Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Guttenberg verlangt Zukunftskonzept von Opel

Diskussion über Staatshilfen für Autokonzern

Gibt es Staatshilfen für den Opel-Konzern? (AP)
Gibt es Staatshilfen für den Opel-Konzern? (AP)

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat den Autohersteller Opel zur Vorlage eines Zukunftskonzepts aufgefordert. Es müsse erst geklärt werden, ob das Unternehmen "ohne ständige Hilfe des Staates" überleben könne, sagte der CSU-Politiker im ZDF.

Bevor die Regierung sich für finanzielle Hilfen zur Rettung des Unternehmens und seinen rund 25.000 Mitarbeitern entscheide, müssten bestimmte Kriterien erfüllt werden. Guttenberg zufolge müsse feststehen, ob ein angeschlagenes Unternehmen vor der Krise "gesund" war, ob es ein auf Dauer "wirtschaftlich tragfähiges Konzept für die Zukunft" vorlegen könne und ob die Arbeitsplatzrettung durch die Mittel des Staates nicht "zu Lasten anderer Arbeitsplätze" gehe.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Laurenz Meyer, forderte, bei Staatshilfen für Opel auch die "Wettbewerbsposition" zu berücksichtigen. In Nordrhein-Westfalen beispielweise könnten Staatshilfen für den angeschlagenen Autobauer Arbeitsplätze bei Ford gefährden, sagte Meyer im Deutschlandradio Kultur.

Klaus Franz, Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Opel, plädierte erneut für eine Loslösung vom Mutterkonzern General Motors. Mit "temporären Einlagen" des Staates könne man sich unabhängig machen, erklärte Franz im Deutschlandfunk. MP3-Audio

Der Steuerexperte und Staatsrechtler Paul Kirchhof betonte, der Staat garantiere nicht die Existenz von Unternehmen. Es sei die Frage, ob man nicht besser Anregungen für erfolgversprechende Initiativen geben sollte, betonte Kirchhof im Deutschlandfunk. MP3-Audio

Der Aufsichtsrat des Autoherstellers will am kommenden Freitag zu einer Krisensitzung zusammenkommen. "Ich gehe fest davon aus, dass wir bis dann deutlich weiter sind und dem Gremium auch bereits erste Grundzüge des neuen Zukunftskonzeptes präsentieren werden", sagte Opel-Aufsichtsrat Armin Schild dem "Handelsblatt".



Mehr bei deutschlandradio.de
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:32 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 19:10 Uhr Sport am Samstag

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 19:00 Uhr Oper

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 19:00 Uhr Club der Republik

Aus unseren drei Programmen

Schulz und Merkel im WahlkampfNur Ankündigungen sind zu wenig

Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz im Gespräch auf dem EU-Gipfel am 15. Dezember 2016 in Brüssel.  (picture-alliance / Belga / Christophe Licoppe)

Ob SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz die Politik wieder streitbarer mache, bleibe abzuwarten, meint Deutschlandfunk-Chefredakteurin Birgit Wentzien. Noch fehle ihm dafür der Widerpart. Angela Merkel mobilisiere derzeit eher die parteiinternen Gegner als die eigenen Wähler.

Visual Effects bei der Oscar-VerleihungDie perfekte Illusion

Mowgli (gespielt von Neel Sethi) und Bagheera aus dem Film "The Jungle Book" (2015 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved)

Aufwändige Spezialeffekte entführen uns in fantastische Bildwelten. Fünf Filme können sich nun Hoffnungen auf einen Oscar für ihre Effekte machen. Für "Vollbild" kommentieren zwei Experten die nominierten Filme - an einem haben sie sogar selber mitgearbeitet.

Post, Drucker und KopiererLand der Papierverschwender

Der New Yorker Jim Kavanaugh meint: Hey, ihr Deutschen recycelt wie die Weltmeister, aber warum verbraucht ihr immer noch so schrecklich viel Papier?

Afrikanische AkademikerAus der Not eine Tugend machen

Der Chemiker Derek Ndinteh, aufgenommen in seinem Büro an der Universität Johannesburg (Südafrika).  (picture alliance / dpa / Anja Bengelstorff)

Zahlreiche afrikanische Akademiker verlassen wegen schlechter Bedingungen für Bildung und Forschung den Kontinent. Derek Ndinteh ist geblieben. Er will beweisen, dass in Afrika gute Wissenschaft möglich ist. Und er ist überzeugt, dass er eines Tages den Chemie-Nobelpreis bekommt.

Insekten in KörperöffnungenKein Grund zur Panik

Spinnen im Mund, Kakerlaken in der Nase - ja, alles möglich. Ist aber sehr selten und meistens überhaupt kein Grund zur Sorge. "Das sind eher Schreckensmärchen, das passiert so gut wie nie", sagt Notfallarzt Dr. Johannes Wimmer.  Und selbst wenn.

Europa im UmbruchZerbricht die Demokratie?

Marine Le Pen, Vorsitzende des rechtsextremen Front National, steht bei einem Kongress der Partei im südfranzösischen Frejus mit ausgebreiteten Armen auf der Bühne. (AFP / Franck Pennant)

Rechtsruck, Brexit, EU-Krise: Auf der Demokratie lastet ein enormer Druck, sagt Philipp Blom. Ob sie überlebe, sei noch nicht entschieden. Philipp Albrecht entgegnet: Die Zivilgesellschaft ist stärker, als wir manchmal denken.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Syrien  Regierung droht nach Anschlägen mit Vergeltung | mehr

Kulturnachrichten

Gabriel drängt zu schneller Entscheidung im Fall Yücel  | mehr

Wissensnachrichten

Geld  Alte Ein-Pfund-Münze bald nutzlos | mehr