Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Haiti hofft auf Hilfe

Geberkonferenz für den Wiederaufbau des Inselstaates

Ein Lager für Erdbebenopfer in Port-au-Prince (AP)
Ein Lager für Erdbebenopfer in Port-au-Prince (AP)

In New York wollen Vertreter von mehr als 100 Staaten über weitere Hilfen für Haiti entscheiden. Nach dem schweren Erdbeben Mitte Januar hofft die Regierung in Port-au-Prince, dass auf der Konferenz Zusagen über 3,8 Milliarden Dollar zusammenkommen.

Am 12. Januar erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,0 den Inselstaat Haiti, Nachbarland der Touristenhochburg Dominikanische Republik. Ein Nachbebenam 20. Januar verschlimmerte die ohnehin desolate Lage.

Für den Wiederaufbau Haitis benötige man mindestens elf Milliarden US-Dollar, sagt Susanne Wahl, Landesdirektorin des Deutschen Entwicklungsdienstes, im Deutschlandfunk.

Menschen warten in einer Schlange vor einer Essensausgabe der Vereinten Nationen in Port-au-Prince, Haiti. (AP)Menschen warten auf Essen der Vereinten Nationen in Port-au-Prince, Haiti (AP)Der Koordinator der Kindernothilfe für Haiti, Jürgen Schübelin, kritisiert im Deutschlandradio Kultur, dass die Lage der Kinder bei der Geberkonferenz zu wenig berücksichtigt werde.

Haiti - Geschundenes Armenhaus der Karibik

Haiti war bis 1934 von den USA besetzt. Danach herrschte der Diktator-Clan der Duvaliers, der das Land politisch und wirtschaftlich ruinierte. 1986 putschte das Militär Jean-Claude Duvalier aus dem Amt. 1990 wurde der Priester und Hoffnungsträger Jean-Bertrand Aristide bei den ersten freien Präsidentschaftswahlen des Landes zum Staatspräsidenten gewählt. Ein Jahr später verlor er durch einen Militärputsch sein Amt. Mithilfe der USA konnte Aristide 1994 als Präsident in sein Land zurückkehren. 1996 musste er sein Amt an René Préval übergeben, da eine zweite Amtszeit nicht möglich war. Die innenpolitische Lage blieb instabil. Auch der Einsatz einer UNO-Friedenstruppe, der United Nations Stabilization Mission in Haiti, MINUSTAH, (englischsprachig), änderte daran nichts.

Mehr zum Thema:

DLF: Spendenkontenübersicht für die Opfer des Erdbebens in Haiti

DLF: Tausende Tote nach schwerem Erdbeben auf Haiti befürchtet

DLF: Schweres Nachbeben erschüttert Haiti

DLF: Haiti nach dem großen Beben - Über 150.000 Menschen sterben

DLF: Offizielles Ende der Rettungsarbeiten in Haiti

Vor der Geberkonferenz (Videobeitrag auf tagesschau.de)

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:35 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 13:00 Uhr Nachrichten

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 13:05 Uhr Breitband

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Endlich Samstag

Aus unseren drei Programmen

München"Brutale und menschenverachtende Bluttat"

Eine Hand legt eine Blume auf einer Mauer neben Kerzen nieder. (dpa)

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat mit Trauer und Entsetzen auf die tödlichen Schüsse in einem Münchener Einkaufszentrum reagiert. Ein 18-jähriger Deutsch-Iraner hatte gestern neun Menschen und danach sich selbst getötet. Auch auf Bundesebene beraten nun die Sicherheitsbehörden.

Nach MünchenWie gehen wir mit unserer Angst um?

Rettungs- und Polizeifahrzuge stehen in München nahe dem Hauptbahnhof. Bei Schüssen am Olympia-Einkaufszentrum in München hat es Tote und Verletzte gegeben (picture alliance / dpa)

Nach Paris und Nizza ist die bayerische Hauptstadt von einer blutigen Tat erschüttert worden. Klaus Pokatzky diskutiert darüber mit dem Psychologen Prof. Dr. Werner Greve von der Universität Hildesheim und Gudula Geuther, Hauptstadtkorrespondentin des Deutschlandradios.

Terror-Experte Krause"Den Medien fehlte die Gelassenheit"

Sie sehen Marcus da Gloria Martins, den Pressesprecher der Polizei München, auf den viele Mikrofone gerichtet sind. (picture-alliance / dpa / Matthias Balk)

Der Terrorismus-Experte Joachim Krause sieht es kritisch, wie die Medien mit den Ereignissen von München umgegangen sind. Im DLF sprach er von einer "Hysterie" - und prangerte auch an, dass viele Nutzer die sozialen Medien missbraucht hätten, um Falschinformationen unterzubringen. Die Polizei dagegen sei gelassen geblieben.

Fantasy und SexismusSex, Gewalt und Game of Thrones

Weltweit ist "Game of Thrones" eine der beliebtesten Fernsehserien, produziert vom US-Bezahlsender HBO. Die Mittelalter-Fantasy-Geschichte basiert auf der Romanreihe "A Song of Ice and Fire" von George R.R. Martin. Doch wie werden in der Fantasy-Serie Sexualität, Gewalt und Machtverhältnisse dargestellt? Und welche Frauen- und Männerrollen können wir sehen?

MahlzeitDer "Insektenburger" ist ethisch problematisch

Speisebohnenkaefer (imago stock&people)

Bei der Suche nach der ethisch, politisch oder sonstwie korrekten Nahrung wird im Netz inzwischen häufig der Insektenburger empfohlen. Doch es gibt Bedenken: Wo bleibt da das Tierwohl? Udo Pollmer ist gespannt, wie die Motten- und Läusesaga weitergeht.

Erdogans Erzfeind Wer ist Fethullah Gülen?

Fethullah Gülen (dpa/picture-alliance)

Für den türkischen Staatspräsidenten hat der Putschversuch einen eindeutigen Urheber: Fethullah Gülen. Der islamische Prediger lebt seit vielen Jahren in den USA und gilt als Hauptfeind Erdogans. Dabei schritten beide lange Seit an Seit - bis es zum großen Zerwürfnis kam. Ein Porträt.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

München  Ermittler: Kein islamistischer Hintergrund - Täter offenbar Amokläufer | mehr

Kulturnachrichten

"The Sphere" zurück an Ground Zero  | mehr

Wissensnachrichten

Politiker in Deutschland  Regierungsbänke ohne Muslime | mehr