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Gesundheit kostet künftig mehr

Koalition einigt sich auf Reform

Stethoskop (Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)
Stethoskop (Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)

Nach monatelangen Verhandlungen haben sich Union und FDP heute auf die Eckpunkte der Gesundheitsreform geeinigt. Wie aus Koalitionskreisen verlautete, gehört dazu eine Anhebung des Beitrags zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Demnach soll der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung um 0,6 Prozentpunkte von 14,9 auf 15,5 Prozent steigen. "Wir können Gesundheit auf Dauer nicht nur mit den Löhnen finanzieren", verteidigte CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn im Vorfeld die geplante Erhöhung der Kassenbeiträge.

Außerdem dürfen die Krankenkassen höhere Zusatzbeiträge verlangen. Diese können Kassen erheben, wenn sie mit dem Geld aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommen. Für bedürftige Arbeitnehmer und Rentner soll dafür ein Sozialausgleich eingeführt werden.

7,5 Milliarden Euro sparen

Bei Ärzten, Kliniken und Medikamenten sollen in den nächsten zwei Jahren 7,5 Milliarden Euro eingespart werden. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler zeigte sich zuversichtlich, mit der Summe der geplanten Maßnahmen das für 2011 zu erwartende Defizit von elf Milliarden Euro ausgleichen zu können.

Oppositionsvertreter wie SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier bezeichneten die vereinbarten Eckpunkte als unsozial, weil höhere Beiträge und Zusatzprämien vor allem Menschen mit unteren und mittleren Einkommen beträfen. Kritik kam auch von Gewerkschaften, Kirchen und Sozialverbänden. So forderte der Familienbund der Katholiken mehr "solidarische Elemente" und kritisierte die Reform wegen der finanziellen Mehrbelastung für Familien.

Für wen sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung lohnt, erklärt unser Verbrauchertipp.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:37 Uhr

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