Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

"Ich habe sicher auch viele Fehler gemacht"

Mixa verzichtet auf Rücktritt vom Rücktritt

Ex-Bischof Walter Mixa (AP)
Ex-Bischof Walter Mixa (AP)

Der wegen Missbrauchsvorwürfen zurückgetretene Augsburger Bischof Mixa wird sich nicht mehr um eine Rückkehr in sein Amt bemühen. In einem Brief wendet er sich an die Öffentlichkeit.

In einer gemeinsamen Erklärung mit der Bistumsleitung heißt es, er akzeptiere die Entscheidung des Vatikans und stelle seinen Rückzug nicht weiter infrage. Mixa werde der Einladung des Papstes zu einem Gespräch in Rom gerne nachkommen.

Für den Druck, den er bei der Unterzeichnung seines Rücktrittsangebots empfunden habe, mache er niemanden verantwortlich und niemandem Vorwürfe, heißt es weiter.

In einem offenen Brief an die Gemeinde schreibt Mixa auf der Website des Bistums Augsburg:

"In den vielen Jahren meines Dienstes habe ich immer versucht, den richtigen Weg einzuschlagen und mich bemüht, die Erwartungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu erfüllen. Ich will keineswegs verschweigen, dass mir nicht immer alle diese Vorsätze in der rechten Weise gelungen sind. Ich habe sicher auch viele Fehler gemacht, obwohl ich niemanden in irgendeiner Weise verletzen oder beschädigen wollte. Es soll aber nicht irgendeine Beschönigung ausgesprochen werden, sondern ich bitte nicht nur um Entschuldigung, sondern vor allem um Verzeihung für alles, was ich nicht recht gemacht habe (...)"

Mixa hatte am 22. April nach Vorwürfen über finanzielle Unregelmäßigkeiten und Missbrauch sowie Schläge gegen Waisenhauskinder den Vatikan um einen Rücktritt ersucht. Papst Benedikt der XVI. hatte das Gesuch zwei Wochen später angenommen.

Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtete am vergangenen Sonntag umfassend über ein bereits seit Längerem kolportiertes Alkoholproblem Mixasund unsittliche Annäherungsversuche an Untergebene.


Links zum Rücktritt des ehemaligen Bischofs Walter Mixa auf dradio.de:

Ex-Bischof Mixa will reingewaschen werden

Bischof Mixa hat Rücktritt angeboten

Mixas Rücktritt und die Glaubwürdigkeit der Kirche

"Sonderbewusstsein eines katholischen Bischofs" <br> SPD-Politiker Thierse kritisiert Mixa

"Die eine oder andere Watsch'n" <br> Walter Mixa und die Ohrfeigen

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:36 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 06:10 Uhr Geistliche Musik

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 04:05 Uhr Tonart

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

HochschulenMisstrauen unter türkischstämmigen Studenten

Rotes Schloss, im Vordergrund eine grüne Wiese, auf der eine kleine Gruppe Menschen sitzt. (dpa/picture alliance/Daniel Kalker)

Das harte Vorgehen der türkischen Behörden sorgt auch an deutschen Hochschulen für Unruhe. Die meisten türkischen Studenten winken ab, wenn man sie nach ihrer Meinung fragt. Offene Gespräche sind kaum noch möglich. Es gibt Angst, als Staatsfeind oder Verräter angefeindet zu werden.

Afrika-Historiker Jürgen ZimmererZähe Verhandlungen um Völkermord an den Herero

Jürgen Zimmerer - Afrika-Historiker und Genozid-Forscher an der Universität Hamburg.  (privat)

Während des Herero-Nama-Kriegs vor über 100 Jahren töteten deutsche Kolonialtruppen rund 100.000 Einheimische. Die Bundesregierung habe sich schwergetan, von Völkermord zu sprechen, sagt der Afrika-Historiker Jürgen Zimmerer.

Rolle der MedienIm Wettlauf um Meldungen bleibt kaum Zeit zur Prüfung

Kurz nach den ersten Schüssen im Olympia-Einkaufszentrum twitterten Augenzeugen und luden Videos vom Tatort hoch. Klassische Nachrichtenmedien geraten dadurch unter Zugzwang, denn von ihnen wird erwartet, dass sie genauso schnell reagieren.

Amoklauf von München"Einsatz der Bundeswehr hätte nicht weitergeholfen"

Sie sehen die Grünen-Politikerin Irene Mihalic (dpa / picture alliance / Maurizio Gambarini)

Nach dem Amoklauf von München hat die Grünen-Politikerin Irene Mihalic im DLF klargestellt, dass sie wenig davon hält, die Bundeswehr einzubeziehen. Die Polizei habe hervorragende Arbeit geleistet, auch in der Öffentlichkeitsarbeit.

München als mediales Ereignis Soziale Medien hysterisieren die Gesellschaft

Auf einem iPhone sind Hashtags, die als Reaktion auf die Schießerei in München gepostet wurden, zu sehen. Über die Hashtags "#München" und "#offenetür" gewährten Bewohner der Stadt nach der Schießerei anderen Menschen Unterschlupf. (picture alliance / dpa / Karl-Josef Hildenbrand)

Bei Onlinemedien liegen Fluch und Segen nah beieinander, bestätigt Medienwissenschaftler Lutz Hachmeister im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur. Zwar seien die Sozialen Medien strukturell schneller, tragen aber auch zur Hysterisierung bei.

Unentdeckte LänderSchon mal auf dem Schiffsfriedhof in Karakalpakstan gewesen?

Nein? Dafür aber Dennis Gastmann. Der Entdeckungsreisende hat unsere Welt nach unbekannten Gegenden, weißen Flecken und vergessenen Welten durchforstet.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Konsequenz aus Amoklauf  De Maizière will Waffengesetze überprüfen, Gabriel strenge Kontrollen | mehr

Kulturnachrichten

Auftakt der Salzburger Festspiele  | mehr

Wissensnachrichten

Politiker in Deutschland  Regierungsbänke ohne Muslime | mehr