge bereitzustellen und für Beratung und Dolmetscherdienste Gelder zur Verfügung zu stellen.

Ilkka Laitinen, Direktor der Europäischen Grenzschutzagentur Frontex, hält in Berlin während des Europäischen Polizeikongresses (European Police Congress) eine Rede. (picture alliance / dpa)Ilkka Laitinen sagt Personal und Ausrüstung zu. (picture alliance / dpa)Der Leiter der Grenzschutzagentur Frontex, Ilkka Laitinen, kündigte auf einem Polizeikongress in Berlin an, der Einsatz werde in einigen Tagen beginnen. Bis zu 50 Beamte würden sich beteiligen - mehrere Schiffe und Flugzeuge sollten die Region um Lampedusa überwachen. Frontex verfügt über keine eigenen Kräfte, sondern muss Personal und Ausrüstung bei den EU-Mitgliedstaaten anfragen.

Flüchtlingswelle aus Tunesien

Auf Lampedusa, der italienischen Insel im Mittelmeer knapp 130 Kilometer vor Tunesien, sind in den letzten Tagen Tausende von Flüchtlingenangelandet. Der Grund: Nach der erfolgreichen Revolution in Tunesien wollen viele Opfer der Ben-Ali-Diktatur ins gelobte Europa.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:40 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 09:10 Uhr Die neue Platte

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 09:05 Uhr Sonntagmorgen

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Kultur des TodesWenn der Friedhof stirbt

Jahrhundertelang war er der einzige Ort, um die Toten zu bestatten. Doch allmählich stirbt der Friedhof selbst. Immer mehr Menschen finden ihn als letzte Ruhestätte zu teuer und die strengen Vorgaben nicht zeitgemäß. Sie lassen ihre Asche lieber übers Meer verstreuen, sich unter einem Baum beerdigen oder neben dem geliebten Haustier.

Soziologe Khosrokhavar über Terror in EuropaWarum der Dschihadismus weiter andauern wird

Der iranisch-französische Soziologe Farhad Khosrokhavar ist Studienleiter an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. (AFP / Damien Meyer)

Seit fast 30 Jahren erforscht Farhad Khosrokhavar das Phänomen der Radikalisierung unter Moslems. Europa werde das nächste Jahrzehnt mit dschihadistischem Terror leben müssen, ist sich der iranisch-französische Soziologe sicher.

Unruhen in IndienDie Wut der Jugend von Kaschmir

Jugendliche werfen Steine auf ein indisches Polizeiauto während der Unruhen in Srinagar, der Sommerhauptstadt des indischen Teils Kaschmirs. (picture alliance / dpa / Farooq Khan)

Seit dem 8. Juli gehören Tote und Verletzte zum traurigen Alltag im indischen Teil Kaschmirs. Damals erschossen Soldaten den Kämpfer Burhan Wani. In den Augen der indischen Regierung ein Terrorist, für viele Jugendliche ein Held und Märtyrer. Seitdem gehen seine Anhänger regelmäßig demonstrieren - doch immer seltener geht es dabei friedlich zu.

Holocaust-ZeitzeugeMax Mannheimer ist tot

Der Holocaust-Zeitzeuge Max Mannheimer (dpa / picture-alliance / Andreas Gebert)

Der Holocaust-Überlebende Max Mannheimer ist im Alter von 96 Jahren in einer Münchner Klinik gestorben. Er galt als wichtige Stimme für die sechs Millionen von den Nationalsozialisten ermordeten Juden.

Yvonne Hofstetter: "Das Ende der Demokratie"Big Data in der Politik

Blick in die Zukunft? - Was kann künstliche Intelligenz (dpa)

Die Big Data-Unternehmerin Yvonne Hofstetter warnt in ihrem neuen Buch davor, welche Konsequenzen künstliche Intelligenz für die Politik haben könnte: Es drohe das "Ende der Demokratie". Und sie zeigt Auswege an, wie eine digitale Zukunft human gestaltet werden kann.

MedizinWach, wacher, Kaffeeschock

Kaffee ist eigentlich eine Art Psychostimulanzie, die sich auf den ganzen Körper auswirkt: der Blutdruck steigt, wir können uns besser konzentrieren und sind aktiver. Nur manchmal trinken wir eine Tasse zu viel - Dr. Johannes Wimmer weiß, was dann zu tun ist.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Flüchtlingspolitik  Tauber (CDU) sieht keinen Dissens mit CSU | mehr

Kulturnachrichten

Überraschung beim Filmfestival in San Sebastián  | mehr

Wissensnachrichten

Fitness-Armbänder  Nicht zwangsläufig hilfreich beim Abnehmen | mehr