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Haiti nach dem großen Beben

Über 150.000 Menschen sterben

UN-Soldaten halten in Port-au-Prince eine Menschenmenge vor einem Hilfgüterlager in Schach. (AP)
UN-Soldaten halten in Port-au-Prince eine Menschenmenge vor einem Hilfgüterlager in Schach. (AP)

Es dauerte nur wenige Sekunden, die Messgeräte zeigten 7,0 auf der Richter-Skala. Für das ohnehin geschundene Haiti bedeutete das Erdbeben vom 12. Januar weitgehende Zerstörung. Ein Nachbeben am 20. Januar verschlimmerte die ohnehin desolate Lage.

Haiti war bis 1934 von den USA besetzt. Danach herrschte der Diktator-Clan der Duvaliers, der das Land politisch und wirtschaftlich ruinierte. 1986 putschte das Militär Jean-Claude Duvalier aus dem Amt. 1990 wurde der Priester und Hoffnungsträger Jean-Bertrand Aristide bei den ersten freien Präsidentschaftswahlen des Landes zum Staatspräsidenten gewählt. Ein Jahr später verlor er durch einen Militärputsch sein Amt. Mithilfe der USA konnte Aristide 1994 als Präsident in sein Land zurückkehren. 1996 musste er sein Amt an René Préval übergeben, da eine zweite Amtszeit nicht möglich war. Die innenpolitische Lage blieb instabil. Auch der Einsatz einer UNO-Friedenstruppe, der United Nations Stabilization Mission in Haiti, MINUSTAH, (englischsprachig), änderte daran nichts.


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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:35 Uhr

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