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Grüne wollen Minijob-Verdienstgrenze absenken

Vorstoß soll reguläre Arbeitsplätze bringen

Minijobberin: Rentnerin Maria Watt putzt zur Aufbesserung ihrer Rente im Hochhaus einer Bank in Frankfurt./M.
Minijobberin: Rentnerin Maria Watt putzt zur Aufbesserung ihrer Rente im Hochhaus einer Bank in Frankfurt./M. (picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)

Die Spitzenkandidatin der Grünen für die Bundestagswahl, Katrin Göring-Eckardt, plädiert dafür, die Verdienstgrenze für Mini-Jobs von derzeit 450 Euro auf 100 Euro abzusenken.

"Alle Verdienste über 100 Euro im Monat sollen steuer- und abgabepflichtig werden, mit reduzierten Beiträgen für geringe Einkommen", sagte Göring-Eckardt der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Ausnahmen solle es nur im "haushaltsnahen Bereich" geben.

Die Grünen-Politikerin begründete ihren Vorschlag damit, dass sich die Erwartung an die Mini-Jobs als Brücke in den ersten Arbeitsmarkt nicht erfüllt habe. Durch eine Reform könnte wieder mehr reguläre Beschäftigung entstehen. "Die Leute wären besser abgesichert und könnten wieder mehr Rentenansprüche aufbauen", sagte Göring-Eckardt.

EU-Kommission: Minijobs könnten zur "Falle" werden

Skeptisch beim Thema Schwarz-Grün: Katrin Göring-Eckardt, Spitzenkandidatin der GrünenKatrin Göring-Eckardt, Spitzenkandidatin der Grünen (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)Als Minijobs werden Beschäftigungsverhältnisse mit einem Monatsgehalt von aktuell bis zu 450 Euro bezeichnet. Minijobber sind bis zu dieser Gehaltsgrenze von Steuern und Beiträgen zur Sozialversicherung befreit. Laut Bundesagentur für Arbeit gibt es derzeit mehr als 7,4 Millionen Minijobs.

Die EU-Kommission hatte sich kürzlich besorgt darüber geäußert, dass in Deutschland eine große Zahl Menschen dauerhaft in Minijobs arbeitet. "Deutschland sollte den Übergang von Minijobs in stabilere Arbeitsverhältnisse verbessern", forderte ein Sprecher des EU-Arbeitskommissars László Andor. Die Minijobber zahlten keine Steuern und hätten keinen Anspruch auf Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitgebers. "Deutschland muss darauf achten, dass die Minijobs für die Menschen nicht zur Falle werden", unterstrich der Sprecher.

Weitere Informationen auf Deutschlandradio.de:

Im Land der Minijobber - <br> In der Westpfalz und an der Mosel droht Altersarmut

DGB will 400-Euro-Jobs abschaffen <br>Forderung nach vollständiger Gleichbehandlung aller Arbeitsverhältnisse

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:08 Uhr

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