Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Für ein demokratisches Libyen

Internationale Gemeinschaft tagte in London

Teilnehmer der Libyen-Konferenz in London (AP)
Teilnehmer der Libyen-Konferenz in London (AP)

Eine internationale Kontaktgruppe soll sich künftig um den neuen demokratischen Aufbau in Libyen kümmern. Dies beschloss die internationale Libyen-Konferenz in London. An ihr nahmen die Außenminister von 37 Staaten, die Generalsekretäre von UNO, islamischer Konferenz und NATO, Vertreter von EU, Arabischer Liga und Afrikanischer Union teil.

US-Außenministerin Hillary Clinton erklärte, der Druck auf Gaddafi müsse erhöht werden, damit er seine jahrzehntelange Herrschaft aufgebe. Die Hauptziele der UNO-Resolution - der Schutz von Zivilisten vor militärischen Angriffen und ein dauerhafter Waffenstillstand -, seien, obwohl man ein Massaker in Bengasi verhindert habe, noch lange nicht erreicht, unterstrich der gastgebende Premier Großbritanniens David Cameron. Für eine politische Lösung plädierte Bundesaußenminister Guido Westerwelle. In Katar soll das erste Treffen der internationalen Kontaktgruppe, die nach dem Militäreinsatz den Aufbau demokratischer Strukturen in Libyen unterstützen soll, stattfinden.

Die Versammlung beschloss, die Luftangriffe fortzusetzen. In Libyen stoppten Regierungstruppen den Vormarsch der Rebellen auf Sirt. Medienberichten zufolge vergleicht Gaddafi den Militäreinsatz der westlichen Allianz unter NATO-Kommando mit "Hitlers Feldzügen".

Barack Obama hält eine Grundsatzrede zum Libyen-Einsatz (picture alliance / dpa)Barack Obama hält eine Grundsatzrede zum Libyen-Einsatz (picture alliance / dpa)US-Präsident Barack Obama lehnte eine Ausweitung des internationalen Militäreinsatzes zur Sicherung der Flugverbotszone über Libyen ab. Der gewaltsame Sturz des Machthabers Gaddafi sei nicht das Ziel. Es gehe vielmehr darum, ein Massaker am libyschen Volk zu verhindern, sagte Obama in einer vom Fernsehen übertragenen Ansprache. Er verteidigte den Einsatz militärischer Mittel ohne Wenn und Aber. Angesichts der Bedrohung für die Menschen in Bengasi habe man handeln müssen.


Der arabische Aufstand - Sammelportal

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:41 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 03:30 Uhr Forschung aktuell

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

RassismusDie Kindheit eines südafrikanischen Comedian

Trevor Noah beim Screening der Comedy-Show The Daily Show With Trevor Noah auf dem PaleyFest New York 2016 im Paley Center for Media. New York Foto:xD.xVanxTinex/xFuturexImage Trevor Noah the Screening the Comedy Show The Daily Show With Trevor Noah on the PaleyFest New York 2016 in Paley Center for Media New Yor Photo XD xVanxTinex xFuturexImage (imago stock&people)

Seit 2015 moderiert Trevor Noah eine erfolgreiche Show beim US-amerikanischen Sender Comedy Central. Geboren als Kind einer schwarzen Mutter und eines weißen Vaters in Südafrika ist Rassismus sein Hauptthema. Mit "Farbenblind" legt der erst 33-Jährige seine Memoiren vor.

"Hauptstadtfußball" im Stadtmuseum BerlinNeue Zielgruppen anlocken

Ausstellung über Hertha BSC in Berlin - viele der Ausstellungsstücke stammen von Fans (picture alliance / dpa / XAMAX)

Vor anderthalb Jahren ist Paul Spies als neuer Direktor angetreten, um das Stadtmuseum Berlin zu modernisieren. Der niederländische Kunsthistoriker möchte neue Zielgruppen anlocken. Ein Thema, das ihm dabei helfen könnte, ist der Fußball.

Digitale Ausstattung für Schulen"Riesenpaket an offenen Fragen"

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) (picture alliance / dpa / Ole Spata)

Vor der Sommerpause verabschiedete die Große Koalition die Eckpunkte zum Haushalt 2018: Darin fehlt der seit 2016 versprochene Digitalpakt für Schulen. Viele Fragen zur IT-Ausstattung seien offen, sagte Bildungsministerin Johanna Wanka, im Dlf. Die Nutzung im Unterricht müsse erst auf Arbeitsebene geklärt werden.

#DeineWahl - YouTuber fragen die KanzlerinMerkel im Neuland

(picture alliance / dpa / Wolfgang Kumm)

Knapp fünf Wochen vor der Bundestagswahl stellte sich Kanzlerin Angela Merkel heute eine Stunde lang den Fragen von vier YouTubern. Nadine Lindner aus unserem Hauptstadtstudio findet: "Es war eine unterhaltsame Stunde."

SommerserieGerechtigkeit - jeder will sie, keiner kriegt sie?

Zwei Männer sitzen sich auf einer zerbrochenen Wippe über einer Euromünze gegenüber (imago stock&people)

Gerechtigkeit ist eines der wesentlichen Themen im Bundestagswahlkampf. Die Parteien diskutieren und positionieren sich. Aber wie gerecht geht es heute tatsächlich zu? Was macht der Staat, um Gerechtigkeit zu fördern und was unterlässt er?

Gewalt in Charlottesville"Das ist der typische Trump-Sound"

US-Präsident Trump spricht im Weißen Haus in Washington ins Mikrofon. (AP Photo / Evan Vucci)

US-Präsident Trump hat seine erste Reaktion auf die Gewalt bei der Rassisten-Kundgebung in Charlottesville verteidigt und erneut beiden Seiten die Schuld gegeben. Das war das Härteste, was Trump bisher vom Stapel gelassen habe, so Politikwissenschaftler Jan Techau.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Berlin-Tegel  Spitzengespräch zur Zukunft des Flughafens ohne Durchbruch | mehr

Kulturnachrichten

Bands boykottieren Berliner Pop-Kultur Festival  | mehr

 

| mehr