Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Herbstgutachten: Wirtschaftsweise rechnen mit Konjunkturwachstum

Brüderle kündigt Steuersenkungen an

Der Vorsitzende des Sachverständigenrates,  Franz, überreicht Bundeskanzlerin Merkel das Herbstgutachten. (AP)
Der Vorsitzende des Sachverständigenrates, Franz, überreicht Bundeskanzlerin Merkel das Herbstgutachten. (AP)

Der Sachverständigenrat der Bundesregierung rechnet für das laufende Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 3,7 Prozent. Das geht aus dem heute in Berlin vorgelegten Herbstgutachten der sogenannten Wirtschaftsweisen hervor. Für das nächste Jahr erwarten die Experten einen Anstieg um 2,2 Prozent.

Trotz des Aufschwungs sieht der Sachverständigenrat noch einen großen Reformbedarf in Deutschland. Nötig sei eine Bildungsoffensive, um ein Abrutschen der deutschen Volkswirtschaft zu verhindern.

Brüderle kündigt Steuererleichterungen an

Der stellvertretende FDP-Partei- und -Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle (AP Archiv)Rainer Brüderle (AP Archiv)Bundeswirtschaftsminister Brüderle rechnet aufgrund der guten Konjunkturentwicklung noch in dieser Legislaturperiode mit Steuererleichterungen. Er vermute, dass die Bundesregierung 2012 entsprechende Beschlüsse auf den Weg bringen werde, sagte der FDP-Politiker im ARD-Fernsehen.

Brüderle erklärte, die deutsche Wirtschaft werde nach seiner Einschätzung in den kommenden Jahren real um jährlich zwei Prozent wachsen. Dies gebe Spielraum, um den Arbeitnehmern etwas zurückzugeben. Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble hatten Steuererleichterungen bislang ausgeschlossen.

SPD: Wachstum kommt nicht an

Der SPD-Wirtschaftspolitiker sieht Wachstumsprognose in einem etwas anderen Licht: Trotz der guten Wachstumsprognosen fürchtet Klaus Barthel, dass die Menschen davon wenig spüren. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei den Stellen vor allem um Leiharbeit und befristete Beschäftigungsverhältnisse handele.

Instituts der Deutschen Wirtschaft fordert Konsolidierung

Im Vorfeld der Präsentation des Herbstgutachtens sagte der Präsident des Instituts der Deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, dass zur Stärkung des Wachstums auf Dauer auch die Konsolidierung gelinge müsse. Dazu gehöre auch, dass man die Bedingungen der Schuldenbremse erfülle. Das seien trotz der jetzt verbesserten Lage und trotz der nur knapp 50 Milliarden Verschuldung im Bundeshaushalt statt 80 Milliarden erhebliche Anforderungen.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:38 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 02:10 Uhr Zur Diskussion

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Zum Tod von Walter ScheelDer Herr mit Biss und politischem Weitblick

Ein alter Mann gestikuliert und schmunzelt, er trägt Jacket und Krawatte (dpa/Patrick Seeger)

Der ehemalige Bundespräsident Walter Scheel war einer der populärsten Bundespräsidenten. Heiter und elegant und doch hart in der Sache, hatte er einen entscheidenden Anteil daran, das Profil seiner FDP um soziales Engagement und Umweltschutz zu erweitern. An der Seite Willy Brandts gestaltete er zudem die neue Ostpolitik federführend mit.

Erdoğans Türkei nach dem PutschversuchOsmanisches Reich reloaded?

Demonstranten mit Erdogan-Fahne auf einer Kundgebung in Istanbul (07.08.2016). (dpa / picture alliance / Sedat Suna )

Die dramatischen Ereignisse seit dem gescheiterten Putschversuch haben seine Position gefestigt: Recep Tayyip Erdoğan ist der mächtigste Politiker der Türkei seit Mustafa Kemal Atatürk und ein Mann des Volkes - zumindest was die Herkunft angeht.

Zivilschutzkonzept der BundesregierungWir müssen wieder lernen, Verantwortung zu übernehmen

Ein Mann schiebt einen vollgepackten Einkaufswagen. (picture alliance / dpa / Patrick Seeger)

Nach 20 Jahren hat die Bundesregierung erstmals ein Zivilschutzkonzept auf den Weg gebracht. Wer darin Panikmache sehe, der habe nichts verstanden, kommentiert Mario Dobovisek. Es sei richtig, dass der Bund Vorschläge für den Zivilschutz bei Krieg und Terror mache. Zudem müssten wir alle wieder lernen, Verantwortung für uns selbst zu übernehmen.

FrankreichWahlkampf mit Wiedereinführung der Wehrpflicht

Drei Polizisten in blauer und zwei Soldaten in olivgrüner Uniform stehen zusammen. (picture alliance / dpa / Guillaume Horcajuelo)

Rückkehr zur Wehrpflicht, Reservistenarmee, Nationalgarde: In Frankreich werden diese möglichen Antworten auf die Terrorbedrohung derzeit viel diskutiert - und zwar nicht gerade mit sorgfältig formulierten Argumenten. Im Wahlkampf geht es einzig darum, beim verängstigten Volk Zustimmung zu finden.

Ampelkoalition in Rheinland-PfalzTraum- oder Fehlstart für Rot-Gelb-Grün?

Seit 100 Tagen regiert in Rheinland-Pfalz Rot-Gelb-Grün.  (imago/Peters)

Am 18. Mai formierte sich die erste Ampel-Koalition in einem deutschen Flächenland. Ein Renommierprojekt sollte es werden. Doch schon zu Anfang der 100 Tage-Schonfrist leistete sich die rot-gelb-grüne Koalition von Malu Dreyer einen dicken Patzer.

Ökonom zum Haushaltsüberschuss"Abbau der Staatsverschuldung schafft Luft"

Roland Tichy (Journalist) in der ARD-Talkshow Günther Jauch (imago/Müller-Stauffenberg)

Bereits im ersten Halbjahr gibt es ein Milliarden-Plus in der Staatskasse. Der Ökonom Roland Tichy warnte davor, dass die Steuereinnahmen auch schnell zurückgehen könnten, wenn die Konjunktur schwächer werde − deswegen gebe es für die Mehreinnahmen nur zwei Verwendungsmöglichkeiten.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Kolumbien  Regierung und Rebellen einigen sich auf Frieden | mehr

Kulturnachrichten

Kirche hält historischen Bücherschatz zurück  | mehr

Wissensnachrichten

Roboter  Künstlicher Krake ist ein Softie | mehr