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Griechisches Parlament stimmt Sparpaket endgültig zu

Deutsche Finanzwirtschaft beteiligt sich an Hilfe

Premierminister Giorgos Papandreou hat das Sparpaket der Regierung erfolgreich durch das Parlament gebracht. (AP)
Premierminister Giorgos Papandreou hat das Sparpaket der Regierung erfolgreich durch das Parlament gebracht. (AP)

Das griechische Parlament hat das Gesetz zur Umsetzung des neuen Sparpakets angenommen - und so den Weg für weitere harte Sparmaßnahmen frei gemacht. Deutsche Banken und Versicherungen einigten sich auf freiwillige Finanzhilfen.

Nun steht es endgültig fest: Auf die Griechen kommen weitere harte Sparmaßnahmen zu. Das griechische Parlament hat heute den Weg für das neue Sparpaket freigemacht. 155 Abgeordnete stimmten für das Gesetz, das die Umsetzung der Sparmaßnahmen regelt. 136 stimmten dagegen, fünf Abgeordnete enthielten sich, vier waren abwesend. Gestern hatten die griechischen Parlamentarier der Reform bereits grundlegend zugestimmt. Mit diesem Votum für das Sparpaket hat das griechische Parlament ein sehr großes Risiko für den Euroraum und möglicherweise für die gesamte Weltwirtschaft abgewendet, sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer im Deutschlandfunk.

Demnach will die griechische Regierung ab 2012 insgesamt 28 Milliarden Euro mehr einnehmen - durch Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen. Privatisierungen von Staatseigentum sollen rund 50 Milliarden einbringen. Diese Einschnitte müssen gemacht werden, sonst hätten EU und Internationaler Währungsfonds (IWF) keine weiteren Finanzhilfen gezahlt. Dann hätte Griechenland vor der Staatspleite gestanden - die Staatsschulden betragen 350 Milliarden Euro.

Deutsche Finanzinstitute sagen bis zu 3,2 Milliarden Euro zu

Deutsche Banken und Versicherungen haben sich in Berlin mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) darauf geeinigt, Griechenland finanziell zu helfen - mit bis zu 3,2 Milliarden Euro. Das soll auf der Grundlage eines französischen Modells passieren, nach dem private Gläubiger bei Fälligkeit ihrer Griechenland-Anleihen mindestens die Hälfte des Geldes erneut in länger laufende Anleihen investieren. Insgesamt halten deutsche private Finanzinstitute griechische Staatspapiere im Wert von zehn Milliarden Euro. Details sollen bis zum Sonntag feststehen. Dann treffen sich die Euro-Finanzminister in Brüssel.

Mehr zum Thema auf dem dradio.de-Sammelportal "Euro in der Krise"

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:43 Uhr

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