Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Gaddafi-Gegner weiter auf dem Vormarsch

Rebellen erobern Adschdabija zurück

Libyscher Rebellensoldat feuert Raketenwerfer ab (picture alliance / dpa)
Libyscher Rebellensoldat feuert Raketenwerfer ab (picture alliance / dpa)

In Libyen melden die Aufständischen Erfolge im Kampf gegen Gaddafis Truppen: Die strategisch wichtige Stadt Adschdabija ist wieder unter ihrer Kontrolle. Inzwischen rücken Regime-Gegner auf die Hafenstadt Brega vor.

Bei der Rückeroberung Adschdabijas waren die libyschen Regimegegner durch Luftangriffe des westlichen Bündnisses unterstützt worden. Die Aufständischen befinden sich nach eigenen Angaben inzwischen auf dem Vormarsch auf die 80 Kilometer südwestlich gelegene Stadt Brega. Dort befindet sich ein wichtiger Ölhafen.

Der libysche Regierungssprecher Mussa sagte in Tripolis, die Bombardements der Alliierten hätten den Rebellen Deckung für ihren Vormarsch gegeben. Dies sei illegal und durch die Libyen-Resolution der UNO nicht gedeckt.

US-Verteidigungsminister: Gaddafi täuscht zivile Opfer vor

Unterdessen warf US-Verteidigungsminister Robert Gates dem libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi vor, an Angriffsorten der internationalen Militärkoalition Leichen platziert zu haben. Darauf deuteten Erkenntnisse des amerikanischen Geheimdienstes hin, sagte Gates in einem Interview mit dem Fernsehsender CBS.

Von offizieller libyscher Seite war zuvor behauptet worden, dass 100 Zivilisten bei den Angriffen der vergangenen Woche ums Leben gekommen seien. Die internationale Koalition bekräftigte dagegen, militärische Ziele anzugreifen und keine Hinweise auf zivile Opfer zu haben. Gates sagte, die Piloten seien extrem vorsichtig gewesen und hätten außerordentliche Arbeit geleistet.

Obama: Libyen-Einsatz hat Menschenleben gerettet

Nach den Worten von US-Präsident Barack Obama hat die Militäraktion des westlichen Bündnisses gegen das Gaddafi-Regime das Leben vieler Zivilisten gerettet. In einer Rundfunkansprache versicherte er außerdem, das Engagement der USA werde klar begrenzt sein und keinen Einsatz von Bodentruppen umfassen.

Libyen-Konferenz in London

Am Dienstag soll in London eine Konferenz zum Libyen-Einsatz stattfinden. Frankreichs Präsident Sarkozy kündigte an, er wolle mit dem britischen Premierminister Cameron eine politische Initiative vorbereiten. Der Konflikt sei nicht rein militärisch zu lösen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin ist auch Deutschland bei dem Treffen vertreten.

Erneut heftige Proteste in Syrien

In Syrien gehen die Proteste gegen Staatschef Baschar al-Assad unvermindert weiter. Demonstrationen von Oppositionellen werden unter anderem aus den Städten Daraa, Hara, Latakia und Damaskus gemeldet. Dabei sollen auch Gebäude der herrschenden Baath-Partei angezündet worden sein. Am Donnerstag waren bei Protesten wieder mehrere Menschen ums Leben gekommen. Daraufhin wurde im Internet zu einem Volksaufstand aufgerufen.

Linktipp:
Der arabische Aufstand - Sammelportal
Deutschlands Entscheidung ist "nicht einfach zu verstehen" - Ehemaliger NATO-Stabschef hätte sich bei UN-Resolution Zustimmung gewünscht (DLF)

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:41 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 06:50 Uhr Interview

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 05:07 Uhr Studio 9

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 06:30 Uhr Hielscher oder Haase

Aus unseren drei Programmen

Wirtschaftsexperte zum Brexit"Die Briten sind in dieser Situation schlechter gestellt"

Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft. (imago / Jürgen Heinrich)

Nach dem Brexit-Beschluss Großbritanniens müsse es jetzt darum gehen, die Interessen der Gemeinschaft in den Fokus zu rücken, sagte Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft. 

US-Podcast "S-Town"Ein exzentrischer Uhrmacher im White-Trash-Amerika

Brian Reed bei Aufnahmen für seinen Podcast "S-Town". (Photo Credit: Andrea Morales)

Der Podcast "S-Town" ist die neue Produktion des Teams hinter dem US-Erfolgspodcast "Serial". Die Ansprüche der Hörserien-Fans sind deswegen groß. Können die sieben Folgen über einen angeblichen Mord in Alabama die Erwartungen erfüllen?

Axel Scheffler über den Brexit"Wütend und enttäuscht"

Der Autor Axel Scheffler posiert in Köln vor einer Lesung im Rahmen des Literaturfestivals Lit.Cologne. (picture alliance / dpa / Henning Kaiser)

Seit 35 Jahren lebt der deutsche Illustrator Axel Scheffler ("Der Grüffelo") mit seiner Familie in Großbritannien. Jetzt, da es mit dem Brexit ernst wird, fühlt er sich unsicher: Wird er bleiben können? Von seinem Gastland ist Scheffler enttäuscht.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Koalitionsrunde  Einigung in mehreren Streitfragen | mehr

Kulturnachrichten

G7-Ministerkonferenz startet in Italien  | mehr

 

| mehr