Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

Griechenland rutscht immer tiefer in die Rezession

Troika fordert Nachbesserung bei Sparplänen

Auch die Rentner in Griechenland sind Opfer der Finanzkrise
Auch die Rentner in Griechenland sind Opfer der Finanzkrise (picture alliance / dpa / Orestis Panagiotou)

Die Prognosen der griechischen Regierung sind düster. Sie rechnet für das Jahr 2013 erneut mit einem Konjunktureinbruch. Doch es gibt keine Alternative zu den strengen Sparplänen, denn die internationalen Hilfszahlungen sind an strenge Auflagen gekoppelt. Ein Treffen mit der Gläubiger-Troika endete am Montag ohne Ergebnis.

Ministerpräsident Antonis Samaras braucht dringend Geld, um sein Land vor dem Staatsbankrott zu bewahren. Doch um wie geplant 31,5 Milliarden Euro aus dem zweiten Hilfspaket für sein Land zu erhalten, muss er die Gläubiger-Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) von der Ernsthaftigkeit seiner Reformpläne überzeugen.

Doch die internationalen Experten zeigten sich nach einem erneuten Treffen mit Finanzminister Yannis Stournaras nicht wirklich zufrieden. "Sie wollen Erläuterungen des Sparprogramms, das wir ihnen präsentiert haben", sagte Stournaras in Athen. Vor gut einer Woche hatte die Troika die Verhandlungen vorübergehend ausgesetzt - nur wenn Athen weitere Kürzungsversprechen abgebe, werde der Dialog um Milliardenhilfen fortgeführt, so die Ansage der Geldgeber.

Erbitterter Widerstand gegen Etatkürzungen

Daraufhin hatte Samaras angekündigt, geplante Sparvorhaben vorzuziehen. Insgesamt plant seine Regierung Einschnitte in Höhe von 11,5 Milliarden Euro in den kommenden zwei Jahren. Doch dagegen regt sich im Land erbitterter Widerstand. Erst in der vergangenen Woche hatten die Gewerkschaften mit einem Generalstreik das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt.

Die erheblichen Etatkürzungen lähmen wiederum die Wirtschaft. So wird das Bruttoinlandsprodukt nach Schätzungen der Regierung im kommenden Jahr um 3,8 Prozent einbrechen. Das geht aus einem Haushaltsentwurf des Kabinetts hervor, der am Montag in Athen vorgestellt wurde. Es wäre das sechste Jahr mit einem Rückgang in Folge.

Mehr:
Troika kontrolliert erneut Griechenland - <br> Medien: Viele rote Karten für Athen

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:59 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 04:05 Uhr Milestones

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 03:05 Uhr Tonart

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

TibetDer stille Kampf um Identität

Mehrere tibetische Frauen in traditioneller tibetischer Kleidung

In Tibet bekennen sich immer mehr junge Musiker und Bands mit ihrer Kunst zum buddhistischen Glauben und zur tibetischen Kultur und Sprache. Die Popmusik wird zu einem Ausdruck bedrohter Identität.

TSV Friedland 1814200 Jahre Turnsport

Das historische Gebäude der ehemaligen Wassermühle in Friedland in Mecklenburg-Vorpommern

Er hat ein Kaiserreich, zwei Weltkriege, eine deutsche Teilung und den Mauerfall überdauert: Der TSV Friedland 1814 ist der älteste Sportverein hierzulande. Wenn das kein Grund zu feiern ist.

Ukraine-KonfliktBundesregierung verhalten optimistisch

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vor einer Deutschland-Flagge während einer Pressekonferenz in Berlin.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zeigte sich nach der Einigung auf das weitere Vorgehen in der Ukraine überrascht: In Genf sei mehr erreicht worden, als viele erwartet hätten. 

Urbane LändlichkeitVon wegen hinterwäldlerisch

Ein Fuchs sitzt unter einem Baum im Park, daneben spazieren Menschen. (dpa)

Das Neonlicht beleuchtet Facetten von Provinz, entdeckt Sehnsucht nach Ländlichkeit im urbanen Raum, beobachtet dörfliches Leben in Istanbul und findet heraus, warum sich Wildtiere im Großstadtdschungel pudelwohl fühlen.

Eltern-AlarmMit Mama und Papa in die Uni

Studenten sitzen in einem Hörsaal der Universität Koblenz-Landau

Helikopter-Eltern, die noch während des Studiums ihrer Kinder die Fäden fest in der Hand halten, sind keine Seltenheit mehr. Doch überengagierte Eltern können ihren Kindern auch schaden.

Kalifornien Melange aus Hippies und Hipstern

Der Erdschatten und der Gürtel der Venus über San Francisco

Wolfgang Stuflesser, ARD-Korrespondent in Los Angeles, berichtet über die Filmwirtschaft in Hollywood genau so wie über die großen Internetfirmen im Silicon Valley. Sein Berichtsgebiet reicht bis Hawai - wäre schön, wenn er beruflich endlich mal dorthin müsse.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Kerry:  Russland muss Ukraine-Vereinbarung umsetzen | mehr

Kulturnachrichten

Trauer  um Gabriel Garcia Marquez | mehr

Wissensnachrichten

Abitur  Abitur: G8 oder G9 macht keinen Unterschied | mehr