Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Gauck soll neuer Bundespräsident werden

Ein parteiübergreifender Kandidat ist gefunden

Die schwarz-gelbe Koalition hat sich mit SPD und Grünen auf Gauck als Kandidat für das Bundespräsidentenamt geeinigt. (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)
Die schwarz-gelbe Koalition hat sich mit SPD und Grünen auf Gauck als Kandidat für das Bundespräsidentenamt geeinigt. (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)

Der Theologe und Ex-Chef der Stasi-Unterlagenbehörde Joachim Gauck soll neuer Bundespräsident werden. Dies kündigte CDU-Chefin und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntagabend in einer Pressekonferenz mit den Parteichefs von CSU, FDP, SPD und Grünen im Beisein Gaucks an.

Bundeskanzlerin Merkel sagte, sie verbinde mit Gauck vor allem die gemeinsame Vergangenheit in der DDR. Für Gauck habe sich der Weg von der Kirche in die Politik von fast alleine ergeben. Ihn zeichne aus, ein "wahrer Demokratielehrer" geworden zu sein.

Gauck selbst sprach von einem besonderen Tag in seinem Leben. Weiter erklärte er, er fühle sich geehrt und sei von der Zustimmung überwältigt. Zugleich dankte er allen Beteiligten für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Gauck hatte schon 2010 gegen Christian Wulff kandidiert. Damals gewann Wulff - expliziter Wunschkandidat der Kanzlerin - im dritten Wahlgang. Am Freitag war Wulff mit sofortiger Wirkung vom Bundespräsidentenamt zurückgetreten. Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte angekündigt, Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts der Vorteilannahme einzuleiten. Wulff ist der zweite Bundespräsident binnen zwei Jahren, der vorzeitig abdankt. Zuvor war bereits Horst Köhler - ebenfalls ein Wunschkandidat der Kanzlerin - vorzeitig aus dem Amt geschieden.

Kanzlerin Merkel hatte sich noch am Sonntag dezidiert gegen Gauck als Nachfolger ausgesprochen. Spätestens bis zum 18. März muss die Bundesversammlung laut Gesetz nun den designierten Bundespräsidenten wählen. Dank der überparteilichen Einigung dürfte Gauck bereits im ersten Wahlgang gewählt werden. Einzig die Partei Die Linke war von den Verhandlungen über den neuen Bundespräsidenten ausgeschlossen worden.

ZDF: Joachim Gauck im Porträt

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:47 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Nachrichten

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Nachrichten

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Ermittlungen der UNUkraine verweigert Antifolterkomitee den Zutritt

Ein Keller in Dscherhinsk - hier wurden Zivilisten und Angehörige der ukrainsichen Armee bzw. Freiwilligen-Bataillone festgehalten und gefoltert. (Von der Hilfsorganisationen "Recht auf Frieden im Donbass" zur Verfügung gestellt)

Die Menschenrechtsverletzungen im Kriegsgebiet in der Ostukraine halten an. Die Verbrechen sollen geahndet werden, die Dokumente stapeln sich in Den Haag und Straßburg. Die Ukraine will die Strafverfolgung - doch von Kontrollen auf ihrem Territorium hält sie offenbar nicht viel.

Bastei Lübbe für höhere Buchpreise"Für Kunden ist der Preis zweitrangig"

Buchhandlung (picture alliance / dpa / Foto: Ralf Hirschberger)

Bücher müssen teurer werden: Das fordert Klaus Kluge, Vorstand im Verlag Bastei Lübbe. Dabei gehe es vor allem um das Einkommen von Autoren und die Existenz von Buchläden. Für Käufer sei der Preis nicht entscheidend, sagt er.

KatholikentagAls Mann und Frau und … schuf er sie

Hochzeitstorte mit zwei Frauenfiguren (AFP / Gabriel Bouys)

Gender ist gerade für konservative Christen ein Reizwort, denn sie sehen dadurch Gottes Schöpfungsplan in Frage gestellt. Doch die Veränderungen der Geschlechterbilder machen nicht vor den Toren der Kirche Halt. Zwei große Podien widmen sich auf dem Katholikentag in Leipzig dem Thema Gender und lassen kontroverse Diskussionen erwarten.

FrankreichWie sicher sind die französischen Atomkraftwerke?

Das Atomkraftwerk in Fessenheim in Frankreich (dpa / picture-alliance / Patrick Seeger)

Die französische Atomaufsicht hat ihren Jahresbericht vorgelegt - und den Kraftwerken im Land insgesamt gute Noten ausgestellt. Doch Behördenchef Chevet gab auch zu, dass seine Behörde bei der Aufgabe, die französischen Kernkraftanlagen zu überwachen, zunehmend überlastet sei.

100 Jahre Schlacht von VerdunDas deutsch-französische Verhältnis ist gestörter denn je

Frankreichs Präsident Francois Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel - voneinander abgewandt (imago / Belga)

In der Energie- und Umweltpolitik: nur Gegensätze und Konflikte. Aber auch in der Außenpolitik sucht man vergeblich nach Gemeinsamkeiten. Deutschland und Frankreich sind weit auseinander gerückt, meint der Historiker Klaus Manfrass.

Präsidentschaftskandidat TrumpTweets statt Sicherheitspolitik

Donald Trump bei einer Rede nach den Vorwahlen in Indiana. (picture alliance / dpa / Justin Lane)

Donald Trump hat es geschafft: Nach aktuellen Zählungen wird er der Präsidentschaftskandidat der Republikaner. Am Rande des G7-Gipfels zeigte sich Präsident Barack Obama besorgt. Er sei mehr an Schlagzeilen und Tweets interessiert, statt an Amerikas Sicherheit zu denken.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Die Linke  Parteitag in Magdeburg hat begonnen | mehr

Kulturnachrichten

"Fritz Bauer" ist der große Gewinner beim Deutschen Filmpreis  | mehr

Wissensnachrichten

Hate-Speech  Studie: Hälfte aller frauenfeindlichen Tweets von Frauen | mehr