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"Ich mach’ mir die Welt wie sie mir gefällt!"

18. Berliner Märchentage

Berliner Märchentage - "Von Löwenherzen und Räubertöchtern" (Berliner Märchentage)
Berliner Märchentage - "Von Löwenherzen und Räubertöchtern" (Berliner Märchentage)

"Von Löwenherzen und Räubertöchtern" lautet das Motto der 18. Berliner Märchentage. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr anlässlich des 100. Geburtstags von Astrid Lindgren schwedische Märchen und Geschichten. Nach Angaben der Veranstalter handelt es sich um das größte Märchenfestival der Welt. Erwartet werden rund 100.000 Besucher.

Bis zum 25. November bietet das reichhaltige Programm Lesungen, Hörspiele, Erzählungen, Tanz, Theater, Musik, Stadtführungen, Ausstellungen, Filme, Puppentheater und Symposien. Zu den Höhepunkten der Märchentage gehören die Verleihung des Preises "Goldene Erbse" an den schwedischen Schriftsteller Henning Mankell, an den Musiker Peter Maffay und an die Verlegerin Heidi Oetinger.

Außerdem findet im Rahmen der Märchentage der 4. Bundesweite Schülerschreibwettbewerb "Ich mach’ mir die Welt wie sie mir gefällt!" statt. Die jungen Schreibenden waren aufgefordert, in einer märchenhaften Kurzgeschichte zu beschreiben, was sie alles anstellen würden, wenn sie wie die berühmte Märchenfigur Pippi Langstrumpf tun und lassen könnten, was sie wollen.

Drewermann: Das Träumen wieder lernen

Anlässlich der Eröffnung der Berliner Märchentage sprach der Deutschlandfunk mit dem Theologen und Psychotherapeuten Eugen Drewermann. Er wurde mit seinen beiden Büchern "Lieb Schwesterlein, laß mich herein" und "Rapunzel, Rapunzel, laß dein Haar herunger", in denen er Grimms Märchen tiefenpsychologisch deutet, bekannt.

In diesem Jahr ist sein Buch "Von der Macht des Geldes oder Märchen zur Ökonomie" erschienen. Daran anknüpfend interpretiert Drewermann im Gespräch die Märchen "Rumpelstilzchen", "Der gestiefelte Kater" und "Die Bremer Stadtmusikanten" und bezieht sie kritisch auf das Funktionieren des heutigen Menschen im kapitalistischen Wirtschaftssystem. "Man kann sehr reich werden, verliert aber seine Seele", sagte Drewermann. "Märchen ermöglichen, die eigenen Träume wahrzunehmen und ihnen zu folgen als Visionen eines richtigeren menschlicheren Lebens." (Text, MP3-Audio)



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:26 Uhr

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