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Gegner legten Braunkohlezufuhr lahm

Proteste in der Lausitz von Polizei beendet

Angekettet: Greenpeace-Aktion gegen Braunkohle-Tagebau in der Lausitz (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)
Angekettet: Greenpeace-Aktion gegen Braunkohle-Tagebau in der Lausitz (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

In der Nacht hat die Polizei auch die letzten Umweltschützer bei Welzow von den Gleisen gebracht - sie hatten sich aus Protest gegen einen geplanten Braunkohle-Tagebau an Bahnschienen festgekettet.

Mit schwerem Gerät waren die Polizisten bis in die Nacht zugange, um betongefüllte Kästen aufzubrechen. Mit ihnen hatten sich die Protestierenden am frühen Montagmorgen an den Gleisen verankert. Kurz nach zwei Uhr verließ der letzte Aktivist das Gleis.

Die neun Greenpeace-Aktivisten aus Schweden und Deutschland wollten mit ihrer Aktion gegen einen erweiterten Abbau von Braunkohle durch den Energiekonzern Vattenfall protestieren. Auch sollten Kohletransporte der Bahn gestoppt werden. "Braunkohle ist der klimaschädlichste Energieträger. Die Emissionen aus Kraftwerken sind gesundheitsschädlich", sagte ein Greenpeace-Sprecher.

Auf den Gleisen im Tagebaugebiet Welzow-Süd fahren Kohle-Züge für Vattenfall-Kraftwerke. Nach Mitteilung des Konzerns hat die Unterbrechung der Transporte zu Problemen in den drei Kohlekraftwerken Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Boxberg sowie einem Veredlungsbetrieb geführt.

Braunkohlevorräte bis 2040

In dem 2000 Hektar großen Teilabschnitt Welzow-Süd II, von dem etwa 90 Hektar zu Sachsen und der Rest zu Brandenburg gehören, liegen nach Schätzungen von Geologen rund 200 Millionen Tonnen Kohle. Vattenfall Europe will damit bis 2040 das Kraftwerk Schwarze Pumpe beliefern.

Dagegen hatte es im ersten Beteiligungsverfahren 2011/2012 etwa 5000 Eingaben gegeben - von Bürgern, Umweltverbänden, Behörden und Firmen. Deshalb legte die Landesplanungsbehörde die Pläne von Ende Juni bis zum heutigen 17. September erneut aus.

Unterschriften pro und contra

Der "Pro Lausitzer Braunkohle" will am letzten Tag der Bürgerbeteiligung der Landesplanung in Cottbus Unterschriften für den Braunkohleabbau überreichen.

Gestern hätten Umweltschützer der zuständige Behörde in Cottbus eine Liste mit 112.157 Unterschriften übergeben, teilte der brandenburgische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit. Es sei die bisher erfolgreichste Unterschriftensammlung gegen einen neuen Tagebau, die es jemals in Deutschland gegeben habe, sagte Daniela Setton, Referentin Energiepolitik der Klima-Allianz Deutschland.

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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:17 Uhr

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