Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Große Trauer um Loki Schmidt

Republik würdigt Ehefrau von Altkanzler Schmidt

Loki Schmidt (AP)
Loki Schmidt (AP)

Eine "eindrucksvolle" und "eigenständige Persönlichkeit", "eine Stütze für den Pragmatiker Schmidt", "weit weg von jeder Attitüde": Erinnerungen an die Ehefrau von Altkanzler Helmut Schmidt, die im Alter von 91 Jahren gestorben ist.

<p>Bundespräsident Christian Wulff drückte Helmut Schmidt in einem Schreiben sein Beileid aus: "Der Tod Ihrer Frau ist ein großer Verlust für uns alle". Wulff nannte Loki Schmidt eine "eindrucksvolle Persönlichkeit", die auf eine "souveräne Weise bescheiden" gewesen sei.<br /><br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="69172" text="&quot;Sie war eine eigenständige Persönlichkeit&quot;, sagte der ehemalige WDR-Intendant Friedrich Nowottny im Deutschlandfunk über die Verstorbene." alternative_text="&quot;Sie war eine eigenständige Persönlichkeit&quot;, sagte der ehemalige WDR-Intendant Friedrich Nowottny im Deutschlandfunk über die Verstorbene." />"Sie lebte auch nicht von dem Glanz des Amtes ihres Mannes, sie lebte aus sich selbst, aus ihren eigenen Ambitionen". <br /><br />Der ehemalige Erste Bürgermeister von Hamburg, Klaus von Dohnanyi, erinnerte sich im Deutschlandradio Kultur gerne an die Offenheit, Natürlichkeit und freundschaftliche Art der verstorbenen Loki Schmidt. <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="163563" text="&quot;Sie stand sehr viel mehr auf der Erde als auf dem roten Teppich&quot;, lobte von Dohnanyi die Natürlickeit Schmids im Deutschlandradio Kultur" alternative_text="&quot;Sie stand sehr viel mehr auf der Erde als auf dem roten Teppich&quot;, lobte von Dohnanyi die Natürlickeit Schmids im Deutschlandradio Kultur" /><br /><br /><papaya:media src="555b345f9fc5caae1c3bd4b0a7f99cb6" rspace="5" bspace="5" width="144" height="108" align="left" resize="abs" subtitle="Altbundeskanzler Helmut Schmidt und Ehefrau Loki im Schweizerischen Samnaun" popup="yes" />Hamburgs derzeitiger Erster Bürgermeister, Christoph Ahlhaus (CDU), bezeichnete Loki Schmidt als: "Unaufgeregt, geradlinig, mit einem klaren Blick auf die Menschen und das Leben. So hat Loki Schmidt in unvergesslicher Weise den hanseatischen Charakter verkörpert." Mit ihrem eindrucksvollen Wirken und ihrer Persönlichkeit habe sie die Menschen stets besonders beeindruckt und sich auch als Ehefrau von Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt große Verdienste um unser Land erworben, sagte Ahlhaus.<br /><br />"Ganz weit weg von jeder Attitüde" war Loki Schmidt für Verleger Günter Berg, Geschäftsführer des Verlags Hoffmann & Campe, in dem mehrere Bücher von Schmidt erschienen sind. "Sie wollte die sein, die die Alltagsprobleme der Menschen kennt", und mit ihnen darüber ins Gespräch kommt, <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="171073" text="erklärte Berg im Deutschlandradio Kultur." alternative_text="erklärte Berg im Deutschlandradio Kultur." /><br /><br /></p><p><strong>Loki Schmidt starb im Alter von 91 Jahren</strong></p><p>Loki Schmidt war in der Nacht zum Donnerstag gestorben. Die Ehefrau von Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt wurde 91 Jahre alt.<br /><br />Hannelore "Loki" Schmidt (geb. Glaser) wurde am 3. März 1919 in Hamburg geboren und wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf.<br /><br />Seit 1929 war die Hamburgerin mit ihrem damaligen Mitschüler Helmut Schmidt befreundet. Nach dem Abitur schloss Schmidt ein pädagogisches Studium ab und arbeitet anschließend bis 1972 als Volks- und Realschullehrerin.<br /><br /><papaya:media src="963c38f29bb4a5c42bb508b367cb19f3" rspace="5" bspace="5" width="144" height="108" align="left" resize="abs" subtitle="Der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) mit seiner Ehefrau Hannelore &quot;Loki&quot;, fotografiert 1980 vor ihrem Ferienhaus am Brahmsee." popup="yes" />Schon 1942 heiratete sie den späteren Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD). Als ihr Mann zunächst Bundesminister und dann Kanzler wurde, betätigte sich Loki Schmidt neben ihren öffentlichen Pflichten vor allem als Naturschützerin. 1976 gründete sie das "Kuratorium zum Schutz gefährdeter Pflanzen", das ab 1980 jährlich die "Blume des Jahres" kürte.<br /><br />Nachdem ihr Mann Helmut als Bundeskanzler 1982 zurückgetreten war, konnte sie sich noch stärker dem Schutz gefährdeter Pflanzen widmen. 2004 erhielt sie für ihr jahrzehntelanges Engagement den Ehrenpreis der Deutschen Bundesstiftung für ihr Lebenswerk.<br /><br />Zudem wurde Loki Schmidt zu Ehrenbürgerin Hamburgs, Ehrensenatorin der Universität ernannt und erhielt die Ehrendoktorwürde.<br /><br /><strong>Weitere Informationen auf DRadio.de:</strong><br /><br /><papaya:link href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/10/21/dlf_20101021_1836_418b7647.mp3" text="Nachruf auf Loki Schmidt" title="Nachruf auf Loki Schmidt" target="_self" />(MP3-Audio) (DLF, DKultur)<br /><br />
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:38 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 21:05 Uhr Jazz Live

