Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Gleiche Abi-Prüfungen in ganz Deutschland?

Kultusminister beraten über Zentralabitur

Die KMK diskutiert einheitliche Bildungsstandards von "Kiel bis Koblenz".
Die KMK diskutiert einheitliche Bildungsstandards von "Kiel bis Koblenz". (AP)

Die Kultusminister der Länder diskutieren heute in Bonn auf einer zweitägigen Sitzung unter anderem über die Einführung eines bundesweiten Zentralabiturs. Dies hatte unter anderem Bundesbildungsministerin Anette Schavan (CDU) mit Nachdruck gefordert.

Zunächst aber wollen sich die Minister mit einheitlichen Standards für die Abiturprüfung und die gymnasiale Oberstufe befassen. In fast allen Bundesländern gibt es bereits einheitliche Abschlussprüfungen. Dabei gehe es um die Vergleichbarkeit der Abiturprüfungen, nicht um Vereinheitlichung, betonte eine Sprecherin des Hessischen Kultusministeriums am Dienstag. Für mehrere Schuljahrgangsstufen - Grundschule, Hauptschule und Sekundarstufe I - gibt es bereits einheitliche Bildungsstandards. Diese will Hessen in einem Antrag für die unionsgeführten Länder auf die Allgemeine Hochschulreife ausweiten.

Der deutsche Lehrerverband begrüßt das Vorhaben grundsätzlich, lehnt ein Zentralabitur aber ab. Verbandspräsident Josef Kraus sagte, ein Zentralabitur führe zu einer Angleichung auf mittlerem Niveau. "Bayern und Baden-Württemberg würden verlieren", glaubt Kraus.

Ahnen: Zentralabitur kein Qualitätsfortschritt

Auch die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) macht sich für Bildungsstandards stark. Diese beschrieben, was Schüler am Ende eines schulischen Abschnitts gelernt haben sollten, sagte Ahnen im Deutschlandfunk. Bildungsstandards hätten sich bereits bewährt, sorgten für mehr Vergleichbarkeit und müssten nun weiterentwickelt werden.

Die Ministerin sprach sich gegen die Einführung eines bundesweiten Zentralabiturs aus. Schüler müssten zwar einen Text interpretieren können, "aber es müssen am Ende nicht alle den gleichen Text interpretieren". Dies sei kein "Qualitätsfortschritt". Ein Zentralabitur wäre zudem ein "riesiger organisatorischer Aufwand", sagte Ahnen und verwies auf unterschiedliche Ferien- und Prüfungszeiten.
Text/ MP3-Audio

Hohe Schulabbrecherquote soll gesenkt werden

Auf der Kultusministerkonferenz (KMK) geht es auch um die hohe Zahl von Schulabbrechern. Die mit acht Prozent eines Jahrgangs unverändert hohe Zahl von Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss will die KMK bis 2012 deutlich senken.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:25 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 12:10 Uhr Informationen am Mittag

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 12:07 Uhr Studio 9

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Dokumente der WocheDie Wende im Deutschlandfunk

Das Deutschlandfunk-Funkhaus bei Nacht.

Der Deutschlandfunk erinnert an die Umbruchzeit in Deutschland und in Europa vor 25 Jahren. In der Reihe "Dokumente der Woche" kommen DLF-Journalisten und Akteure von 1989 zu Wort.

Sperrvermerke für Dschihadisten"Nach derzeitiger Gesetzeslage nicht möglich"

Ein Mann hält am 16.10.2009 auf dem Flughafen in Frankfurt am Main seinen Reisepass in den Prototypen einer automatischen Passkontrolle, genannt "easy Pass".

Um zu verhindern, dass gewaltbereite Dschihadisten über die Türkei nach Syrien oder den Irak ausreisen, ist ein Sperrvermerk im Personalausweis im Gespräch. Ein juristisch absolut problematisches Unterfangen, sagte Nikolaos Gazeas, Experte für internationales Strafrecht, im Deutschlandfunk. Ein Sichtvermerk hätte eine stigmatisierende Wirkung.

PolitikverdrossenheitDie deutsche Demokratie braucht neuen Schwung

Wahlkabine - hier wählt der Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl in Brandenburg, Ministerpräsident Dietmar Woidke; September 2014

Das deutsche Volk ist wahlmüde geworden. Das sei gefährlicher als die Radikalisierung an den politischen Rändern, meint der Schriftsteller Lutz Rathenow. Er wünscht sich viele gute Ideen für eine "friedliche Evolution" der bundesdeutschen Demokratie.

Massenprotest in Hongkong"Der Funke könnte auf Festlandchina überspringen"

Zwei junge Frauen verteilen Essen an Pro-Demokratie-Demonstranten in Hongkong

Was in Hongkong passiert, lässt sich nicht mehr wegzensieren, ist der chinesische Publizist Shi Ming überzeugt. Durch die starke ökonomische Verflechtung wisse man in Südchina über die Proteste in Hongkong genau Bescheid, sagte Shi Ming im DLF. Dies sei eine Herausforderung für Peking.

HochgeschwindigkeitszügeEcho, Falke und Sturmwind

Ein Shinkansen fährt in den Bahnhof von Tokio ein (16 September 2013).

Am 1. Oktober 1964 wurde er in Betrieb genommen: Der Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen fuhr bis zu 320 Kilometer schnell und katapultierte Japan in die Gemeinschaft der industrialisierten Länder.

BildungSchon Grundschüler sollen Philosophie lernen

Grundschüler beim Schreiben

In der Grundschule sollte Philosophie als Unterrichtsfach eingeführt werden, findet der Philosoph Michael Quante. Denn so könnten die Kinder "Kompetenzen und Fähigkeiten einüben, die wir in einer vielfältigen, pluralen Alltagswelt brauchen".

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Erster Ebola-Patient  in den USA | mehr

Kulturnachrichten

Die Toten Hosen  bekommen Josef-Neuberger Medaille | mehr

Wissensnachrichten

Bildung  Schon Erstklässler sollten Philosophie-Unterricht bekommen | mehr