Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Fukushima strahlt und strahlt

Hohe Radioaktivität auch außerhalb der 30-Kilometer-Sicherheitszone

Arbeiter im Reaktor im AKW in Fukushima (picture alliance / dpa)
Arbeiter im Reaktor im AKW in Fukushima (picture alliance / dpa)

Das Leck, aus dem radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer tritt, konnte mit Hilfe chemischer Bindemittel bisher nicht gestoppt werden.

Der Betreiber Tepco will den Austritt des Wassers aus dem Reaktor nun mit Barrieren verhindern, um so eine weitere Verseuchung des Meeres zu unterbinden. Zudem wurde weißes Färbemittel in das Wasser geleitet, um den genauen Verlauf des Abflusses verfolgen zu können. Offenbar wurde dabei aber deutlich, dass das Reaktorwasser in Gesteinsschichten an Land versickere.

Nach einem neuen Plan soll das 45 Meter hohe Gebäude mit einer Hülle, die über dem Bau errichtet werden soll, versiegelt werden. Derweil wurde laut der Nachrichtenagentur Kyodo auch außerhalb der 30-Kilometer-Sicherheitszone um das Kraftwerk Radioaktivität oberhalb der erlaubten Grenzwerte gemessen.

Arbeiter hatten am Wochenende einen 20 Zentimeter langen Spalt in einem Kabelschacht des Turbinengebäudes von Reaktor 2 entdeckt. Die japanische Regierung ging daraufhin davon aus, dass noch monatelang Radioaktivität aus dem Atomkraftwerk Fukushima entweichen könnte.

Außerdem teilte der Betreiber Tepco mit, dass als zehn Millionen Liter belastetes Wasser aus dem AKW ins Meer geleitet werden sollen. Das sei nötig, um Platz für noch stärker versuchtes Wasser in dem Reaktor zu schaffen. Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung bestünden dadurch angeblich nicht.


Informationen zum Thema in unserem Programm:

"Es scheint so, als stünde der Konzern mal wieder unter Zugzwang" - Katastrophenmanagement in Fukushima und Umgebung (DLF)

Klima-Konferenz in Bangkok im Schatten von Fukushima - Weniger Kernkraft - mehr Kohle und Gas? (DLF)

Fukushima-Katastrophe wird zum Super-GAU

Teams der Atomenergiebehörde haben im Nordosten von Fukushima extrem hohe Strahlung gemessen

Japanische Atomaufsicht empfiehlt weitere Evakuierungen

Informationen zur Lage in den japanischen Atomkraftwerken (GRS)

Sammelportal zur Katastrophe in Japan

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:41 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 21:05 Uhr Konzertdokument der Woche

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 20:03 Uhr Konzert

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 20:00 Uhr Festival

Aus unseren drei Programmen

Verhältnis zwischen AfD und Christen"Das Christentum in Geiselhaft genommen"

Ein Mann mit einem AfD Poloshirt und einer Kette mit Kreuz um den Hals. (imago  /Jens Jeske)

Für manche konservative Christen ist die AfD attraktiv – etwa in der Abtreibungsfrage. Wiederum helfen die Kirchen Flüchtlingen, suspekt für die AfD. Ein Gespräch mit dem Publizisten Wolfgang Thielmann über sein Buch "Alternative für Christen?" und wie die Kirchen mit der Partei umgehen sollten.

Sommerreihe: Die Qual der Wahl"Heute ist es ohne Weiteres möglich, nicht gläubig zu sein"

Ein steinernes Kreuz an der Kreuzung der Calle de Toledo und der Calle de los Cuchilleros im Zentrum der spanischen Hauptstadt Madrid. (imago / Mangold)

Wer heute gläubig sei, sei sich dessen voll bewusst, dass er oder sie genauso gut auch nicht gläubig sein könnte, meint der Sozialphilosoph Hans Joas. In die Attraktivität von Religionsgemeinschaften fließe auch immer ein, wie sie sich zu zentralen politischen Fragen wie sozialer Ungleichheit stellten.

Flüchtlinge aus Gambia in Oberschwaben"Die werden behandelt wie alle anderen auch"

Oberschwaben (Deutschlandradio / Ellen Häring)

Als Ende 2014 Flüchtlinge in ganz Deutschland verteilt wurden, kamen 24 Gambier ins schwäbische Oberzell. Heute arbeiten 19 von ihnen in Vollbeschäftigung und sozialversicherungspflichtig. Damit ist Oberzell Spitzenreiter bei der beruflichen Integration von Zuwanderern.

Der Fall Doğan Akhanlı Ein Missbrauch internationaler Verträge

Auftritt des türkischen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan im Tempodrom in Berlin. Der Premier sprach 2014 vor tausenden Anhängern auf der von den European Turkish Democrats (UETD) organisierten Veranstaltung. (imago - Christian Mang)

Der eigentliche Grund für die Festnahme des türkischstämmigen Schriftstellers Doğan Akhanlı in Spanien dürfte dessen Beschäftigung mit dem türkischen Völkermord an den Armeniern sein, meint Kemal Hür. Dass der türkische Präsident Erdoğan aber inzwischen so weit gehe, Kritiker auch im europäischen Ausland zu verfolgen, sei ein Skandal.

Religion in ComputerspielenDaddeln und trauern

Logo von World of Warcraft. (imago / Ina Fassbender)

In World of Warcraft gibt es auf einer Insel einen Gedenk-Hain für den verstorbenen Schauspieler Robin Williams. Und auch in anderen virtuellen Welten wird immer öfter an real existierende Weggefährten erinnert oder religiöse Symbole tauchen auf.

Publizist Michael Naumann über Rassismus"Amerika hat sich seit Martin Luther King sehr langsam verbessert"

Michael Naumann (dpa / Robert Schlesinger)

In den USA gebe es noch immer einen "kulturellen Rassismus", sagt der Publizist und frühere Kulturstaatsminister Michael Naumann. Das Hauptproblem des Landes aber sei, dass auch dem US-Präsidenten Donald Trump "rassistische Attitüden" nachgewiesen werden können.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Comedy-Legende  Jerry Lewis im Alter von 91 Jahren gestorben | mehr

Kulturnachrichten

Schriftsteller Akhanli kommt unter Auflagen frei  | mehr

 

| mehr