Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Griechenland bleibt in Eurozone

Nach EU-Finanzminister-Treffen in Luxemburg

Europafahne vor der Akropolis in Athen (picture alliance / dpa)
Europafahne vor der Akropolis in Athen (picture alliance / dpa)

Nach dem Geheim-Treffen der EU-Finanzminister in Luxemburg hat die Eurogruppe einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone ausgeschlossen. Ebenso wird es keine Umschuldung der 110 Milliarden Euro Unterstützung für Athen geben.

Die EU-Finanzminister haben sich gestern zu einem Treffen in Luxemburg getroffen, um über die Schuldenkrise Griechenlands zu beraten. Das Treffen sei geheim gehalten worden, wie Leon Stebe in Deutschlandfunk berichtete (MP3-Audio). Erst in der Nacht, nach der Konferenz, bestätigte der Chef der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, dass er die Finanzminister nach Luxemburg eingeladen habe.

Keine Umschuldung für Griechenland

Bei dem Treffen wurde über die Finanzkrise Griechenlands diskutiert. Dabei habe Juncker ausdrücklich gesagt, dass kein Austritt Griechenlands aus der Eurozone geplant sei. "Wir wollen nicht,dass der Euroraum ohne Grund explodiert", so Juncker weiter. Man habe jedoch auch eine Umschuldung ausgeschlossen. Griechenland wird von der Eurozone mit Krediten in Höhe von 110 Milliarden Euro gestützt. Als Bedingung dafür hat das Land ein striktes Sparprogramm akzeptiert.

Der griechische Staat kann gegenwärtig die Schulden nicht abtragen. Das Land möchte erreichen, dass die Kreditbedingungen gemildert werden, also eine Laufzeitverlängerung erreicht wird und die Zinsen gesenkt werden.

Ob über dieses Thema auf dem Geheim-Treffen gesprochen wurde, sei nicht bekannt, sagte Stebe weiter. Beim nächsten turnusmäßigen Treffen der Finanzminister solle jedoch über einen weiteren Wirtschaftsplan für Griechenland gesprochen werden.

Auf die Gerüchte über das Treffen reagierten die Finanzmärkte sofort: Der Euro verlor zwei Cent gegenüber seinem Tageshöchstkurs.

Mehr zum Thema:

"Besser ein Ende mit Schrecken" - FDP-Finanzpolitiker Luksic über Griechenlands Schuldenkrise

Bundestag genehmigt Griechenland-Hilfe

Griechisches Parlament segnet Sparpaket ab

Griechenland auf Sparkurs

Griechenland zwischen Schuldendruck und Sparvorgaben

Ökonomin: Griechenland-Sanierung nicht auf Schuldenabbau reduzieren

Scheer (SPD): Rettungspaket ist "vollständig unzulänglich"

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:42 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 19:15 Uhr DLF - Zeitzeugen im Gespräch

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 19:07 Uhr Zeitfragen. Forschung und Gesellschaft

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 18:15 Uhr Redaktionskonferenz

Aus unseren drei Programmen

Debatte über Abschiebungen"Man hat über Afghanistan nicht gesprochen"

Der Innenminister von Schleswig-Holstein, Stefan Studt, SPD (picture-alliance / dpa / Daniel Bockwoldt)

Schleswig-Holstein hat Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan gestoppt. Die Lage dort habe sich 2016 noch einmal dramatisch verschlechtert, sagte SPD-Innenminister Stefan Studt im DLF. Er betonte, Afghanistan sei beim Treffen der Länderchefs mit der Bundeskanzlerin jüngst kein Thema gewesen.

Volker Kitz: "Feierabend"Niemand muss für seinen Job brennen!

Volker Kitz (Deutschlandradio / Manfred Hilling)

Leidenschaft im Beruf? Das muss nicht sein, sagt Autor Volker Kitz und plädiert für mehr Gelassenheit. Arbeit müsse nicht der wichtigste Lebensinhalt sein.

KARNEVAL UND FASCHINGFest für Herpes und Geschlechtskrankheiten

Heute beginnt in den Faschings-, Fastnachts- und Karnevalshochburgen die ganz heiße und sündige Zeit: Es wird gesoffen, geknutscht und gefummelt. Doch Vorsicht: Auch Herpesviren und Geschlechtskrankheiten lieben die tollen Tage.

Vatikanische MuseenDer Mann mit der Schlüsselgewalt

Innenansicht der sixtinischen Kapelle mit den Fresken Michelangelos. (picture alliance / dpa / Musei Vaticani / Ansa / Claudio)

Die Vatikanischen Museen sind die ältesten öffentlich zugänglichen Kunstsammlungen der Welt. Sie werden jährlich von rund 25 Millionen Menschen besucht. Sie sind eine modern organisierte Museumsmaschine. Aber einige anachronistisch anmutende Kuriositäten sind geblieben: etwa der so genannte "Clavigero", der Herr aller 3.000 Museumsschlüssel.

Islam und IntegrationWir brauchen eine umarmende Säkularität

Das Foto vom 15.02.2017 zeigt die DITIB-Moschee in Fürthen (Rheinland-Pfalz). Fahnder des Bundeskriminalamtes haben das Anwesen aufgrund von Spionage-Vorwürfen gegen Imame des islamischen Moscheeverbandes DITIB durchsucht. Foto: Thomas Frey/dpa | Verwendung weltweit (Thomas Frey/dpa)

Die Engstirnigkeit deutscher Islamverbände steht der offenen Gesellschaft entgegen, sagt der Grünen-Politiker Memet Kılıç. Islamische Erziehung sei Teil des Problems − gegen religiösen Fanatismus helfe nur mehr Ethik, Philosophie, Kunst und Aufklärung.

Begrenzung der Managergehälter?"Willkürlicher Eingriff in die Vertragsfreiheit"

Eine Reihe von Männern in Anzügen, der Blick geht auf Hosen und Schuhe. (picture alliance / dpa / Grigoriy Sisoev)

Die von der SPD ausgelöste Debatte über Managervergütungen sei "übertrieben", sagte Unternehmensberater Alexander von Preen im DLF. "Ausreißer" bei VW und Deutscher Bank würden in den Vordergrund gestellt. Grundsätzlich gebe es bereits Instrumente zur Begrenzung von Gehältern.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Syrien  Gabriel mahnt ernsthafte Bemühungen um Frieden an | mehr

Kulturnachrichten

Neues Kulturzentrum in Athen eröffnet  | mehr

Wissensnachrichten

Artenschutz  Hunde spüren Geparden auf | mehr