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G8-Entwicklungsminister beraten Ausbau von Dreiecks-Kooperationen

Treffen mit Vertreter von Schwellenländern in Berlin

Südafrikanische Sozialarbeiter bringen einen Aids-Kranken in ein Hospiz.  (AP Archiv)
Südafrikanische Sozialarbeiter bringen einen Aids-Kranken in ein Hospiz. (AP Archiv)

Die Entwicklungsminister der G8-Industriestaaten beraten bis Dienstag in Berlin über einen Ausbau der Zusammenarbeit mit Schwellen- und Entwicklungsländern. An dem zweitägigen Treffen nehmen auch Vertreter aus Indien, China, Brasilien, Mexiko, Südafrika und afrikanische Regionalorganisationen teil.

Bei der Zusammenkunft soll unter anderem über die Bekämpfung von Armut und der Immunschwächekrankheit Aids, und Maßnahmen gegen den Klimawandel beraten werden.

Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) plädierte für einen Ausbau der so genannten Dreiecks-Kooperation. Dabei arbeitet ein Industrieland oder ein internationaler Verbund wie G8 oder EU mit einem Schwellenland sowie einem Entwicklungsland gemeinsam an Projekten. "Gerade Schwellenländer haben ein hohes Interesse an einer solchen Dreiecks-Kooperation", sagte die Ministerin im Deutschlandradio Kultur und verwies auf ein laufendes Projekt mit Mexiko und Guatemala beim Aufbau eines Abfallsystems. (Text/ MP3-Audio)

Hilfe für Afrika

Bei dem Treffen wollen die Minister auch die entwicklungspolitischen Themen für den G8-Gipfel vom 6. bis 8. Juni in Heiligendamm vorbereiten. Afrika und die Entwicklungspolitik stünden prominent auf der Agenda für den deutschen G8-Vorsitz, versicherte Wiezcorek-Zeul.

In Afrika gehe es auch um den notwendigen Aufbau effizienter Energiestrukturen. Der Kontinent verfüge über ausreichende Ressourcen etwa bei der Sonnenenergie, sei aber bei den erneuerbaren Energien nicht ausreichend vorangekommen. Umgekehrt habe Afrika aber am stärksten unter dem Klimawandel zu leiden. Zur G8-Gruppe gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Russland und die USA.

Um die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in Dafur zu stoppen, forderte Wieczorek-Zeul den UN-Sicherheitsrat auf, mehr Druck auf die sudanesische Regierung auszuüben. Notfalls müsse die Europäische Union im Alleingang Sanktionen verhängen.



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:22 Uhr

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