Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Goethe-Institut mit neuem Präsidenten

Klaus-Dieter Lehmann löst Jutta Limbach ab

Klaus-Dieter Lehmann folgt Jutta Limbach, (Deutschlandradio / Bettina Straub)
Klaus-Dieter Lehmann folgt Jutta Limbach, (Deutschlandradio / Bettina Straub)

Das Goethe-Institut hat einen neuen Präsidenten: Klaus-Dieter Lehmann übernahm das Amt von Jutta Limbach. Sie hatte das Amt 2002 angetreten. Lehmann leitete bis zum Februar dieses Jahres die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin. Zugleich war er seit 2002 Vize-Präsident des Goethe-Instituts.

Im Rahmen eines Festaktes in München hob Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Montag die Verdienste Limbachs um die Reform des Goethe-Instituts hervor. Sie habe ihr Ehrenamt mit Energie, Tatkraft und Mut ausgefüllt.

Jutta Limbach, Präsidentin des Goethe-Instituts (Goethe-Institut)Jutta Limbach scheidet aus dem Amt. (Goethe-Institut)Zugleich würdigte Steinmeier Klaus-Dieter Lehmann als einen der renommiertesten deutschen Kulturmanager. Der frühere Leiter der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sei ein idealer Partner bei der Modernisierung des Goethe-Instituts. Auch Jutta Limbach nannte Lehmann in ihrer Rede einen idealen Nachfolger und versierten Kulturmanager.

Lehmann selbst sagte im Deutschlandradio Kultur, er rechne nicht mit der Schließung von Instituten in Europa. Die Politik habe begriffen, dass das Goethe-Institut mit seiner Glaubwürdigkeit im Ausland ein großes Gewicht habe. Zugleich kündigte er eine Ausdehnung des Goethe-Instituts in Afrika und Asien an. Auf dem afrikanischen Kontinent stünde noch in diesem Jahr die Eröffnung von gleich drei neuen Einrichtungen bevor: "Ich glaube, dass das eine gute Möglichkeit ist, in Afrika für Deutschland Fuß zu fassen." Geplant sei in diesem Zusammenhang auch eine breit angelegte Sprach-Offensive. (Text/MP3-Audio)

Das Goethe-Institut hat seine Zentrale in München und unterhält 147 Dependancen in 83 Ländern. Es widmet sich der auswärtigen Kulturpolitik.

Mit neuem Konzept weltweit aktiv

Mit dem Zwang zum Sparen wurde nicht nur über Sinn und Zweck der Goethe-Institute diskutiert, sondern über auswärtige Kulturpolitik im Ganzen. Das Ergebnis war ein umfassendes Reformkonzept für die bekanntesten deutschen Kultureinrichtungen im Ausland.
Hintergrund vom 3.2.2007: Die Arbeit der Goethe-Institute


Programmtipp: Der Festakt im Goethe-Institut mit der Amtsübergabe an Klaus-Dieter Lehmann ist Thema in "Fazit" ab 23.05 Uhr im Deutschlandradio Kultur.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:28 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 09:35 Uhr Tag für Tag

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 09:07 Uhr Im Gespräch

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 06:30 Uhr Hielscher oder Haase

Aus unseren drei Programmen

Aiman Mazyek über Integration"Wir haben ein Umsetzungsdefizit"

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland. (Deutschlandradio / Nicolas Hansen)

Flüchtlinge in Deutschland seien mangelhaft integriert, sagt Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime. Das liege zumeist nicht an ihnen selbst, sondern an Hürden wie der Bürokratie. Er warnt davor, auf diese Weise Menschen zu verprellen.

73. Filmfestspiele von VenedigDas Festival der Autorenfilmer

Der "Goldene Löwe" auf dem Lido in Venedig. Mit dem Goldenen Löwen (Leone d_Oro) wird bei den jährlich veranstalteten Filmfestspielen von Venedig der beste Wettbewerbsfilm prämiert.  (picture alliance / dpa / Jens Kalaene )

Heute werden die Filmfestspiele von Venedig eröffnet. Vermutlich mit weniger Glanz und Glamour als sonst aufgrund der Erdbebenkatastrophe in Mittelitalien. Bewährte Regisseure wie Wim Wenders und Emir Kusturica treten im Wettbewerb um den Goldenen Löwen an.

Grünen-Politiker Giegold zum Apple-Entscheid"So geht Europa!"

Sven Giegold ist Europa-Abgeordneter der Grünen. (imago/ Rainer Weisflog)

Der Grünen-Europaabgeordnete Sven Giegold lobt die Entscheidung der EU-Kommission, den US-Konzern Apple in Irland Steuern in Milliardenhöhe nachzahlen zu lassen. Durch solche Schritte könne man verloren gegangenes Vertrauen der Bürger in Europa wiedergewinnen, sagte er im DLF.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Wehrpflicht  Friedensaktivisten kritisieren Diskussion über Wiedereinführung | mehr

Kulturnachrichten

César Aira gewinnt in Chile Literaturpreis Manuel Rojas  | mehr

Wissensnachrichten

Skandinavien  Ehelosigkeit ist offenbar gut für die Frauenrechte | mehr