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 20:03 Uhr Konzert

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

EEG-Reformgipfel"Die Deckelung ist durch nichts gerechtfertigt"

Der baden-württembergische Energie- und Umweltminister Franz Untersteller (Grüne). (dpa-Bildfunk / Philip Schwarz)

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller schlägt vor, den Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2025 auf 50 Prozent anzuheben. Der Grünen-Politiker sagte im DLF, auch die geplante Deckelung der Windkraft an Land sei fragwürdig. Ebenso müsse der Netzausbau besser vorankommen. Bund und Länder wollen heute Abend über den Ausbau von Ökostrom beraten.

Debatte um Gauland-Äußerungen Sich weltoffen geben, Vorurteile pflegen

Deutsche Fußballfans zeigen vor Spielbeginn ein Plakat mit der Aufschrift "Jerome zieh neben uns ein" beim Länderspiel Deutschland - Slowakei in der WWK-Arena in Augsburg (Bayern). (picture alliance / dpa / Christian Charisius)

Einige Leute führen zwar gerne große Worte von Weltoffenheit im Munde, entpuppen sich aber voller Vorurteile, wenn beispielsweise ein Flüchtlingsheim in ihrer Nachbarschaft gebaut werden soll. Mit diesem Phänomen beschäftigt sich der Soziologe Armin Nassehi.

NahrungsmittelFrisch oder abgepackt: Was ist leckerer?

Welche Dinge des alltäglichen Küchengebrauchs darf ich auch mal aus der Dose kaufen und welche nicht? Es gibt große Unterschiede, sagt unsere DRadio-Wissen-Küchenfee Tina Kießling.

Kritik am "Milchgipfel""Die Verbraucher können gar nichts tun"

Der stellvertretende Geschäftsführer der Organisation Foodwatch, Matthias Wolfschmidt, auf einem Bild aus dem Jahr 2012. (imago / Metodi Popow)

Millionenhilfen der Politik und im Laden die teurere Milch: Die Maßnahmen und Vorschläge der Bundesregierung brächten gar nichts, sagte Matthias Wolfschmidt von der Verbraucherorganisation Foodwatch im DLF. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt erwecke nur den Anschein, den Landwirten helfen zu wollen.

Nato und RusslandDer Westen schafft eine neue militärische Front

Die Teilnehmer des Außenminister-Treffens der NATO-Länder sitzen im NATO-Hauptquartier in Brüssel zusammen. (picture alliance / dpa / EPA)

Die Nato rücke immer dichter an die europäischen Grenzen Russlands. Dadurch breche sie Vereinbarungen mit Moskau und schaffe eine neue militärische Front wie zu Zeiten des Kalten Krieges, warnt der Hamburger Friedensforscher Reinhard Mutz.

Erster WeltkriegVor 100 Jahren begann die Schlacht am Skagerrak

Ein deutsches Großkampfschiff beim Abfeuern einer Breitseite während der legendären Schlacht von Skagerrak Mai/Juni 1916. (dpa)

Es war die schwerste Auseinandersetzung auf hoher See im Ersten Weltkrieg: Skagerrak-Schlacht – unter diesem Namen kennt man sie in Deutschland. Die Briten sprechen von der "Schlacht von Jütland". 8.500 Seeleute kamen damals ums Leben, vor allem Briten. Heute vor 100 Jahren fiel der erste Schuss. Zu den offiziellen Gedenkfeiern wird auch Bundespräsident Joachim Gauck reisen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Costa Concordia  Berufungsgericht bestätigt Haftstrafe für Kapitän Schettino | mehr

Kulturnachrichten

Kinderbuch-Aquarell für 133.000 Euro versteigert  | mehr

Wissensnachrichten

Regel-Studienzeit  Offensichtlich kaum zu schaffen | mehr