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Gewerkschaften fordern Abschaffung der Mini-Jobs

400-Euro-Stellen vernichten reguläre Arbeitsplätze

Michael Sommer, DGB-Vorsitzender (AP)
Michael Sommer, DGB-Vorsitzender (AP)

Der DGB-Vorsitzende Sommer hat sich dafür ausgeprochen, die so genannten Mini-Jobs abzuschaffen. Die bisherige Entwicklung habe die schlimmsten Befürchtungen bestätigt, sagte Sommer der Zeitung "Bild am Sonntag". Durch die wachsende Zahl der 400-Euro-Jobs würden keine neuen Stellen geschaffen, sondern immer mehr reguläre Arbeitsplätze abgebaut.

"Die Entwicklung der Mini-Jobs hat unsere schlimmsten Befürchtungen bestätigt", sagte der DGB-Chef. "Es werden keine neuen Arbeitsplätze geschaffen, es werden bestehende Stellen massenhaft aufgespalten in viele kleine Jobs."

Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Bsirske. Nach seinen Angaben sind in diesem Jahr allein im Einzelhandel fast 230.000 Stellen weggefallen. In etwa dieser Größenordnung sei im selben Zeitraum die Zahl der Mini-Jobs gestiegen.

8,4 Millionen geringfügige Beschäftigungsverhältnisse

Nach Angaben der Mini-Jobs-Zentrale ist die Zahl der Mini-Jobber auch im dritten Quartal 2004 erneut gestiegen. Zur Zeit sind 8,4 Millionen geringfügige Beschäftigungsverhältnisse registriert.



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:08 Uhr

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